Virtuell oder natürlich? Die Ausstellung „Digital by Nature“

Menschen stehen vor einer großen, bunten Lichtinstallation mit geometrischen Mustern und reflektierenden Oberflächen.
Zwischen Algorithmen und Farben in der Kunsthalle München

Bis zum 1.3.2026 ist noch die Ausstellung „Digital by Nature“ in der Kunsthalle München zu sehen. Ich fand sie sehr beeindruckend. Sie verbindet Überlegungen zum Digitalen und Menschengemachten mit Formen aus der Natur (Kristalle, Algen mit geometrischen Strukturen“). So mischt sich am Ende das Virtuelle mit dem Natürlichen und man fragt sich, ob beide Bereiche prinzipiell auseinanderzuhalten sind, da auch in der Natur scheinbar „artifizielle“ Formen in den Strukturen sichtbar werden.

 Die Installationen sind interaktiv: Die Linien und Formen verschieben sich, wenn man mit der Hand an ihnen entlangfährt. Und es gibt noch viele andere Denk- und Sinnesimpulse. Auf jeden Fall sehenswert!

Hier der offizielle Text der Kunsthalle:

„Mit Digital by Nature präsentiert die Kunsthalle München die bislang größte Einzelausstellung von Miguel Chevalier in Europa. Seit den 1980er-Jahren nutzt der Künstler den Computer als kreatives Medium und setzt dafür neue Technologien ein – bis hin zu Künstlicher Intelligenz (KI). Sein Werk steht zugleich im kontinuierlichen Dialog mit der Kunst- und Kulturgeschichte. Auch wenn es im Digitalen wurzelt, bleibt die sinnliche Erfahrung im realen Raum ein unverzichtbarer Bestandteil von Miguel Chevaliers Arbeit.“

Sammlung von botanischen Präparaten in Glasbehältern, darunter geleeartige Gewebe und Pflanzenteile, präsentiert auf schwarzem Hintergrund.
Natürliche Formen haben auch geometrische Strukturen, die an mathematische Formen erinnern

EN: The exhibition “Digital by Nature” at Kunsthalle Munich runs until March 1, 2026, and blends digital, human-made concepts with natural forms such as crystals and algae. Its interactive installations respond to touch, prompting visitors to reflect on whether the natural and the virtual can truly be separated, since even nature reveals seemingly artificial structures. Overall, it’s a highly impressive show that highlights how Miguel Chevalier has used digital technologies—including AI—since the 1980s while maintaining the importance of sensory experience in physical space.

Künstler und Krieg – Kunst der verlorenen Generationen

Eine Frau betrachtet ein Gemälde in einer Kunstgalerie, während sie eine Tasche trägt. Im Hintergrund sind weitere Gemälde an der Wand zu sehen.
Beeindruckende Bilder im Museum Kunst der verlorenen Generation in Salzburg

Gestern haben wir ein Museum in Salzburg entdeckt, das sich den Künstlern widmet, die von den Nationalsozialisten mit Arbeitsverboten belegt, ausgegrenzt oder in die Emigration gezwungen wurden; Das Museum „Kunst der verlorenen Generation“ wurde erst 2017 eröffnet. Es liegt mitten in der Altstadt und ist wirklich einen Besuch wert! Die Bilder haben mich sehr tief bewegt und zu Tränen gerührt.

Wie viele solcher Werke gibt es nun wieder in unserer von Kriegen gebeutelten Welt? Wie viele zeitgenössische Künstler, Maler, Musiker, Schriftsteller werden heute auf der ganzen Welt verboten, verdrängt, weil sie nicht in den politischen Kontext passen? Es hört nicht auf…

„Dem Vergessen als Missachtung der Geschichte und den daraus entsprungenen Geschichten wird hier exemplarisches Erinnern entgegengestellt.

Das „Museum Kunst der Verlorenen Generation“ will diesem Vergessen entgegenwirken.“

Ganz entfernt erinnerte mich diese Ausstellung an diejenige im Jahr 2022 in Landshut über einen „verschollenen Künstler“, Josep Mader (1905-1982), dessen Karriere aufgrund der Kriegszeit zerbrach:

Aktgemälde einer sitzenden Frau, die ein Buch liest, mit sanften Farben und einem dekorativen Hintergrund.
Selten sieht man einen „Akt“ lesen

EN: Yesterday we discovered a museum in Salzburg dedicated to artists who were banned from working, marginalized, or forced into exile under National Socialism. The “Museum of the Lost Generation,” opened only in 2017 and located in the heart of the old town, is truly worth a visit. The artworks moved me deeply, even to tears.

