Überraschende Ansammlung von Weißstörchen Ende Mai – in Auerbach, Niederbayern

Eine Gruppe von Störchen steht auf einer grünen Wiese, umgeben von hohem Gras und vereinzelten Holzpfählen.
Auf dieser Feuchtwiese bei Auerbach in Niederbayern sammelten sich heute – 31. Mai 26 – überraschenderweise 12 Weistörche

12 Weißstörche als Trupp bei Auerbach (Landkreis Deggendorf) auf Nahrungssuche. Und das heute, am 31. Mai!!! Sie haben sich auf der Weide der Heckrinder gesammelt.

Eigentlich sammeln sie sich ja erst im August, um gen Süden zu fliegen.
Jetzt im Mai/ Juni sammeln sich Weißstörche in der Regel noch nicht für ihren großen herbstlichen Vogelzug. Zu dieser Zeit sind sie eigentlich mit der Aufzucht ihrer Jungvögel beschäftigt, die meist erst Anfang Mai schlüpfen.

Hier waren es heute auch ausschließlich erwachsene Vögel. Das erkennt man daran, dass sie einen roten Schnabel haben. Im ersten Lebensjahr haben sie einen graubraunen bis schwarzen Schnabel.

Die Natur überrascht immer wieder. Haben diese Störche nicht gebrütet oder die Brut abgebrochen? Sind es junge Singles? Sammeln sich junge, nicht brütende Störche früher – etwa wie Jungstare? Da vor wenigen Jahrzehnten Weißstörche in Niederbayern noch selten waren, ist solch ein Anblick ungewöhnlich. Sicher ist nur das eine: es war ein schöner Anblick.

Eine malerische Wiesenlandschaft mit mehreren Störchen, umgeben von Bäumen und verschiedenen Gräsern.
Ein Trupp Weißstörche im Sommer?
Zwei Störche stehen in einem grünen Feld mit hohem Gras und einem Holzpfahl im Hintergrund.

Seltene Flussseeschwalben an der Rott

Sterna hirundo – Sternes pierregarin

Heute konnten wir wieder beobachten, wie die Flussseeschwalben balzen: Das Männchen bringt dem Weibchen ein schönes Fischlein. Die Flussseeschwalbe brütet in Bayern lokal und fast ausschließlich in Südbayern. Hier im Video ist die Balz gut zu sehen:

Gänsesäger-Aquarell und ornithologisches Gedicht

Gänsesäger (Mergus merganser) – Goosander

Im Winter sind bei uns immer wieder Gänsesäger zu sehen. Der Name ist so witzig, dass er Berndt zu einem lustigen Gedicht inspiriert hat, in dem Gänsesäger-Männchen und -Weibchen beschrieben werden. Ein „ornithologisches Gedicht“ sozusagen . Und ich hatte Lust, sie malerisch darzustellen. Der „Punker-Look“ der Weibchen, den finde ich cool.

DER GÄNSESÄGER

Kaum jemand kennt den Gänsesäger,

denn Gänse sägen kann nicht jeder.

Sein Schnabel ist gesägt und spitz,

und Fische frisst er – ohne Witz.

Der Schnabel vorn nach unten geht,

was beim Hinschaun man versteht.

Des Weibchens Schopf ist bräunlich-wild,

wie man es sieht auf manchem Bild.

Das Männchen schwimmt in stolzer Pracht:

Kopf, Rücken, schwarz – so wie die Nacht.

Unten weiß, ganz wie ein Schwan,

wir mögen dich, du Sägemann.

Hier weitere Gedichte von Berndt: https://woher-wohin.com/

Mein Glückstag!

Zwergschnepfe in Bad Birnbach im Rottal - Niederbayern
Eine Zwergschnepfe überwintert im Kurpark von Bad Birnbach // A Jack Snipe in our region -// Une bécassine sourde dans notre parc

Wie toll, ein GLÜCKSTAG! Während wir heute durch den Kurpark in Bad Birnbach gingen, fiel mir plötzlich in einem kleinen Graben ein brauner Schnepfenvogel mit auffallenden Bändern auf dem Rücken auf. Leider sah auch er mich gleich, sodass ich nur ein recht unscharfes Foto schießen konnte. Zunächst dachte ich, es handele sich um eine Bekassine. Aber nein! Von unserem Ornithologen vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) erfuhr ich, dass es sich um die noch seltenere ZWERGSCHNEPFE handele.

Die Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus) ist ein Zugvogel, einzelne Exemplare überwintern bei uns an kleinen Gewässern. In Bad Birnbach wurde bereits im Januar 2016 eine Zwergschnepfe gemeldet. Sie ist weltweit die kleinste der im engeren Sinne als „Schnepfen“ bezeichneten Arten und deutlich kleiner als eine Bekassine. Der Rücken ist überwiegend dunkel mit vier markant hervortretenden hellen Bändern. Die Zwergschnepfe ernährt sich von Insekten und deren Larven, Ringelwürmern, kleinen Wasser- oder Landschnecken; Nahrung wird zumeist mit dem langen Schnabel stochernd in weichem Schlamm gesucht.

Ich liebe Schnepfenvögel, weil sie mir so mysteriös vorkommen, meist versteckt leben und scheu sind. Ich finde sie auch elegant. Oftmals haben sie lange Schnäbel und hohe Beine, manche wippen beim gehen oder bei der Nahrungssuche. Sie haben so etwas Wildes an sich, finde ich. Und leider sind sie bei uns meist sehr selten. Auch Brachvögel und Uferläufer gehören zu den Schnepfenvögeln.

Mehr hier vom NaBu: Vogelporträt: Zwergschnepfe – NABU

Hier sieht man noch einmal die seltene Zwergschnepfe, ganz klein und unauffällig am Gewässer im Kurpark von Bad Birnbach