Meine Aquarelle im Laden der Süßen Manufaktur in Pfarrkirchen
Meine kleine Ausstellung in der Süßen Manufaktur in Pfarrkirchen fand bisher so viel Zuspruch, dass sie nun bis zum 12. August verlängert wurde. Das freut mich sehr! Die Bilder sind im Laden im Neuwiesenweg 9, 84347 Pfarrkirchen zu sehen. Genuss für Gaumen und Augen lässt sich hier gut kombinieren: selbst gebackener Kuchen und richtig gutes Eis lassen sich im Café oder im gemütlichen Biergarten genießen.
// Angela Davis – Heute ging es im Podcast von France Culture um die berühmte US-amerikanische Bürgerrechtlerin aus Alabama, die Symbolfigur der Black-Power-Bewegung. Was ich nicht wusste: Sie hat In Paris und Frankfurt Philosophie studiert.
// Portrait inspiré de Angela Davis en écoutant le podcast « Qui a peur d’Angela Davis ? » sur France Culture.
// Victor Hugo – Dessin au sépia exécuté en écoutant sur France Culture le podcast « Victor Hugo, l’homme qui vit »
// Zurzeit überstürzen sich mal wieder beunruhigende Nachrichten. Da möchte ich manchmal untertauchen, „aussteigen“. Jeder hat da eine eigene Strategie. Ich kann das ganz gut, wenn ich interessante Podcasts höre und dabei male oder zeichne. Die Kombination zwischen konzentriertem Hören und dem aufmerksamen Sehen erzeugt eine Art meditativen Zustand, der mir erlaubt, „woanders“ zu sein.
Diesmal habe ich versucht, während des Hörens den Protagonisten der Podcast-Serie mit Sepia-Tusche zu zeichnen: den berühmten französischen Schriftsteller Victor Hugo. Einige seiner Bücher habe ich in der Schulzeit gelesen und wusste von seinem Engagement für die Armen. Dass er sich auch intensiv für die Abschaffung der Todesstrafe und für Frauenrechte eingesetzt hatte, war mir nicht so bewusst. Dass er neben dem Schreiben von Romanen auch Gedichte schrieb, malte und zeichnete und ein leidenschaftlicher Wanderer war, das habe ich jetzt im Podcast erfahren. Solch mutige und kreativen Menschen wirken immer inspirierend, selbst wenn sie schon vor über einem Jahrhundert oder länger verstorben sind. Ob man ihn auf der Zeichnung erkennt, weiß ich nicht. Jedenfalls war es berauschend, ihn zu malen.
KI-generiertes Bild nach Textvorgabe „Menschenähnlicher Roboter mit Reh in Bayerischer Landschaft“Selbst gemaltes Aquarell, vom KI-Bild „inspiriert“
Wir brauchen nur einer KI-Anwendung zu sagen, welches Bild wir wollen. „Male ein Ölbild mit einem Hund, der über den Himalaja fliegt, während ein Dinosaurier Blockflöte spielt“. In drei Sekunden werden dann mehrere Versionen vorgeschlagen. 2018 wurde bereits ein von Künstlicher Intelligenz geschaffenes Portrait („Portrait of Edmund de Belamy“) auf einer Auktion für 432.500 US-Dollar verkauft.
Dass das Künstlern Angst machen kann, ist nachvollziehbar. Denn wozu sollten sie noch künstlerisch tätig sein, wenn KI es kann, manchmal sogar besser als sie?
Manche Künstler begrüßen jedoch diese Entwicklung und meinen, sie könnte inspirierend wirken. Ich habe von einer Künstlerin gehört, die sich von KI nach eigenen Vorgaben Bilder und Collagen herstellen lässt, um diese dann handwerklich umzusetzen, also zu kopieren.
Das habe ich jetzt auch versucht. Diesen Text habe ich in die KI-Anwendung eingegeben: „Male einen menschenähnlichen Roboter, der in einer Bayerischen Landschaft ein Reh streichelt“. Nach drei Sekunden hatte ich vier Versionen, von der ich eine auswählte. Dieses KI-generierte Bild sollte mich „inspirieren“. Und so malte ich es mehr oder weniger nach. Dabei habe ich mich gefragt, ob man das „Inspiration“ nennen kann, oder ob ich mich nicht eher zur Dienerin des „Erschaffers“ mache, in dem ich sein „Original“ kopiere. Macht KI also frei oder eher unfrei, ist die Frage.
Vielleicht werden wir uns an diese Entwicklung gewöhnen, Nischen erfinden, in denen KI uns unterlegen ist. So wie es damals bei der Erfindung der Fotografie war: Diese Technik schien zunächst Maler und Zeichner zu bedrohen. Nach kurzer Zeit entstand jedoch der Impressionismus, der sich von der Detailgenauigkeit von Fotografien befreite: Maler mussten sich nicht mehr genau die Realität darstellen und konnten „freier“ Farben setzen.
Ob KI tatsächlich auch eine Chance für die Kunst sein kann? Ich bin da noch skeptisch. Wenn wir zu Kopierern werden oder zu passiven Bestellern KI-generierter Bilder, mir erscheinen beide Alternativen als sehr begrenzt…Schon lese ich jubelnde Berichte, die behaupten „Selber malen war gestern!“
Jedenfalls ist es spannend, sich mit dem Thema zu beschäftigen.