Einmal um das Haus gehen und gleich zwei seltene Vögel sehen, die auf der Roten Liste stehen – das gibt es nicht überall. Das ist das Besondere an den Rottauenwegen in Bad Birnbach. Heute haben wir einen Flussuferläufer und eine Flussseeschwalbe gesehen. Als Zugabe gab es noch ein junges Teichhuhn.
Oiseaux sauvages dans nos environs en Bavière
Flussuferläufer (Actitis hypoleucos) – Common SandpiperJunges Teichhuhn – Jeune Gallinule poule-d’eau
Unsere Natur im Juni – Der neue Kulturspatz ist da und somit auch mein Beitrag in der Rubrik „Naturbeobachtung“. Hier zeige ich einige Bilder, die ich im Juni der vergangenen Jahre in unserer Region gemacht habe. Es gibt immer so viel zu bewundern! Allerdings haben wir in diesem Jahr noch kaum Schmetterlinge gesehen und hoffen, dass wir sie wieder vermehrt erleben dürfen, wenn das Wetter wieder trockener wird. Ich wünsche uns allen einen schönen und friedlichen Sommer!
Kornblumen
Naturbeobachtung – im Kulturspatz Bad Birnbach
Am 21. Juni ist offiziell Sommerbeginn. Die Natur hält sich allerdings an keinen Kalender.
Jetzt gibt es so viel Schönes zu sehen! Viele Wildbienen und Schmetterlinge schwirren durch die Lüfte; bewundern können wir sie immer, wenn wir sie auch nicht alle kennen. Einfach traumhaft! Eines dieser fliegenden Wunder können wir uns allerdings merken: Es ist die Gebänderte Prachtlibelle, die nun an der Rott ihre akrobatischen Flugkünste zeigt. Die Männchen haben einen schillernd dunkel-blaugrün gefärbten Körper, und die durchscheinenden Flügel weisen je eine breite schwarzblaue Binde auf.
Die Vögel sind jetzt insgesamt ruhiger; denn die Nester sind weitgehend besetzt, und die Reviere sind belegt. Dafür ruft der Kuckuck und flötet der Pirol. Welch harmonische Musik!
Vielleicht läuft uns auch ein flinker Feldhase oder ein bunter Fasan über den Weg. Naturerlebnisse machen einfach glücklich.
Und es blüht farbenprächtig an den Wegen: Heckenrose, Beinwell, Johanniskraut und Schafgarbe malen die Wiesen bunt an. Selbst im Wald explodieren die Farben, wenn auch die Grüntöne überwiegen. Ein schönes Aufmerksamkeits-Spiel für unterwegs? Schauen wir einmal hin und fragen wir uns, wie viele verschiedene Töne unter dem dichten Blätterdach aufleuchten: Von Apfelgrün über Jadegrün bis hin zum dunklen Tannengrün umgeben, keimt jetzt manchmal ein „Amazonas-Gefühl“ auf.
Heute konnten wir wieder beobachten, wie die Flussseeschwalben balzen: Das Männchen bringt dem Weibchen ein schönes Fischlein. Die Flussseeschwalbe brütet in Bayern lokal und fast ausschließlich in Südbayern. Hier im Video ist die Balz gut zu sehen:
Nun kommt schon der Oktober. Und mit ihm die neue Monatsausgabe des Bad Birnbacher Kulturspatz. In der Rubrik „Naturbeobachtung“ beschreibe ich, was uns in der Natur an der Rott und in unseren Wäldern so passiert:
Kranichzug über Bad Birnbach im Oktober 2022
Unsere Natur im Oktober – farbige Wälder und Kranichzug
Die sanften Rottaler Hügel bieten im Oktoberlicht eine herrliche Aussicht und laden zum Wandern, Radfahren und Erholen ein. Selbst der Morgennebel, der sich nun über die Landschaften legt, hat seinen Zauber. Ein Herbstspaziergang in der Lugenz oder im Aunhamer Wald ist jetzt ganz besonders romantisch. Auch der Kurpark ist in bunte Herbstfarben getaucht.
Majestätische Schwäne, fliegende Silberreiher, goldgelbes Laub, all das erwartet uns jetzt bei einem Spaziergang in der Oktobersonne auf den Rottauenwegen.
Die Kraniche sind jetzt eine besondere Attraktion; denn sie ziehen erst seit wenigen Jahren über Bayern in den Süden. Und ausgerechnet über Bad Birnbach! Die großen Vögel mit den langen Hälsen und Beinen sind ein Symbol für Gesundheit und Langlebigkeit. Mit etwas Glück sehen wir gegen Mitte Oktober tausende trompetende Kraniche über den Kurort ziehen. Auch die Starenschwärme bieten ein faszinierendes Naturschauspiel, und die letzten Libellen schwirren über die Rott; vielleicht sehen Sie sogar den Eisvogel über das Wasser flitzen.
Das Storchenpaar ist noch in der Gegend – Die beiden Jungvögel sind bereits gen Süden geflogen