And it makes you wonder: how many such works are being created again in our war‑torn world? How many contemporary artists, painters, musicians, and writers are being silenced or pushed aside today because they don’t fit the political narrative? It never seems to end.

This museum stands as a deliberate act of remembrance against forgetting — a place that resists the erasure of history and the stories born from it.

Ein beschriftetes Schild mit dem Titel 'The Lost Generation', das über Künstler spricht, die während der NS-Zeit verfolgt wurden, und die Auswirkungen dieser Verfolgung auf deren Kunst beschreiben.

Frisch ans Licht: Neue Bilder im Rathauscafé

Zwei gerahmte Aquarelle in einem Café, eines zeigt einen Elch vor einem Haus, das andere eine belebte Straßenszene mit Menschen und bunten Markisen.
Neues fürs Auge: Elch Emil und der Herbstmarkt

Es ist nicht gut, wenn Bilder zu lange in Kellern schlafen – sie wollen immer mal wieder raus. Deshalb freue ich mich sehr, dass jetzt noch mehr meiner Bilder im Rathauscafé bei Angie Trumler hängen dürfen!

So kamen einige neue Aquarelle hinzu, darunter auch das von „Elch Emil“, den ich kürzlich gemalt habe, nachdem ich ein Video sah, das zeigte, wie er gemütlich nachts durch ein Dorf im Bayerisch-Tschechischen Grenzgebiet wanderte. Dieses Bild hatte ich auch der Passauer Neuen Presse geschickt, die es freundlicherweise veröffentlicht hat.

Auch das Bild vom letzten Herbstmarkt ist dabei. Ich freue mich besonders, wenn „frische“ Bilder im öffentlichen Raum hängen dürfen. Ich liebe Kunst, die Geschichte(n) erzählt!

Aquarellbild eines Elches, der nachts durch ein Dorf im bayerisch-tschechischen Grenzgebiet spaziert. Das Bild hat lebendige Farben und zeigt eine ländliche Kulisse mit Häusern im Hintergrund.
„Mein“ Emil in der PNP

FR: Ce n’est pas bon quand les tableaux dorment trop longtemps dans les caves – ils veulent sortir de temps en temps. C’est pourquoi je suis très heureuse que davantage de mes œuvres puissent désormais être exposées au Café de mon village en Bavière! Ainsi, quelques nouvelles aquarelles sont venues s’ajouter, dont celle de « Élan Émile », que j’ai peinte récemment après avoir vu une vidéo le montrant en train de se promener paisiblement, de nuit, dans un village de la région frontalière entre la Bavière et la Tchéquie. J’ai également envoyé cette image à la Passauer Neue Presse, qui l’a aimablement publiée.

Le tableau du dernier marché d’automne fait aussi partie de l’exposition. Je suis particulièrement heureuse lorsque des images « fraîches » peuvent être accrochées dans l’espace public. J’aime l’art qui raconte des histoires !

Zwei Frauen stehen arm in arm vor einem Kunstwerk, lächeln in die Kamera und tragen farbenfrohe Kleidung.
Die Künstlerin und die Gastronomin: Nadia und Angie

Ein Tag Kunst in Passau

Ein Kunstwerk von Dalia Blauensteiner, das eine seascape-artige Landschaft mit Himmel und Wasser darstellt.
Ein wunderschönes Bild von Dalia Blauensteiner

Ein Tag Kunst in Passau – Bummel durch die Alstadt und Besichtigung der Ausstellungen im Kunstverein Passau (ehem. Sankt Anna Kapelle), dem Dom-Hof, Agon Kulturwerk , Kulturmodell Bräugasse und Produzentengalerie Passau. Es hat sich gelohnt! Hier einige Eindrücke und unten ein Video.

A Day of Art in Passau – Strolling through the Old Town and visiting art exhibitions

Hier im Video:

Rottaler Landschaft mit Bussard

A vibrant watercolor painting depicting a soaring hawk over a lush landscape with rolling hills, trees, and distant houses under a colorful sunset.
Rottaler Landschaft mit rotem Bussard – Aquarell – Aquarellmalerei mit Pastell – Watercolorpainting