Erster Schnee

Eine weißköpfige Schwanzmeise sitzt auf einem Ast gegen einen blauen Himmel.

Wie ein kleiner Schneeball mit langem Schwanz hängt diese weißköpfige Schwanzmeise am Ast. Zurzeit tummeln sich viele dieser quirligen Akrobaten in den Bäumen und Büschen entlang der Rott. Die weißköpfigen Vögel stammen aus nordischen Wintertrupps und mischen sich hier häufig mit unseren heimischen, dunkelköpfigen Schwanzmeisen.

Eine winterliche Landschaft mit einem gefrorenen Fluss und schneebedeckten Feldern. Bäume umranden das Bild, während im Hintergrund einige Häuser sichtbar sind.
Schnee an der Rott
Eine verschneite Waldlandschaft mit kahlen Bäumen, die einen schmalen Pfad bilden.
Winterwald – Lugenz im Rottal

Unsere Natur im Oktober

Ein Mäusebussard sitzt auf einem Zaunpfosten vor einer Kirche.
Meine Rubrik „Naturbeobachtung“ im Kulturspatz

Jetzt kann der goldene Oktober kommen!

Lichtwechsel und Landschaft


Der Oktober lädt ein, mit offenen Sinnen durch die Landschaft zu streifen. Selbst wenn Nebel über die Rottauen zieht, entfaltet der Herbst seinen stillen Zauber: Goldenes Laub, klare Luft und das sanfte Licht über den Rottaler Hügeln schaffen eine besondere Atmosphäre. Spaziergänge durch die Lugenz oder die offenen Landschaften werden jetzt zu sinnlichen Erlebnissen – begleitet von letzten Blüten wie Flockenblume und Ehrenpreis.


Zugvögel und stille Begegnungen


Ein Höhepunkt des Monats ist der Vogelzug: Seit wenigen Jahren ziehen sogar Kraniche über Bad Birnbach gen Süden. Ihre trompetenden Rufe hallen über die Felder, wenn hunderte dieser eleganten Vögel in großen Formationen am Himmel erscheinen. Auch Starenschwärme, Graugänse und Silberreiher sind jetzt gut zu beobachten. Rehe schließen sich zu „Sprüngen“ zusammen und sind in den frühen Morgenstunden auf den Hügeln zu sehen.


Leben unter der Oberfläche


Wer vom Holzsteg über dem Birnbach ins Wasser schaut, entdeckt auch unter Wasser Bewegung: Bis zu zehn Fischarten – darunter Karpfen, Döbel, Barsch und Hecht – sind in der Rott aktiv. Während sich viele Arten auf die Winterruhe vorbereiten, nutzen Raubfische die kühleren Temperaturen zur Nahrungssuche.


Einladung zum Entdecken: Ob wandernd, radelnd oder einfach verweilend – der Oktober in Bad Birnbach bietet bunte und bewegende Naturerlebnisse.

Ein Reh steht in einem grünen Feld und schaut neugierig in die Kamera.
Das schmeckt! Gourmet-Reh in den Rottaler Hügeln
Zwei Personen stehen auf einer Holzbrücke, umgeben von grünen Bäumen und einem klaren Himmel, und schauen in die Ferne.
Unterwegs an der Rott
Ein Greifvogel sitzt auf einem Strommast mit einer Uhr im Hintergrund.
Mäusebussard vor dem Kirchturm in Bad Birnbach

Wandern in kristallklarer Stille

A serene landscape in the Bavarian Forest National Park, featuring a mix of tall, leafless trees and vibrant greenery, with a fallen log in the foreground and a decaying tree stump to the side.
Eine Natur, die zum Träumen einlädt

In the Bavarian Forest National Park

Nach drei Tagen im Nationalpark Bayerischer Wald fühle ich mich wie reingewaschen. Die Luft ist jetzt im Frühherbst glasklar, rein wie Quellwasser, und beim Wandern hatte ich manchmal das Gefühl, mich durch klares Wasser zu bewegen. Mitten im Wald war es so still, dass ich auch dort „Wasser-Assoziationen“ hatte – als wäre ich am Grund eines Ozeans. Immer wieder holte mich der Schrei eines Eichelhähers oder das plötzliche Rauschen des Windes aus den meditativen Gedanken, die beim Gehen ganz von selbst kommen.

