
Heute Morgen ist mir die junge Freundin von Rehbock Leopold über den Weg gelaufen. Und im aufsteigenden Sonnenlicht sahen die Hasen besonders schön aus. Hoffentlich regnet es bald, es ist ja leider inzwischen überall sehr trocken.


Unsere Natur im Februar – Erste Frühjahrsanzeichen
Im Rottaler Hügelland beginnt jetzt eine besonders spannende Zeit. Obwohl es noch Februar ist, zeigen sich bereits erste Anzeichen des nahenden Frühlings. Vögel singen und markieren ihre Reviere, das Licht wird heller, und auch die Farben in der Landschaft wirken lebendiger. Feldhasen, Stare und Rehe sind wieder häufiger zu sehen – ein guter Zeitpunkt für Naturbeobachtungen.
In den Vorjahren hat ein Storchenpaar, das in milden Wintern sogar ganz oder teilweise im Kurort geblieben war, Mitte Februar den Horst auf dem alten Brauereikamin bezogen. Ob auch in diesem Jahr wieder Störche in Bad Birnbach brüten werden? Das wird sich bald zeigen.
Auch die Kiebitze ziehen Ende Februar durch das Rottal, meist gemeinsam mit Staren und anderen Vogelarten. In den letzten Jahren hatten ein bis zwei Paare auch erfolgreich in Bad Birnbach gebrütet. Da die Art stark gefährdet ist, hoffen wir wieder auf Bruterfolg.

Da die Kiebitze immer größere Schwierigkeiten haben, auf unseren Wiesen und Äckern erfolgreich zu brüten, finden in diesem Winter wieder umfangreiche Pflegearbeiten statt. „Auf ausgewählten Landkreisflächen sowie auf bestehenden Ausgleichsflächen des Staatlichen Bauamts Passau werden laut Pressemitteilung des Landratsamts Gehölze entfernt, um das wertvolle Offenlandhabitat für gefährdete und vom Aussterben bedrohte Wiesenbrüterarten wie Kiebitz, Bekassine, Feldlerche und Wiesenpieper zu erhalten und weiter aufzuwerten.“ (Quelle: Passauer Neue Presse)
Auf den Feldern ruhen Rehe. Ihr Winterfell ist jetzt graubraun, der Fellwechsel beginnt im Frühjahr und kleidet sie wieder in rötliche Farben. An der Rott sind nun Grau- und -Silberreiher zu beobachten, mit etwas Glück lässt sich sogar der seltene Seidenreiher blicken; die Kohlmeisen zeigen jetzt schon ihr Balzverhalten mit dem typischen zweisilbigen Gesang. Die Tage werden endlich länger, und die Erlenblüte leitet schon die Pollensaison ein. Schneeglöckchen und Krokusse blühen bereits am Wegesrand.
Neben den Stockenten sind derzeit auch Reiherenten und Krickenten an der Rott zu sehen. Die Krickente fällt durch den kastanienbraunen Kopf und den grünen Augenstreif des Erpels auf. Ihre hohen Rufe sind regelmäßig zu hören, und bei der Futtersuche durchschnattern sie den Uferschlamm. Die Reiherente unterscheidet sich deutlich: Der Erpel trägt ein schwarz-weißes Gefieder, das Weibchen ist braun gefärbt. Diese Art taucht bis zu sechs Meter tief und bleibt bis zu 30 Sekunden unter Wasser, um Nahrung vom Gewässergrund zu holen.


Auch das Rotkehlchen ist aktiv. Es singt selbst im Winter und ist mit seinem „Zik-zik-zik“ oft in Hecken und Gebüschen zu hören. Rotkehlchen sind Teilzieher, manche bleiben ganzjährig, andere ziehen in wärmere Regionen. Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht zu unterscheiden, besetzen aber im Winter getrennte Reviere. Das Weibchen wählt den Nistplatz, das Männchen verteidigt sein Gebiet auch kämpferisch.
Viel Freude bei Euren Naturerkundungen!



Heute bin ich zum ersten Mal „getarnt“ auf die Pirsch gegangen und – siehe da! – es bringt tatsächlich was. Jedenfalls hat sich sogar die scheue Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) endlich gerne ablichten lassen. Der Buntspecht und der Silberreiher (Egretta Alba) sind meist nicht so schwierig zu erwischen.
Für mich war es wunderbar, der Gebirgsstelze bei ihren – etwas hektischen – Aktivitäten zuzuschauen. Sie ist ganzjährig an der Rott in Bad Birnbach zu sehen. Auch Jungvögel sind im Sommer zu beobachten.






Heute an der Rott. Der erste Bad Birnbacher Kiebitz ist da. Über die Schutzmaßnahmen dieses bedrohten Vogels im Landkreis füge ich weiter unten für Interessierte einen Link vom LPV Rottal-Inn ein. So langsam wird es wärmer und die Vogelwelt verändert sich: zurzeit sieht man an der Rott und den umgebenden Wiesen/ Feldern viele Stare, Graugänse und Goldammern. Auch das Lachen des Buntspechts ist nicht zu überhören. Der Seidenreiher (grauer Schnabel) ist wieder da und mit ihm der Silberreiher (gelber Schnabel) sowie Graureiher. Die hübschen Krickenten sind mit Stockenten und Gänsesägern unterwegs. Die Winterlinge blühen, die ersten Bienen summen: Es tut sich was! Der Frühling ist nicht mehr weit!
Zu den Schutzmaßnahmen von Wiesenbrütern in unserem Landkreis:





