Heute haben wir eine wunderschöne Wanderung im Naturpark Oberer Bayerischer Wald unternommen. Was für ein Glück und ein Gefühl von Freiheit! Es war ziemlich steil, aber wenn man sich Zeit nimmt, geht es auch für die Generation 50+. Und so kamen wir bis an die Tschechische Grenze. Obwohl bestimmte Ziele in der Gegend überrannt werden, waren wir allein…
Im Juni blühen die Magerwiesen bei Arnbruck wunderschön. Bevor sie gemäht werden, möchte ich sie hier zeigen. Es sind viele blühende Arten zu sehen: Margeriten, Kuckucks-Lichtnelken, Habichtskraut, Wiesen-Pippau, Glockenblumen, Schlangen-Knöterich, Hahnenfuß….Einfach wunderschön und entspannend!
–> Eine richtige Blumenwiese kann nur entstehen, wenn sie selten gemäht wird, also nur ein- bis zweimal im Jahr und das Schnittgut dann entfernt wird. Sie ist nicht nur schön, sondern bietet der heimischen Tierwelt Lebensorte und Nahrung. Bei der Aussaat von Samen sollte darauf geachtet werden, dass diese heimisch sind: Viele Insekten und insbesondere Schmetterling, Hummeln, Bienen, sind auf bestimmte Blüten spezialisiert.
// Prés en juin avec marguerites, lychnis, épervière piloselle, campanules, boutons d’or…C´est tout simplement merveilleux !
So, jetzt sind wir heute doch noch zur Rottquelle gefahren. Von Neumarkt Sankt Veit aus. Die Neugierde hat gesiegt und es war wunderschön. Die Rottalquelle hat eine mystische Atmosphäre und der junge Fluss erscheint romantisch. Schade, dass der Radweg (Rottalradweg) oftmals langweilig an der lauten Bundesstraße/ Landstraße– nicht an der Rott – entlang führt ; und zwar an Äckern und Feldern ohne Blühstreifen, ohne Hecken oder Streuobstwiesen. Trotzdem hat es sich gelohnt. Auch wegen der Begegnung mit einem ganz besonders sympathischen Hofhund namens Rex 😊
Endlich wieder Menschen, die Tracht tragen. Die waren aufgrund der abgesagten Veranstaltungen in letzter Zeit sehr rar. Und eine lächelnde Gärtnerei? Einfach schön!
A bike tour in Lower Bavaria
Heute wollten wir endlich einmal die Rottquelle sehen…und haben es nicht geschafft. Warum? Vor lauter „Ratschen“!. Aber der Reihe nach. Zuerst fuhren wir nach Massing, besichtigten dort eine interessante Foto-Ausstellung (Link unten) und fuhren dann mit dem Radl auf dem Rottalradweg von Massing nach Neumarkt-Sankt Veit.
Unterwegs begegneten wir einer traktorfahrenden Bäuerin, deren Mann in der Schaufel stand. Beide nicht mehr blutjung 😊 Als ich ausrief: „Ach, endlich eine Frau, die Traktor fährt!“, hielt die Landwirtin prompt mitten auf dem unasphaltierten Weg am Hang und nun ging es los: Woher wir kommen, wo wir wohnen, was wir machen. Und weiter ging es im regen Austausch (ich war ja auch mal Bäuerin in Italien und bin es im Herzen weiterhin) über familiäre Ursprünge, Zuchttierrassen, über Natur und Umwelt und die vielen kleinen Rastbänke, die ihr Mann am Radweg aufgestellt hat, damit müde Radfahrer auch mal „schnaufen“ können. Und so verging die Zeit, bis eine Radfahrerin kam, für die wir Platz machen mussten.
Solche Gespräche vergisst man nie. Dann ging es nach Neumarkt St Veit und da kamen wir dann kaum mehr weg, weil im Biergarten von Tisch zu Tisch so viel geratscht wurde, dass die Zungen rauchten. Endlich Kommunikation! Und das in der Sonne im wunderschönen kleinen Ortszentrum. Die Rottquelle? Die besuchen wir dann eben ein anderes Mal.
Diese einfachen und schönen Bänkchen haben die Bauern am Radweg aufgebaut. Jeder darf sie nutzen.Kloster Sankt VeitSchöne Wiesen mit vielen Margeriten und Kuckuckslichtnelken.