Die Hustenmutter

Hustenmutterkapelle in Postmünster

Jetzt wird es nebelig und kühl. Und ich fange an zu husten. Deswegen sind wir heute in Postmünster an der Rott spazieren gegangen. Denn dort steht die Hustenmutterkapelle.

Das ist eine ganz verrückte Geschichte:  Die Kapelle wurde 1748 errichtet. Ihr Name stammt von den Pilgern, die mit Hals- und Hustenleiden zur Kapelle kamen und auf Heilung hofften. Das Wallfahrtskirchlein wurde zu Ehren Mariens errichtet, zu der insbesondere Mütter mit ihren an Erkältung erkrankten Kindern pilgerten. Es empfiehlt sich, im November da mal vorbeizuschauen, ergänzend zum Gang zur Apotheke (Humor).

Licht und Freiheit in der Natur

Kraniche – Grus grus – Grues cendrées – Cranes

Grenzenlose Freiheit! Das war gestern der Wahnsinn, als etwa 2000 Kraniche über unsere Köpfe flogen und – dem Inn folgend – nach Westen zogen! Ich dachte: „So viel Schönheit in unserer verrückten Welt!“ Ich bin so dankbar für solche Augenblicke.

Das Licht am Inn war plötzlich ganz weich und geheimnisvoll

Es waren sehr viele Graugänse und einige Möwen, Reiher und Kormorane zu sehen.

Friedliche Natur
Ein beinahe mystisches Licht…

Und hier ein kurzes Video, in dem man auch die fliegenden Kraniche sehen und hören kann:

Regionales und Schönes auf dem Rottaler Hoffest

Das 4. Hoffest auf dem Hof Weber Fünf

Ein richtig schönes Hoffest war das heute bei Weber fünf! Ich finde es immer toll, Hersteller aus der Region und Direktvermarkter kennenzulernen. Beim ersten Hoffest 2019 waren wir auch schon dabei; inzwischen ist das hier in Falkenberg schon ein kleiner Markt geworden mit 17 Händlern und Live-Musik.

Die Rottaler Mostkönigin war auch dabei

Weber Fünf ist ein „Begegnungs- und Erlebnisbauernhof im Rottal. Die lustigsten Hofbewohner sind definitiv die Alpakas, die vom Stallfenster aus das rege Treiben sehr neugierig beobachtet haben. Ich mag ohnehin die herzliche Atmosphäre, die immer auf diesem Hof herrscht; das vielseitige Angebot der Händler fand ich diesmal aber auch außergewöhnlich spannend.

Die neue Rottaler Mostkönigin (Martina) war dabei und ließ sich gerne ablichten.

Izabela Eder mit ihren Produkten von der Haferl-und Beutelstube
Sehr lecker: der Rottaler Marillenlikör von Hofgeist aus Dietersburg

Für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt. Für mich eine leckere Bosna und dann einen herrlichen Rottaler Marillenlikör der Edelbrennerei Hofgeist von Edelbrandsommelier Konrad Stinglhammer aus Dietersburg.

Elli Schreiner mit ihren Alpakawolle-Produkten in ihrem Weber-Fünf-Laden in Falkenberg, Rottal-Inn

Hier mehr über den Hof:

Unsere Natur im Oktober – Herbstsonne und Glücksvögel

Naturbeobachtung-Kulturspatz

Nun treten wir die Heimreise an und ich sehe, der Bad Birnbacher Kulturspatz Oktober ist auch schon online…Hier der Text:

Die Sommermonate 2024 waren laut dem EU-Klimadienst Copernicus im globalen Durchschnitt so warm wie nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Daher könnte auch der Oktober noch spätsommerlich warm bleiben. Vielleicht erleben wir aber auch das Gegenteil: Plötzliche Kälteeinbrüche sind in diesem Herbstmonat ja nichts Ungewöhnliches.

Egal wie das Wetter wird, der Herbst wird schön, wenn wir die Natur bewusst wahrnehmen. Beim Wandern rund um den Kurort gibt es im Oktober solche Tage: Der Himmel ist blau, die alten Bäume am Waldrand sind prachtvoll, vielleicht sonnt sich eine Eidechse, die Störche sind noch unterwegs, letzte Schmetterlinge schwirren umher, Flockenblume und Ehrenpreis blühen noch. Die Störche hatten in diesem Frühjahr zwar keinen Bruterfolg, lassen sich aber immer wieder auf Wiesen oder im Kurpark sehen.

In der zweiten Oktoberhälfte beginnt langsam das leuchtende Farbenspiel des Herbstes, und erste Morgennebel steigen aus den Rottauen auf.

Besonders spannend ist der Vogelzug. Hören Sie trompetende Rufe? Ein Blick in den Himmel lohnt sich, denn in den letzten Jahren flogen im Oktober Hunderte von Kranichen laut rufend über Bad Birnbach. Erst seit wenigen Jahren ziehen Tausende dieser Glücksvögel trompetend über Bayern auf dem Weg zu ihren Winterquartieren. Von ziehenden Graugänsen sind sie durch ihre langen Beine, die den Schwanz überragen, gut zu unterscheiden.

Mit etwas Glück können wir auch wieder Rehe auf den Rottaler Hügeln erblicken. Es ist immer eine große Freude, sie zu sehen. Jetzt beginnen sie, sich zu kleineren Gruppen – sogenannten „Sprüngen“ – zusammenzuschließen, die sich im Frühjahr wieder auflösen.

Spähender Turmfalke an der Rott
Berndt und Nadia im Rottal unterwegs
Im Oktober lassen sich die Rehe langsam wieder sehen.

Im Schatten der alten Eiche

Meine Lieblingseiche in unserer niederbayerischen Region

Ganz schön heiß, dieser September-Anfang! Deswegen haben wir uns heute die alte Eiche als Ziel ausgewählt. In ihrem Schatten ist die Hitze erträglich.

Die wunderschöne und ausladende Krone
Ein typischer Rottaler Balkon
Jeder Schatten ist willkommen bei dieser Hitze