Geliebte Wildtiere – Mauswiesel und Bisamratte

Quicklebendig und voller Energie: Der Mauswiesel

Geliebte Wildtiere – Mauswiesel und Bisamratte. Wie dankbar bin ich, dass wir gestern gleich zwei dieser faszinierenden Naturwunder aus nächster Nähe bestaunen durften. Möge ihnen viel Glück und Kraft in unserer oft zerstörerischen Menschenwelt beschieden sein…

Das Mauswiesel ist nicht nur ein wunderschönes Geschöpf, sondern erfüllt auch eine bedeutende ökologische Aufgabe, indem es Nagetierpopulationen reguliert. Leider ist es in fast ganz Deutschland als gefährdet eingestuft und wird in Thüringen sogar auf der Roten Liste geführt. Dennoch gehört es beispielsweise in Bayern weiterhin zu den jagdbaren Arten. Der NABU kritisiert dies mit deutlichen Worten: „Es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum das flinke Raubtier im Jagdgesetz stehen muss.“

Auch die Bisamratte bleibt von Feinden nicht verschont. Zum ersten Mal hatte ich die Gelegenheit, eine aus nächster Nähe zu beobachten. Ich war beeindruckt von ihrem dichten, glänzenden Fell, das mich unweigerlich an das eines Nerzes erinnerte. Besonders beeindruckend sind auch die feinen „Hände“, finde ich.

Wunderschöne Bisamratte
Hellwach und blitzschnell – Mauswiesel/ Belette (Mustela nivalis)
Bisamratte (Ondatra zibethicus)
2 Minuten Wildnis in Niederbayern

Winterzauber in der Natur

Rehe – unser schönstes heimisches Wild – Roe deer – Chevreuils en Bavière

Beim heutigen Spaziergang, dem ersten Spaziergang des Jahres 2025 erlebten wir unser weißes Wunder …

Frieden und Ruhe
Der Inn im Europareservat war ganz zugefroren. Das Licht war gigantisch.
Rotkehlchen im vereisten Busch – ein schönes Wintermotiv
Und die Birnbacher Störche sind noch da…

Ein glücklicher Tag in der Natur

Eine kleine Pause

Wieder einmal sind wir mit unserer Freundin Birgit im Sumava Nationalpark (Böhmerwald auf der tschechischen Seite) im Grenzgebiet gewandert.

Das Licht war romantisch, die Landschaften wie immer wunderschön. Ein Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra) empfing uns mit seinem Gesang.

Ein Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra) singt für uns

In der Gegend von Fürstenhut werden gerade an den Waldrändern einige Bäume gefällt. Früher hätte man sich in einem Nationalpark darüber gewundert. Heute weiß man, dass lichte Wälder und wilde, offene Wiesen mit wenigen Bäumen und Büschen mehr Artenvielfalt erlauben. Am Wegesrand wird darauf hingewiesen, dass die Maßnahmen geschehen, um dem Birkhuhn, dem Wachtelkönig und vielen wilden Sumpf- und Moor-Pflanzen einen besseren Lebensraum zu gewähren.

Die Landschaften werden offen gehalten, damit beispielsweise Birkhuhn und Moorpflanzen Lebensraum haben

Wir waren auch in Bucina an der alten Grenzanlage, dem Symbol des kalten Krieges. Das Dorf Bucina (deutsch Buchwald) wurde 1956 als Teil des militärischen Sperrgebietes abgerissen. Bis vor kurzen ging man an dem Mahnmal vorbei und dachte: „Gott sei Dank ist das vorüber“. Inzwischen erinnert die Situation eher an die neuen Kriege, die überall auf der Welt das gleiche, hässliche Gesicht haben.

Grenzanlage vom Kalten Krieg – Mahnmal in Bucina an der deutsch-tschechischen Grenze

Wie immer tröstet die Schönheit dieser wundervollen Naturlandschaften…

Unterwegs im Nationalpark Sumava an der deutsch-tschechischen Grenze

Goldenes Herbstlicht

Noch sind Schmetterlinge unterwegs

Was für ein schönes Licht heute!

Auch im Wald schien das Licht besonders schön zu sein
Die Pfarrkirche von Bad Birnbach – mal anders…
In diesem Herbst gibt es viele Pilze – Der Waldboden ist feucht.

Allein in der Puszta! Hortobagy Nationalpark

Rotfußfalke in der Puszta – Falco vespertinus –  red-footed falcon

The cultural landscape of the Hortobágy Puszta consists of a vast area of plains and wetlands in eastern Hungary.

Vollkommen allein in der Puszta! Heute hatten wir unseren ersten Ausflug in die ungarische Grassteppe im Nationalpark Hortobagy. Wenn man mit dem Auto durchfährt, mutet sie beinahe langweilig an. Flach, gleichförmig. Erst wenn man „drin“ ist, bekommt eine Ahnung, dass das alles ganz anders ist.

Immer wieder streift der Blick über die wilde Weite und was kommt, ist die Ruhe.

Zunächst einmal die Farbe…Sie besteht jetzt, im September, aus tausend Schattierungen und Nuancen von gelb, grau und grün. Veroneser grün, Goldocker und gebrannte Erde würde ich nehmen, um sie zu malen.

Nationalpark Hortobagy Ungarn – Hungary

Und dann die Dimensionen: Weit, weit, unendlich streift das Auge am Horizont und doch ist das, was zählt, in den Details: Auf den kargen und salzigen Bodenflächen wachsen wirre Gräser, Ampfer, Strand-Beifuß (Artemisia maritima), Federgras  und plötzlich leuchtet einem darin ein intensiv blaues Blümchen aus der Art der Rittersporne entgegen. Zaunpfähle, auf denen Rotfußfalken sitzen. Soo viele Rotfußfalken! Sie sitzen nicht nur auf den Pfählen, sondern rasen durch den Himmel, von Krähen gejagt. Ach ja, die Krähen! Davon gibt es wirklich viele, ihr Gekrächze erfüllt immer wieder die Luft. Es sind Saatkrähen. Hier und da ein einzelner Strauch, kleine Robinienwälder.

Eine sehr vielfältige Pflanzenwelt auf alkalinen und salzigen Böden
Nadia und Berndt Baumgart in der Puszta in Ungarn
Komplett allein in der ungarischen Steppe- Ein Gefühl von Weite, Ruhe und Freiheit

Und ganz hinten riesige Rinderherden. Hier auf den Fotos handelt es sich um privat gehaltene Rinder. Die typischen Graurinder des Parks werden wir in den nächsten Tagen sehen.

Interessant ist auch, dass sich immer wieder Pflanzengesellschaften abwechseln. Kaum ist es irgendwo nasser oder reicher an Humus, erscheinen andere Pflanzen. Hier seien nur einige genannt: Hohes Kammgras (Agropyron cristatum), Federgras (Stipa), Muskatellersalbei, Wolfsmilchgewächse. Kleine Wiesenraute (Thalictrum minus), Schuppenschwanz (Pholiurus pannonicus, auch bekannt als Pannonisches Gras), Schafgarbe, Kamille und Falscher Schaf-Schwingel (Festuca pseudovina).

Die Puszta
Szalka- Halom Nature Trail – Ein Naturpfad im Nationalpark Hortobagy
Ein passendes Gedicht von Berndt