
Träumen – oder: Holzhaus mit Kuh – Aquarellmalerei
Das Bild ist schon älter, ich hab heute einige Details überarbeitet.
FR: Rêver – ou : Maison en bois avec vache – aquarelle
EN: Dreaming – or: Wooden House with Cow – Watercolor


Meine erste Liebe galt – neben Tuschzeichnungen – der Ölmalerei. Da ich jedoch in unserer Wohnung arbeite, kommt Öl wegen der Ausdünstungen und der Flecken nicht mehr infrage. Deshalb habe ich vor Kurzem begonnen, mich intensiver mit Acrylmalerei zu beschäftigen. Nun habe ich dasselbe Thema, „Frühlingsvögel an der Rott“, im gleichen Format (40×50 cm ) parallel in meinem Stil gemalt.
Persönlich habe ich mehr Freude am Aquarell, weil während des Malens alles fließt und sich so viele feine Details ergeben. Acryl empfinde ich als „starrer“, und die Formen wirken in meinem Malstil für mich etwas abstrakter. Irgendwie mag ich das Aquarellbild einfach mehr. Oder?
EN: My first love – alongside ink drawings – was oil painting. However, since I work in our apartment, oil is no longer an option because of the fumes and the risk of stains. That’s why I recently began working more intensively with acrylics. Now I’ve painted the same subject, “Spring Birds on the Rott,” in the same format (40 × 50 cm), parallel and in my usual style.
Personally, I enjoy watercolor more, because everything flows while painting and so many fine details can emerge. Acrylic feels “stiffer” to me, and in my painting style the forms appear somewhat more abstract. Somehow I simply prefer the watercolor version. Don’t you?

Die Reiterin – Acrylmalerei
Mit Zeichnung und Ölmalerei habe ich begonnen. Nach meiner Rückkehr aus Italien 2002 lebte ich in kleinen Stadtwohnungen – für Öl war das schwierig: starke Ausdünstungen, Harze, lange Trocknungszeiten, wenig Platz. Also probierte ich Acryl aus, mochte es aber nicht: Die Farben wirkten künstlich. So landete ich beim Aquarell, das ich wegen seiner Schwierigkeit und seines Fließens liebe. Öl erschien mir wie das Klavier der Malerei, Aquarell wie die Gitarre – bescheidener, mobiler, aber nicht weniger schön.
Jetzt hatte ich wieder Lust auf kräftige Farben und habe Acryl erneut versucht. „Die Reiterin“ ist erst mein zweites Acrylbild – aber vermutlich nicht das letzte. Mein Ziel ist es, den erzählerischen Stil auch in dieser Technik beizubehalten.

Unser kleiner „Tante‑Emma“-Laden mitten im Ort wurde vor Kurzem glücklicherweise übernommen und hat nun eine Zukunft. Noch kleben die kultigen Aufkleber des alten „Kramerladen Huber“ an den Schaufenstern – vermutlich werden sie bald ersetzt, denn jetzt heißt er „Hofmark’s Dorfladen“.
Ich dachte mir, ich halte diese lustige Katze vom Aufkleber und die besondere Lage malerisch fest. Und weil wir gerade in einer konfliktreichen Zeit leben und ich meine Rolle als Künstlerin eher darin sehe, Heiteres beizutragen – wir sehen täglich genug Schreckliches – habe ich eine Szene dargestellt, die zwar absurd wirkt, die ich aber tatsächlich neulich beobachten konnte. Die Realität ist eben nicht nur düster, sondern manchmal auch … überraschend komisch.

EN: Our little village shop was recently taken over and now has a future. For the moment, the old “Kramerladen Huber” stickers are still on the windows, even though it’s now called “Hofmark’s Dorfladen”.
I painted the funny cat from the sticker and this special spot in town. In these conflict‑filled times, I feel my role as an artist is to bring a bit of lightness. We see enough grim images every day. And the scene I painted may look absurd, but I actually witnessed it recently — reality is sometimes dark, but often unexpectedly funny.