Blechkreuze und Wiedersehen im Himmel

Eine zweigeteilte Todesanzeige mit einem Foto eines Soldaten in Uniform, darunter steht "Zum frommen Gedächtnis an Paul Hoffmann". Der Text enthält Informationen über sein Leben, seinen militärischen Dienst und seinen Tod im Ersten Weltkrieg, sowie einen Trost für die Hinterbliebenen.
Gedenkanzeige für meinen Großonkel Paul Hoffmann aus Brilon

Darf ich vorstellen? Das ist mein Großonkel aus dem Sauerland. Ich habe ihn nie kennengelernt. Wie so viele junge Männer fiel er „im Eifer der heiligen Sache“ im Ersten Weltkrieg. Dieses Bildchen habe ich eben beim Aufräumen einer alten Schachtel wiedergefunden, in der ich „Krimskrams von früher“ aufbewahre. Ich dachte, es sei beim letzten Umzug verloren gegangen.

Was mich an diesen Todesanzeigen besonders erschüttert, ist der immense bürokratische Aufwand, mit dem man versuchte, den Text persönlich zu gestalten: Name, Geburts- und Sterbedatum, die vermeintliche Todesursache (hier eine „Fliegerbombe“), die Todesart („direkt getötet“, also ohne zu leiden) und der Trost: „Ihr werdet ihn im Himmel wiedersehen.“

Er soll Ritter des Eisernen Kreuzes II. Klasse gewesen sein. Diese Bezeichnung erscheint mir heute zynisch – sie erinnert mich an Blech.

Wie dem auch sei, dieses Bildchen hat mich gerade nachdenklich gestimmt. Noch immer wird überall auf der Welt und auch in Europa „im Eifer der heiligen Sache“ gekämpft. Wie naiv wir doch waren zu glauben, diese Massaker könnten jemals ein Ende finden.

Zu der Schlacht, in der der Onkel starb:

Am 21. Mai 1918 befand sich der Erste Weltkrieg in einer entscheidenden Phase. Die deutsche Frühjahrsoffensive, auch bekannt als Kaiserschlacht, hatte im März begonnen und führte zu intensiven Kämpfen an der Westfront. Diese Offensive war der letzte Versuch des Deutschen Kaiserreichs, den Krieg zu ihren Gunsten zu entscheiden. Im Ersten Weltkrieg starben mehr als neun Millionen Soldaten.

FR:


Permettez-moi de vous présenter mon grand-oncle allemand. Je ne l’ai jamais connu. Comme tant de jeunes hommes, il est tombé « dans le zèle de la cause sacrée » pendant la Première Guerre mondiale. J’ai retrouvé cette petite image en rangeant une vieille boîte où je garde des « babioles d’autrefois ». Je pensais l’avoir perdue lors du dernier déménagement.

Ce qui me frappe particulièrement dans ces avis de décès, c’est l’incroyable effort bureaucratique déployé pour essayer de rendre le texte personnel : le nom, la date de naissance et de décès, la cause supposée du décès (ici une « bombe aérienne »), le mode de mort (« tué directement », donc sans souffrance) et le réconfort : « Vous le retrouverez au ciel ».

On dit qu’il était chevalier de la Croix de Fer de deuxième classe. Ce titre me semble aujourd’hui cynique – il me rappelle du fer-blanc.

Quoi qu’il en soit, cette petite image m’a plongé dans la réflexion. Encore aujourd’hui, partout dans le monde et aussi en Europe, on se bat « dans le zèle de la cause sacrée ». Comme nous étions naïfs de croire que ces massacres pourraient un jour prendre fin.

À propos de la bataille où cet oncle est mort :

Le 21 mai 1918, la Première Guerre mondiale était à une étape décisive. L’offensive de printemps allemande, également connue sous le nom de « bataille des Empereurs », avait commencé en mars et entraînait des combats intenses sur le front occidental. Cette offensive était la dernière tentative de l’Empire allemand pour décider du sort de la guerre en sa faveur. Pendant la Première Guerre mondiale, plus de neuf millions de soldats ont péri.


Frühlingsspaziergang – Spring walk

Ein Meer von Gänseblümchen

Jetzt kann man ihn wirklich nicht mehr übersehen, den Frühling! Die Sonne scheint, die Frösche quaken wie verrückt, der Storch stolziert neben dem Traktor her, um reichliche Nahrung im geeggten Feld zu finden, die ersten Blätter sprießen und es zwitschert überall! Hier im Bad Birnbacher Kurpark – 12.04.2025.

Aha, hier gibt es leckere Würmer und Schnecken…Storch und Landwirtschaft
Liebestolles Gequake am Teich
Ein Star vor seiner Bruthöhle

Und hier im Video:

Großstadtlust – Im Englischen Garten

Die berühmten Surfer am Eisbach mitten in München

Tapetenwechsel – Einfach mal mit der Bahn nach München gefahren und im Englischen Garten zu Mittag gegessen 😊
Und…den Surfern am Eisbach zugeschaut
Zwei todesmutigen jungen Leuten zugesehen, die lachend im Eisbach gebadet haben
Die Krähen beim Pommesfressen beobachtet
Uns über die Bundeswehr-Werbung gestritten
Die Zugverspätung relativ gelassen hingenommen
Es war ein toller Tag!

News von den Birnbacher Störchen April 2025

Storchennest Bad Birnbach 7.04.2025

Gestern ich mal wieder nach „unseren“ Birnbacher Störchen auf ihrem Brauereikamin geschaut. Sie haben in diesem Jahr schon Anfang März angefangen zu brüten. Zurzeit ist immer mindestens ein Storch im Nest. Denn Störche wechseln sich bei der Brut ab. Sobald die Jungen geschlüpft sind, kümmern sich beide Elternteile intensiv um die Fütterung und den Schutz.

Nach etwa 32 Tagen Brut schlüpfen die Jungen. In Bad Birnbach sieht man sie allerdings meist erst, wenn sie das Köpfchen so hochhalten können, dass sie über den hohen Horstrand zu sehen sind und das ist meist im Mai der Fall. Wir dürfen uns also jetzt schon fragen, wie viele Storchenbabys es in diesem Jahr geben wird.

Geduld ist gefragt
Ein Partner fliegt fort, der andere bleibt im Nest

Pferde – Radierung

Meine Radierung aus den 80ern – als ich in Troyes Kunst studierte – Gravure faite en 1983 à l´école des Beaux-Arts de Troyes

Pferde „in allen Lagen“- Eine Kaltnadelradierung, die ich in den 80er Jahren in der Kunstakademie in Troyes gemacht habe

Chevaux- une gravure que j´ai faite en 1083 à l´école des Beaux-Arts de Troyes.