Was ich hier auch sehr mag, ist das entspannte Miteinander von Tier und Mensch. Niemals werden Hunde, Katzen, Tauben weggejagt. Überall stehen Futternäpfe für die glücklichen Katzen herum, die immer wieder auch von Vorbeigehenden gestreichelt werden. Verbotsschilder konnte ich hier nicht finden. Auch am Strand in den Dünen wachsen viele Pflanzen, die anderswo am Mittelmeer inzwischen fast ausgestorben sind. Es werden inzwischen einige Dünen etwas mit einfachen Kordel-Umzäunung vor den Spaziergängern geschützt. Mich begeistert auch die Artenvielfalt hier!
Die Highlights heute:
Eine elegante Seeschwalbe, die ständig vom Himmel ins Meer schoss, um zu fischen. Wahrscheinlich eine Brandseeschwalbe (Thalasseus sandvicensis).
Ein Kormoran, der direkt neben den Spaziergängern im Alten Hafen fischte!
Hübsche Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola)
What I really love here is the relaxed coexistence of animals and people. Dogs, cats, and pigeons are never chased away. Everywhere you find little bowls of food for the happy cats, who are often petted by people passing by. I haven’t seen a single prohibition sign. Even on the beach, in the dunes, many plants are growing that have almost disappeared elsewhere in the Mediterranean. Some of the dunes are now gently protected with simple rope barriers to keep walkers out. The biodiversity here truly delights me
Neues Jahr – neue Naturerlebnisse! Hier der Beitrag „Naturbeobachtung“ Januar 2026 im Bad Birnbacher Kulturspatz mit Fotos, die wir in und um Bad Birnbach in diesem schönen Wintermonat gemacht haben.
Unsere Natur im Januar
Der Januar zeigt sich nun wechselhaft: mal mit Frost, Raureif und Schneefall, mal mit milden Temperaturen. der Klimawandel macht Vorhersagen schwieriger; Vogelzug und Vegetationsrhythmen verschieben sich zunehmend. Sicher ist jedoch eins: Wanderungen durch Wald und Flur lohnen sich immer, denn auch im Winter gibt es viel zu entdecken.
Pflanzenwelt
Schon im Januar können erste Frühblüher erscheinen. Schneeglöckchen und Haselnusssträucher blühen bei mildem Wetter früher als früher üblich. Hagebutten und Schlehen setzen reizvolle Farbakzente und dienen zugleich als Nahrung für Vögel. Besonders farbenfroh sind die Vogelbeeren, die mit ihrem leuchtenden Orange einen schönen Kontrast zum Schwarz-Weiß des Winters bilden.
Farbakzente im Winter
Vogelbeobachtungen
Viele Arten sind auch im Winter aktiv. Amseln, Meisen, Grünfinken, Stieglitze, Buchfinken und Rotkehlchen suchen nach Beeren und Samen, auch im Kurpark und in den Rottauen, Jetzt da das Gebüsch nackt ist, sind sogar Wintergoldhähnchen und Zaunkönig zu entdecken. An der Rott überwintern zudem Gänsesäger, Schwäne, Reiher und verschiedene Entenarten. Neben den häufigen Stockenten lassen sich Krickenten und Reiherenten beobachten. Mit etwas Glück zeigt sich auch der Eisvogel, der über das Wasser jagt und der seltene Waldwasserläufer. Im Wald sind Bunt- und Schwarzspechte zu hören, deren Trommeln den Winterwald prägt.
Rehe und Hasen
Rehe bilden im Winter größere Gruppen, sogenannte „Sprünge“. Feldhasen sind jetzt auf abgeernteten Feldern zu sehen. Hat es geschneit? Dann ist spannend, nach Spuren im Gelände zu suchen, die Anwesenheit weiterer Tiere wie Füchse oder Greifvögel verraten. Wer aufmerksam unterwegs ist, kann auch so die Vielfalt der heimischen Fauna erkennen.
Naturbeobachtungen im Winter
Jetzt verändert sich die Landschaft sichtbar. Raureif überzieht Pflanzenstängel und Äste und Spritzwasser gefriert zu filigranen Eisskulpturen. Solche Erscheinungen sind zwar vergänglich, aber umso schöner zu betrachten. Ein Spaziergang zur Holzkapelle in der Lugenz bietet sowohl Ruhe als auch Gelegenheit zur Naturbeobachtung, die Rottauenwege locken mit ihrer vielseitigen Vogelwelt und die offene Hügellandschaft machen das Gebiet besonders interessant für Naturfreunde.
Alles still? Beinahe! Das Rotkehlchen singt jedoch selbst bei Frost noch aus voller Kehle. In den kahlen Bäumen entdecken wir nun Wintergäste: bunte Stieglitze, hüpfende Erlenzeisige, gewichtige Kernbeißer und mit etwas Glück den Gimpel mit seiner leuchtend roten Brust. Auch Wacholderdrosseln und Buchfinken sind unterwegs, während der Buntspecht rhythmisch Fichtensamen klopft.
