Nass, aber schön – Regen im Juni

Mohn im Feld

Gestern an der Rott. Nass, aber spannend: Es war eine Familie von Gebirgsstelzen unterwegs, auch Höckerschwäne mit ihren Jungen und ganz viele Rauchschwalben.

FR// Il a beaucoup plu mais on a vu plein d´oiseaux hier : une famille de bergeronnettes des ruisseaux, des bébés cygnes et beaucoup d´hirondelles !

Gebirgsstelze (Moticella cinerea) . Adultes Weibchen mit Nestling/ Bergeronnettes des ruisseaux
Viele Rauchschwalben bei Regen an der Rott
Junger Schwan – Jeune cygne

Sonne und schöne Landschaften – Radltour im Rottal in Niederbayern

Im Landschaftsschutzgebiet ist es besonders schön

Gestern haben wir eine schöne Radltour von Bad Birnbach nach Triftern gemacht. Die Schönheit der Natur hat etwas Tröstendes, insbesondere wenn man – wie heute – so viele Kriegsbilder im Kopf hat.

Ein schöner Pfau kam uns entgegen
Alte Häuser haben etwas Beruhigendes, finde ich
Eine tolle Überraschung am Wegesrand: Fingerhut

Und hier alles im Video:

Radltour im Rottal in Niederbayern

Wildromantisch – Unterwegs im Böhmerwald

Wilde Weiden im Wald. Offene Landschaften in und am Wald bieten viel Biodiversität

Unglaublich, was alles auf naturbelassenen Wiesen blühen kann! Gestern waren wir im Nationalpark Sumava unterwegs zum „verschwundenen Dorf“ Oberlichtbuchet. Am Wegesrand und auf den Weiden blühten Schöllkraut, Greiskraut, wilde Narzissen, wilde Stiefmütterchen, Veilchen, Waldmeister, Wasserkresse und Sumpfdotterblumen. Und vieles mehr. Wir erfuhren, dass einige dieser Arten, insbesondere die Narzissen, verwilderte Pflanzen aus den ehemaligen Gärten der Böhmerwäldler sind. Es ist bewegend, sich bewusst zu werden, dass diese Pflanzen einfach weiterblühen, obwohl die Menschen, die sie pflanzten, schon seit über 70 Jahren fort sind.

Begleitet vom Rauschen des Baches, der den lustigen Namen „Grasige Moldau“ trägt, und dem Gesang der Singdrosseln, haben wir mal wieder die berauschende Schönheit der Natur erleben dürfen.

Wir haben auch die Ruine des alten Schulhauses besucht. Das Holzhauerdorf Oberlichbuchet wurde am Ende des 18. Jahrhunderts gegründet. Für mich sind diese verschwundenen Dörfer, an die „historische Alben des Böhmerwaldes“ am Wegesrand erinnern, eine Mahnung gegen den Krieg. Denn diese Ortschaften standen in der Nachkriegszeit in der „Todeszone“ des Grenzgebiets der damaligen Tschechoslowakei und wurden oft komplett zerstört. Die Natur hat die Orte zurückerobert.

Verwilderte Narzissen im Böhmerwald
„Historische Alben“ im Nationalpark Sumava erinnern an die verschwundenen Dörfer
Viele Dörfer im Grenzgebiet sind in der Nachkriegszeit zerstört worden. Die Natur hat den Raum zurückerobert, aber es bleiben meist Spuren der alten Häuser.
Romantische alte Alleen im Böhmerwald

Und hier noch einige Einblicke im Video:

Frühling im Böhmerwald

Licht und Farben – Der Frühling ist da

Kuckucks-Lichtnelke – Lychnis fleur de coucou (Silene flos-cuculi)

Im Mai sieht die Welt plötzlich so leicht und licht aus. Ich bin so dankbar für all das Licht, die Wärme und die Farben. Der Kuckuck rief, der Pirol flötete und der seltene Seidenreiher war wieder da!

Seidenreiher /Aigrette garzette (Egretta garzetta)
Bachstelze / Bergeronnette grise (Motacilla alba)

Und hier noch ein kurzes Video von dem wunderschönen Spaziergang an der Rott:

Unsere Natur im Mai: Der Wonnemonat ist endlich da!

Bläuling im Mai

Die Mai-Ausgabe des Kulturspatz ist da! Hier mein Text in der Rubrik „Naturbeobachtung“

Auch die Birnbacher Störche feiern den 1. Mai. Wie? Mit viel Liebesgeklapper! In diesem Monat kann man meist die Köpfchen der Jungstörche über dem Rand des Storchennests sehen und es beginnt das Raten, ist es eins, sind es zwei oder gar drei? Im Jahr 2018 gab es aus diesem Horst erstmals eine erfolgreiche Brut mit drei flüggen Jungvögeln.

Nun schwirren Schmetterlinge, Bienen und Libellen über die Blühwiesen im Kurpark und an den Ufern der Rott; aus Tümpeln rufen Frösche. Hahnenfuß, Löwenzahn, Klee und Glockenblumen blühen jetzt. Eine Blühwiese mit heimischen Wildblumen kann so spannend sein: Da muss man nur hinschauen und schon erlebt man Wunder der Natur!

Amsel, Drossel und Rotkehlchen singen jetzt aus voller Kehle. Aber was flötet denn da an der Rott? Es ist der Pirol! Der wunderschöne gelbe Vogel, kommt jetzt aus seinem Überwinterungsgebiet in Afrika zurück. Sie wollten sowieso schon immer wissen, was da singt und zwitschert? Eine Vogelstimmen-App kann da aufklären. So kann man vielleicht sogar einen seltenen Neuntöter erhaschen, der in Gebüschen nistet.

Auch Waldspaziergänge sind jetzt besonders schön. Langsam wachsen mehr Laubbäume auf den Flächen, auf denen früher dichte Fichtenbestände waren. Dadurch wirkt der Wald heller und grüner. Das Licht lockt auch mehr Schmetterlinge und blühende Pflanzen an, die zuvor kaum zu sehen waren.

Distelfalter
Naturbeobachtung – Kulturspatz Mai 2024