Mal bin ich allein gelaufen, mal mit Berndt. Durch die Wälder beim Falkenstein, über die Bayerisch-Böhmische Grenze, vorbei an alten Baumskeletten und rauschenden Bächen. Die vielen Flechten, Moose, Farne und Pilze lenken den Blick ständig auf spannende Details. Besonders mag ich die Trompetenflechte mit ihren kleinen, mehligen Bechern. Sprudelndes, wildes Wasser umspült glänzende Steine; das Blau des letzten Vergissmeinnichts blitzt hier und da auf; nackte Stämme glänzen mal ledern, mal silbern. Ich bin so dankbar, dass es diese Oase gibt, in der Pflanzen in Ruhe wachsen und vergehen dürfen.

Zum Schluss waren wir noch im Haus zur Wildnis im Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal – darüber möchte ich in einem meiner nächsten Beiträge berichten. Auch die Auerochsen im angrenzenden Tier-Freigelände konnten wir sehen. Insgesamt waren diese drei Tage wie ein Eintauchen in stille Natur. Jetzt im Frühherbst besonders reizvoll, finde ich. Anbei einige Foto-Impressionen.

Eine Person steht am Ufer eines klaren Teiches im Nationalpark Bayerischer Wald, umgeben von üppigem Grün und Bäumen. Die Person winkt und trägt eine Jacke sowie einen Rucksack.
Wandern im Frühherbst in herrlicher Natur

FR: Après trois jours passés dans le parc national de la Forêt bavaroise, je me sens comme purifiée. L’air, en ce début d’automne, est d’une limpidité cristalline, pur comme l’eau de source, et en marchant, j’avais parfois l’impression de me déplacer dans une eau claire. Au cœur de la forêt, le silence était tel que j’avais là aussi des « associations aquatiques » – comme si j’étais au fond d’un océan. De temps en temps, le cri d’un geai ou le bruissement soudain du vent me ramenait des pensées méditatives qui viennent d’elles-mêmes en marchant.

Im Video:

Glücklich im Wald – der Nationalpark im September

Eine Frau steht auf einer Holzbrücke im Bayerischen Wald Nationalpark, umgeben von grünen Bäumen und herbstlichen Blättern.
Wald macht mich glücklich – Insbesondere ein natürlicher Wald wie derjenige vom Nationalpark Bayerischer Wald

Bavarian Forest National Park
Der Geruch von Moos – Harzperlen auf einem Baumpilz – Eine Schnecke, die sich im toten Stamm eingekringelt hat – das Rauschen des Wildbachs…Und das wunderbare Gefühl, frei zu sein, wieder Kind zu sein und wie damals in den Ferien bei der Oma durch die Wälder zu streifen…

Ein fließendes Wasser plätschert über einen moosbedeckten Baumstamm im Bayerischen Wald, umgeben von herbstlichen Blättern.
Der Wildbach im Abendlicht
Kurze, beruhigende Eindrücke einer Wanderung im Bayerischen Wald

Romantische Stimmung an der Rott

Ein weißer Reiher sitzt auf einem Ast, umgeben von grünen Blättern und roten Beeren im Hintergrund.
Der seltene Seidenreiher (Egretta garzetta) heute an der Rott – Aigrette garzette le long de notre rivière en Bavière

Im Frühherbstlicht war der heutige Spaziergang an der Rott besonders romantisch. Die Reiher wirkten wie wilde und gute Geister am Wasser.

FR: Sous la lumière du début d’automne, la promenade d’aujourd’hui le long de la rivière Rott en Bavière était particulièrement romantique. Les hérons semblaient être des esprits sauvages et bienveillants au bord de l’eau.

Ein großer, weißer Reiher steht im ruhigen Wasser der Rott, umgeben von grünem Schilf und Bäumen. Das Licht des frühen Herbstes spiegelt sich im Wasser.
Silberreiher (Ardea alba) Grande Aigrette