Wald macht mich glücklich – Insbesondere ein natürlicher Wald wie derjenige vom Nationalpark Bayerischer Wald
Bavarian Forest National Park Der Geruch von Moos – Harzperlen auf einem Baumpilz – Eine Schnecke, die sich im toten Stamm eingekringelt hat – das Rauschen des Wildbachs…Und das wunderbare Gefühl, frei zu sein, wieder Kind zu sein und wie damals in den Ferien bei der Oma durch die Wälder zu streifen…
Der Wildbach im Abendlicht
Kurze, beruhigende Eindrücke einer Wanderung im Bayerischen Wald
Der seltene Seidenreiher (Egretta garzetta) heute an der Rott – Aigrette garzette le long de notre rivière en Bavière
Im Frühherbstlicht war der heutige Spaziergang an der Rott besonders romantisch. Die Reiher wirkten wie wilde und gute Geister am Wasser.
FR: Sous la lumière du début d’automne, la promenade d’aujourd’hui le long de la rivière Rott en Bavière était particulièrement romantique. Les hérons semblaient être des esprits sauvages et bienveillants au bord de l’eau.
Gestern haben wir mal wieder einen wunderschönen Ausflug auf die tschechische Seite in den Böhmerwald ( Nationalpark Šumava und Biosphärenreservat ) gemacht. Dort sind wir durch meine Lieblingswiese, einer sehr artenreichen Bergwiese – eingebettet zwischen bewaldeten Hügeln gegangen. Am Ende des Weges haben wir die Erinnerungstafel des „Arztes mit dem Pferd“ besucht, aber davon weiter unten…
Nadia und Berndt im Böhmerwald
Der Wind wehte die seidigen Haare (Pappus) der Kratzdisteln über die ganze Ebene, während Falter und Wildbienen durch die noch warme Luft schwirrten. Wir haben bei fast jedem Kraut genau hingeschaut und konnten so einige erkennen. Bei anderen half die Pflanzen-App. Hier eine kleine und absolut unvollständige Liste der teilweise duftenden Schönheiten mit ihren spannenden Namen:
• Wiesen-Augentrost (Euphrasia officinalis)
• Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
• Bergwiesen-Frauenmantel (Alchemilla monticola)
• Blutwurz (Potentilla erecta)
• Gemeiner Wirbeldost (Clinopodium vulgare)
• Gemeiner Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
Dolden-Habichtskraut, Rainfarn und viele Arten von Glockenblumen, Farnen, Disteln, Klee und Ampfern.
Wiesen-Augentrost (Euphrasia officinalis)Gemeiner Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)Wildbiene auf HabichtskrautDer Farn ist höher als ichKarthäusernelkeDas alte Forsthaus mitten im Wald. indem der beliebte Arzt MUDr. Kostrouch lebte. Leider zerfällt das schöne Monument
Hier noch ein Video. Zuletzt erzähle ich darin noch vom „Arzt mit dem Pferd“, der jahrzehntelang (in den Jahren 1964 bis 1993 ) seine Patienten im Wald mit dem Pferd besuchte. Er wohnte in einem Forsthaus, das jetzt langsam zerfällt. Bis heute erinnern sich diejenigen, die ihn gekannt haben, mit Dankbarkeit an ihn. In zweiter Ehe hatte er die Nichte von Franz Kafka geheiratet. Ich hatte schon einmal von ihm berichtet: Eine wahre Legende im Böhmerwald
Als Erinnerung hatte ich ein Aquarell von ihm gemalt. Dass sein Pferd braun war, weiß ich von Zeitzeugen wie Radovan Holub, der in jenen Jahren seine Sommerferien in der Gegend verbrachte:
Der „Arzt mit dem Pferd“ lebte in einem Forsthaus mitten im Wald und ritt zu seinen Patienten
Nachgezüchtete Auerochsen (Heckrinder) in Auerbach
Unsere Auszeiten nehmen wir gerne im Bayerischen Wald. Gestern sind wir im Nationalpark gewandert und danach noch einen Stück Weg im Naturpark Bayerischer Wald bei Zwiesel spazieren gegangen. Hier einige Eindrücke.
Ameisenweg im Nationalpark – ZwieslerwaldhausMystisch schön: Die Bäche im WaldPanoramaweg Innenried bei ZwieselAlt, aber funktionsfähig
In der Sonne blitzen die Augen der Fische im grünen Wasser golden auf. Was sie wohl denken? Können sie träumen? Pflegen sie im Schwarm besondere Freundschaften? Das habe ich mich gefragt.
Wer von der kleinen Holzbrücke im Kurpark in den Birnbach schaut, da wo er in die Rott fließt, kann gerade jetzt viele junge Fische beobachten. Genau das haben Berndt und ich gestern gemacht. Ich war fasziniert von der Schönheit dieser Tiere. Die Arten kenne ich nicht. KI hat mir zugeflüstert, es könnte sich bei den meisten Fischen auf den Fotos um Döbel (Squalius cephalus) handeln. Und so standen wir auf der Brücke und haben lange den Fischen zugeschaut.
Wir zwei auf der Holzbrücke an der Rott
Am Abend stieg der Mond in den Himmel. Ich habe versucht, ein Foto zu machen und …es ist gelungen. Man sieht sogar die Krater!
Der Mond mit seinen uralten Kratern
Ich habe versucht zu verstehen, wie groß diese Krater sind. Anscheinend sind die meisten Einschlagskrater 20 bis 80 Km breit und sind vor etwa 4 Milliarden Jahre entstanden. Und diese Krater können alle Menschen bei guten Vollmondnächten sehen. Das finde ich sehr bewegend.