Die Mai-Ausgabe des Kulturspatz ist da! Hier mein Text in der Rubrik „Naturbeobachtung“
Auch die Birnbacher Störche feiern den 1. Mai. Wie? Mit viel Liebesgeklapper! In diesem Monat kann man meist die Köpfchen der Jungstörche über dem Rand des Storchennests sehen und es beginnt das Raten, ist es eins, sind es zwei oder gar drei? Im Jahr 2018 gab es aus diesem Horst erstmals eine erfolgreiche Brut mit drei flüggen Jungvögeln.
Nun schwirren Schmetterlinge, Bienen und Libellen über die Blühwiesen im Kurpark und an den Ufern der Rott; aus Tümpeln rufen Frösche. Hahnenfuß, Löwenzahn, Klee und Glockenblumen blühen jetzt. Eine Blühwiese mit heimischen Wildblumen kann so spannend sein: Da muss man nur hinschauen und schon erlebt man Wunder der Natur!
Amsel, Drossel und Rotkehlchen singen jetzt aus voller Kehle. Aber was flötet denn da an der Rott? Es ist der Pirol! Der wunderschöne gelbe Vogel, kommt jetzt aus seinem Überwinterungsgebiet in Afrika zurück. Sie wollten sowieso schon immer wissen, was da singt und zwitschert? Eine Vogelstimmen-App kann da aufklären. So kann man vielleicht sogar einen seltenen Neuntöter erhaschen, der in Gebüschen nistet.
Auch Waldspaziergänge sind jetzt besonders schön. Langsam wachsen mehr Laubbäume auf den Flächen, auf denen früher dichte Fichtenbestände waren. Dadurch wirkt der Wald heller und grüner. Das Licht lockt auch mehr Schmetterlinge und blühende Pflanzen an, die zuvor kaum zu sehen waren.
DistelfalterNaturbeobachtung – Kulturspatz Mai 2024
Wieder ist ein Monat rum. Jetzt kommt der Februar und mit ihm die Rubrik „Naturbeobachtung im Februar“ im Bad Birnbacher Kulturspatz. Hier mein Text und zusätzlich einige der schönsten Naturfotos, die ich in vergangenen Wintern in Bad Birnbach und Umgebung gemacht habe.
Unsere Natur im Februar – Kiebitz und Storch kommen zurück!
Jetzt beginnt im Rottaler Hügelland eine ganz spannende Zeit!
Noch ist es Februar, aber schon spürt man, dass der Frühling naht… Vögel markieren bereits singend und zwitschernd ihre Reviere; das Licht lässt auch blasse Farben aufleuchten. Da kommt Freude auf. Jetzt ist ohnehin im Rottaler Hügelland ganz viel los: Feldhasen, Kiebitze, Störche, Stare, Rehe sind zu sehen! Es ist so schön, durch die Gegend zu streifen und überall kleine und große Naturwunder zu entdecken.
Unser Storchen-Paar hat in der Vergangenheit schon einmal im Kurort überwintert. Aufgrund des Schneefalls ist es nun im Dezember gen Süden geflogen und wird wahrscheinlich – wie im letzten Jahr – gegen Mitte Februar zurück sein. Die Störche beziehen dann gleich ihren Horst auf dem alten Brauereikamin.
Schon Ende Februar kommen auch die Kiebitze in Schwärmen in ihre Brutgebiete zurück. Sie fliegen zusammen mit Staren und einigen anderen Vogelarten; zum Brüten kommen sie meist an ihren eigenen Geburtsort zurück. Zwei Paare haben in den letzten Jahren sogar erfolgreich in Bad Birnbach gebrütet. Wir hoffen auf Bruterfolg dieser bedrohten Art auch in diesem Jahr.
An der Rott sind Reiher zu sehen und auf den Feldern Rehe. Einzelne verlieren schon langsam ihr graues Winterfell; man sieht es an den Fellbüscheln, die hier und da herausschauen.
Die Dezember-Ausgabe des Bad Birnbacher Kulturspatz ist nun online. Die Print-Ausgabe liegt in der Gäste-Information im Artrium und in vielen Geschäften aus. Hier schon einmal die Rubrik „Naturbeobachtung“, in der ich schreiben darf. Die Fotos habe ich in den letzten Jahren im Dezember in unserer Region gemacht habe. Viel Spaß beim Lesen!
Unsere Natur im Dezember – Wintergäste und roter Weihnachtsschmuck
Nun befinden wir uns schon mitten im Winter. Ob es eine grüne oder weiße Weihnacht wird? So oder so bleiben Streifzüge durch die Rottaler Natur spannend. Wenn die Sonne tief am Himmel steht, kann es zwar kalt und grau werden; in der Natur werden wir dafür aber reichlich entschädigt: Rote Hagebutten und Vogelbeeren, blaue Schlehen und schwarze Holunderbeeren hängen noch im Gebüsch und locken viele Vögel an.
Baden macht Spaß!
Das Rotkehlchen kennen wir ja alle; es singt sogar bei klirrender Kälte aus voller Kehle. Besonders schön ist es nun, dass wir jetzt in den nackten Bäumen so manchen „Wintergast“ sehen. Bunte Stieglitze und Erlenzeisige hüpfen in den Ästen, der Kernbeißer schaut gewichtig zu uns herunter, und wenn wir Glück haben, erhaschen wir sogar einen Blick auf einen Gimpel (Dompfaff) mit seiner leuchtend roten Brust.
