Unsere Natur im November – der Kleiber

Der Kulturspatz November ist da!

Im November bereitet sich die Natur auf eine Ruhepause vor. Doch wer durch die Natur streift, wird keinen „Novemberblues“ erleben. Die Farben des Herbstes lassen das Licht im Spätherbst wärmer erscheinen; selbst an grauen Tagen wirkt ein Spaziergang in den Wäldern und Wiesen rund um Bad Birnbach belebend.

An der Rott können wir Reiher und Krickenten beobachten, die hier überwintern, während sich im Wasser die herbstlichen Farben der Vegetation spiegeln.

Der flinke Kleiber ist einer meiner Lieblingsvögel. Im Winter kann man ihn besonders gut beobachten.

Vogel-Portrait – der Kleiber

In unserer neuen Serie stellen wir Vögel vor, die uns auch im Winter begegnen können. Den Anfang macht der farbenfrohe und kletterfreudige Kleiber.

Er kündigt sich meist durch seine lauten, pfeifenden Rufe an, die manchmal fast wie menschliches Pfeifen klingen. Hört man ihn, ist es in der Regel nicht schwer, ihn zu entdecken.

Der blau-orange Kleiber mit dem schwarzen Augenstreifen klettert geschickt den Baum hoch und runter, weshalb er auch Spechtmeise genannt wird. Abwärts schafft er es sogar kopfüber, was ihm kein anderer Vogel nachmacht. Der kleine Singvogel ist unverwechselbar und überall dort zu finden, wo ältere Laubbäume stehen. Hier zieht er seinen Nachwuchs groß und verklebt zum Schutz der Jungvögel teilweise den Eingang seiner Nisthöhle.

Er ist auch im Winter bei uns zu sehen. Selbst im Kurpark kann man den kleinen Akrobaten kopfüber an Stämmen klettern sehen. Am wohlsten fühlt sich der Kleiber in offenen Laub- und Mischwäldern, Parks, Gärten oder Obstwiesen.

Im Sommer fressen Kleiber hauptsächlich Insekten, die sie von Ästen oder Blättern sammeln. Im Herbst und Winter stehen Nüsse und Sämereien auf dem Speiseplan.

Der Name „Kleiber“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bezieht sich darauf, dass der Kleiber den Eingang von Bruthöhlen mit Lehm verklebt, um sie selbst zu nutzen. So schützt er seine Höhle vor Mardern oder Krähen, indem er den Eingang mit einer Mischung aus Lehm und Speichel so weit zumauert, dass er gerade durchpasst.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei Ihren Naturerkundungen im ländlichen Bad Birnbach!

Im November ist auch der Silberreiher an der Rott oft zu sehen.
Immer wieder überwintert ein Paar Weißstörche in Bad Birnbach – Hier läuft einer über die Arterhof-Wiesen
Der Stieglitz zaubert fröhliche Farben in den November

Unsere Natur im Oktober – Herbstsonne und Glücksvögel

Naturbeobachtung-Kulturspatz

Nun treten wir die Heimreise an und ich sehe, der Bad Birnbacher Kulturspatz Oktober ist auch schon online…Hier der Text:

Die Sommermonate 2024 waren laut dem EU-Klimadienst Copernicus im globalen Durchschnitt so warm wie nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Daher könnte auch der Oktober noch spätsommerlich warm bleiben. Vielleicht erleben wir aber auch das Gegenteil: Plötzliche Kälteeinbrüche sind in diesem Herbstmonat ja nichts Ungewöhnliches.

Egal wie das Wetter wird, der Herbst wird schön, wenn wir die Natur bewusst wahrnehmen. Beim Wandern rund um den Kurort gibt es im Oktober solche Tage: Der Himmel ist blau, die alten Bäume am Waldrand sind prachtvoll, vielleicht sonnt sich eine Eidechse, die Störche sind noch unterwegs, letzte Schmetterlinge schwirren umher, Flockenblume und Ehrenpreis blühen noch. Die Störche hatten in diesem Frühjahr zwar keinen Bruterfolg, lassen sich aber immer wieder auf Wiesen oder im Kurpark sehen.

In der zweiten Oktoberhälfte beginnt langsam das leuchtende Farbenspiel des Herbstes, und erste Morgennebel steigen aus den Rottauen auf.