Im Kurpark „klickt“ der Zaunkönig im Gebüsch, und auf der Rott lassen sich Gänsesäger beobachten – mit ihrem sägezahnartigen Schnabel perfekt zum Fischfang. Vielleicht lassen sich auch die Birnbacher Weißstörche wieder im Winter blicken? Laut Landesbund für Vogelschutz überwintern rund 300 Störche jährlich in Bayern.
Jetzt fallen meist auch mehr Amseln auf. Manche bleiben ganzjährig, andere ziehen nach Süden, während nordische Gäste zu uns kommen. Die Amsel war einst ein scheuer Waldvogel – heute ist sie in Parks und Gärten heimisch. Sie ernährt sich von Beeren und Samen, übernachtet aufgeplustert im Gebüsch und hüpft am Boden auf Futtersuche. Im Volksglauben galt sie als Glücksbringer: Wo eine Amsel wohnt, schlägt kein Blitz ein.
Amseln naschen Beeren im Schnee
Farben im Winter
Jetzt gilt es, genau hinzuschauen: Auch wenn viele Pflanzen ruhen, zeigen sich Farbtupfer: leuchtend rote Hagebutten, einzelne Gänseblümchen und die letzten Äpfel am Baum – wie natürlicher Weihnachtsschmuck. Die Männchen von Gimpel und Stieglitz bringen zusätzlich Rosenrot und Knallgelb ins Geäst.
Wildtiere und Landschaft
Rehe versammeln sich in Gruppen, sogenannte „Sprünge“, und Feldhasen sind auf abgeernteten Feldern zu sehen. Schwäne und Entenarten wie Stockente, Reiherente und Krickente bilden auffällige Wintertrupps auf der Rott.
Wer durch die ruhige Landschaft wandert, wird mit welligen Panoramen und märchenhaften Sonnenuntergängen belohnt. Das Winterlicht berührt – und die Vorfreude auf die Feiertage wächst.
Weiße Weihnachten sind selten geworden – aber wer weiß? Vielleicht fällt doch Schnee, und die Natur wird märchenhaft.
Mein Beitrag „Naturbeobachtung“ im Kulturspatz Dezember 2025
EN: In December, nature in Bad Birnbach reveals both quiet and color: robins sing through the frost, winter guests like goldfinches, bullfinches, and woodpeckers animate bare trees, while wild geese and swans gather on the Rott. Even in winter, bright accents appear—red rose hips, yellow flashes of finches, and the last apples hanging like natural ornaments. These observations remind us that winter landscapes hold peace, beauty, and anticipation for the festive season. (Text written by Nadia Baumgart, published in the Kulturspatz Bad Birnbach under “Nature Observations in December)
Poetisch: ein Höckerschwan im Winter – Immer öfter sieht man sie an der Rott überwintern
In der Sonne blitzen die Augen der Fische im grünen Wasser golden auf. Was sie wohl denken? Können sie träumen? Pflegen sie im Schwarm besondere Freundschaften? Das habe ich mich gefragt.
Wer von der kleinen Holzbrücke im Kurpark in den Birnbach schaut, da wo er in die Rott fließt, kann gerade jetzt viele junge Fische beobachten. Genau das haben Berndt und ich gestern gemacht. Ich war fasziniert von der Schönheit dieser Tiere. Die Arten kenne ich nicht. KI hat mir zugeflüstert, es könnte sich bei den meisten Fischen auf den Fotos um Döbel (Squalius cephalus) handeln. Und so standen wir auf der Brücke und haben lange den Fischen zugeschaut.
Wir zwei auf der Holzbrücke an der Rott
Am Abend stieg der Mond in den Himmel. Ich habe versucht, ein Foto zu machen und …es ist gelungen. Man sieht sogar die Krater!
Der Mond mit seinen uralten Kratern
Ich habe versucht zu verstehen, wie groß diese Krater sind. Anscheinend sind die meisten Einschlagskrater 20 bis 80 Km breit und sind vor etwa 4 Milliarden Jahre entstanden. Und diese Krater können alle Menschen bei guten Vollmondnächten sehen. Das finde ich sehr bewegend.
Aurorafalter/ Piéride du cresson (Anthocharis cardamines)
Wenn Aurorafalter einen umschwirren, die Kirche im Blütenmeer versinkt, die Goldammer gen Himmel schaut und der Hausrotschwanz einem ein Ständchen bringt, während der Turmfalke über einem rüttelt, dann…weiß man, dass Frühling ist!
Wenn Aurorafalter umherschwirren, die Kirche in einem Blütenmeer versinkt, die Goldammer gen Himmel blickt und der Hausrotschwanz sein Lied singt, während der Turmfalke über einem in der Luft steht, dann weiß man, dass Frühling ist!
Aurora Männchen fallen durch den gut sichtbaren orangefarbenen Fleck auf den Vorderflügeln auf.Kirche in Bad Birnbach im BlütenmeerGoldammer (Emberiza citrinella)Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)Turmfalke (Falco tinnunculus)