Rot hängt auch noch so mancher Apfel am Baum wie ein natürlicher Weihnachtsschmuck, der auch Amseln erfreut. An der Rott kann man jetzt Gänsesäger beobachten. Die tragen ihren lustigen Namen nicht, weil sie Gänse zersägen, sondern wegen ihres charakteristischen Sägeschnabels, mit dem sie Fische fangen können. Vielleicht sehen wir auch noch die Birnbacher Weißstörche im Kurpark; denn sie überwintern meistens im ländlichen Bad. Jetzt sind auch vermehrt Rehe zu sehen, die sich im Winter in Trupps („Sprünge“ genannt) versammeln.
Wer jetzt durch die ruhige Landschaft geht und die welligen Panoramen der Rottaler Hügel bewundert, wird hin und wieder durch einen sagenhaften Sonnenuntergang belohnt. Richtig poetisch mutet dann das Winterlicht an, und die Vorfreude auf die Feiertage wächst.
Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und viel Freude bei Ihren Naturerkundungen im ländlichen Bad!
Der November-Kulturspatz ist da! Notre revue mensuelle d´informations
Ein bunter Stieglitz / Un chardonneret
Texte en français plus bas
Hier mein aktueller Beitrag in der Rubrik „Naturbeobachtung“ im Kulturspatz:
Unsere Natur im November – Kein Grund für Novemberblues!
Die Blätter fallen von den Bäumen und viele Wildtiere bereiten sich nun auf den Winter vor. Auch jetzt gibt es viel zu entdecken: Im Kurpark suchen Rotkehlchen, Zaunkönig und Buntspecht nach Beeren und Samen. Insbesondere der exotisch anmutende Stieglitz ist ein echter Hingucker. Auch Grünfink und Wacholderdrossel hüpfen noch emsig im Gebüsch umher.
Wer durch die Natur geht, wird bestimmt keinen „Novemberblues“ erfahren. Die Farben des Herbstes können das Licht im Spätherbst wärmer erscheinen lassen; selbst an grauen Tagen wirkt ein Spaziergang in den Wäldern und Wiesen rund um Bad Birnbach belebend.
An der Rott sehen wir Reiher und Krickenten, die hier überwintern, während sich im Wasser sich malerisch die herbstlichen Farben der Vegetation spiegeln. In den letzten Jahren stolzierte das Bad Birnbacher Storchenpaar immer wieder in Lengham auf der Weide der Galloway-Rinder. Ob die Störche auch in diesem Herbst zwischen den Kühen herumstelzen, bleibt noch abzuwarten.
Wer jetzt durch Wald und Wiesen wandert, erhascht vielleicht einen Blick auf einen Sprung Rehe: Im Winter schließen sich die Tiere zusammen und wandern gemächlich durch die Landschaft. Auch Fasane lassen sich blicken.
Silberreiher an der Rott
Texte en français
Bad Birnbach en Bavière : Notre nature en novembre – aucune raison pour le blues hivernal!
Les feuilles tombent des arbres et de nombreux animaux sauvages se préparent désormais à l’hiver. Il y a encore beaucoup à découvrir ces jours-ci : les merles, les troglodytes et les pics épeiche recherchent des baies et des graines dans le parc. Le chardonneret exotique en particulier attire tous les regards. Les verdiers et les oiseaux des champs sautillent toujours t dans les buissons.
Quiconque se promène dans la nature ne connaîtra certainement pas le « blues hivernal ». Les couleurs de l’automne peuvent rendre la lumière plus douce et chaude à la fin de l’automne ; Même par temps gris, une promenade dans les forêts et les prairies autour de Bad Birnbach est vivifiante.
Le long du fleuve Rott, nous voyons des hérons et des sarcelles qui hivernent ici, tandis que les couleurs automnales de la végétation se reflètent de manière pittoresque dans l’eau. Ces dernières années, le couple de cigognes de Bad Birnbach s’est promené à plusieurs reprises dans le pâturage du bétail Galloway à Lengham. Reste à savoir si les cigognes se promèneront encore parmi les vaches cet automne.
Quiconque fait une randonnée à travers les forêts et les prairies peut apercevoir des biches : en hiver, les animaux se rassemblent et se promènent tranquillement dans le paysage. Des faisans peuvent également être vus. Bonne promenade !
Nun kommt schon der Oktober. Und mit ihm die neue Monatsausgabe des Bad Birnbacher Kulturspatz. In der Rubrik „Naturbeobachtung“ beschreibe ich, was uns in der Natur an der Rott und in unseren Wäldern so passiert:
Kranichzug über Bad Birnbach im Oktober 2022
Unsere Natur im Oktober – farbige Wälder und Kranichzug
Die sanften Rottaler Hügel bieten im Oktoberlicht eine herrliche Aussicht und laden zum Wandern, Radfahren und Erholen ein. Selbst der Morgennebel, der sich nun über die Landschaften legt, hat seinen Zauber. Ein Herbstspaziergang in der Lugenz oder im Aunhamer Wald ist jetzt ganz besonders romantisch. Auch der Kurpark ist in bunte Herbstfarben getaucht.
Majestätische Schwäne, fliegende Silberreiher, goldgelbes Laub, all das erwartet uns jetzt bei einem Spaziergang in der Oktobersonne auf den Rottauenwegen.
Die Kraniche sind jetzt eine besondere Attraktion; denn sie ziehen erst seit wenigen Jahren über Bayern in den Süden. Und ausgerechnet über Bad Birnbach! Die großen Vögel mit den langen Hälsen und Beinen sind ein Symbol für Gesundheit und Langlebigkeit. Mit etwas Glück sehen wir gegen Mitte Oktober tausende trompetende Kraniche über den Kurort ziehen. Auch die Starenschwärme bieten ein faszinierendes Naturschauspiel, und die letzten Libellen schwirren über die Rott; vielleicht sehen Sie sogar den Eisvogel über das Wasser flitzen.
Das Storchenpaar ist noch in der Gegend – Die beiden Jungvögel sind bereits gen Süden geflogen