Besonders spannend ist der Vogelzug. Hören Sie trompetende Rufe? Ein Blick in den Himmel lohnt sich, denn in den letzten Jahren flogen im Oktober Hunderte von Kranichen laut rufend über Bad Birnbach. Erst seit wenigen Jahren ziehen Tausende dieser Glücksvögel trompetend über Bayern auf dem Weg zu ihren Winterquartieren. Von ziehenden Graugänsen sind sie durch ihre langen Beine, die den Schwanz überragen, gut zu unterscheiden.

Mit etwas Glück können wir auch wieder Rehe auf den Rottaler Hügeln erblicken. Es ist immer eine große Freude, sie zu sehen. Jetzt beginnen sie, sich zu kleineren Gruppen – sogenannten „Sprüngen“ – zusammenzuschließen, die sich im Frühjahr wieder auflösen.

Spähender Turmfalke an der Rott
Berndt und Nadia im Rottal unterwegs
Im Oktober lassen sich die Rehe langsam wieder sehen.

Naturbeobachtung macht glücklich!

Wir zwei unterwegs

Naturbeobachtung macht glücklich. Heute haben wir mal in den Rottauen ein „Fotoshooting“ gemacht. Ganz ohne Fotografen, einfach nur mit dem Stativ. Das macht Spaß!

FR// L´observation de la nature nous rend heureux.

Vogelbeobachtung macht auch großen Spaß!
Vogelbeobachtung Ehepaar Senioren

Unsere Natur im September – Bunte Früchte und Vogelzug

Sanfte Hügel im Rottal

Das Septemberlicht über den Rottaler Hügeln verwandelt die Landschaft in malerische Szenen. Es spiegelt sich in den Tautropfen auf Spinnweben und lässt das bunte Laub leuchten. Selbst bei wechselhaftem Wetter sind Spaziergänge und Wanderungen in der Region besonders reizvoll.

Die Natur malt nun impressionistische Bilder mit dem Goldocker reifer Äpfel in den Streuobstwiesen, dem dunklen Violett der Schlehen und dem glänzenden Elfenbeinschwarz der Holunderfrüchte. In den Wäldern sprießen die ersten Pilze und erinnern daran, dass der Frühherbst beginnt.

Auch Tagfalter lassen sich im September beobachten. Insbesondere Admiral und Tagpfauenauge sind noch unterwegs; sie laben sich gern an Fallobst, am liebsten, wenn es schon zu gären anfängt und nach Alkohol riecht.

An der Rott lassen sich Gebirgsstelze, Flussuferläufer und Eisvögel beobachten; vielleicht lässt sich gar ein Seidenreiher erblicken. Der Vogelzug ist jetzt in vollem Gange: Stare sammeln sich auf den Masten und Rauchschwalben fliegen in den Süden.

In den Rottaler Wäldern locken lange Spaziergänge durch farbenfrohe Wälder. Mit etwas Glück kann man Feldhasen und Rehe sehen, die im September aktiver werden. Auch ein Spaziergang durch den Kurpark hat jetzt einen besonderen Reiz: Rotkehlchen und Drosseln hüpfen durch das Gebüsch und laben sich an bunten Beeren, während Grünfinken in den Wiesen an den Samen naschen.

Der Frühherbst bringt leuchtendes Licht und blühende Wildpflanzen wie Schafgarbe, wilde Möhre, Ackerwinde, Wegwarte und der cremig-weiße Mädesüß. Es ist einfach spannend, die Rottaler Flora und Fauna zu beobachten.

Naturrubrik im Bad Birnbacher Kulturspatz

Septemberstimmung in den Rottauen bei Bad Birnbach

Schwarzstorch-Familie (Ciconia nigra) in Rottal-Inn!

Einer der Schwarzstörche – Ciconia nigra – Cigogne noire – Black stork

Ich bin einfach ein Glückspilz! Zum ZWEITEN Mal in meinem Leben bin ich einer Schwarzstorch-Familie begegnet. Leider sind mir diesmal nicht so schöne Fotos gelungen wie beim ersten Mal im Jahr 2018. Aber es war toll, gleich FÜNF Schwarzstörche (Ciconia nigra) zu sehen, einen Erwachsenen mit vier Jungvögeln. Das Gute daran? Es ist schön zu wissen, dass dieser seltene und extrem scheue Vogel und Waldbewohner in unserem Landkreis wieder einmal Bruterfolg hatte! Juchhuuu!

Familienausflug der Schwarzstörche
Hier sieht man drei von ihnen. Insgesamt waren es fünf

Und hier noch die Bilder der Schwarzstorch-Familie 2018