Frühlingserwachen: Aurorafalter und Vogelbeobachtungen

Ein Aurorafalter mit orangefarbenen und weißen Flügeln sitzt auf einem grünen Blatt, umgeben von hohem Gras.
Aurorafalter/ Piéride du cresson (Anthocharis cardamines)

Wenn Aurorafalter einen umschwirren, die Kirche im Blütenmeer versinkt, die Goldammer gen Himmel schaut und der Hausrotschwanz einem ein Ständchen bringt, während der Turmfalke über einem rüttelt, dann…weiß man, dass Frühling ist!

Wenn Aurorafalter umherschwirren, die Kirche in einem Blütenmeer versinkt, die Goldammer gen Himmel blickt und der Hausrotschwanz sein Lied singt, während der Turmfalke über einem in der Luft steht, dann weiß man, dass Frühling ist!

Ein Aurorafalter sitzt auf einer kleinen Blume, umgeben von grünem Gras.
Aurora Männchen fallen durch den gut sichtbaren orangefarbenen Fleck auf den Vorderflügeln auf.
Blick auf eine bunte Kirche, umgeben von blühenden Bäumen im Frühling.
Kirche in Bad Birnbach im Blütenmeer
Eine Goldammer sitzt auf einem dünnen Ast vor einem blauen Himmel.
Goldammer (Emberiza citrinella)
Silhouette of a bird perched on a branch with new spring leaves against a clear sky.
Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)
Ein Turmfalke im Flug vor einem blauen Himmel.
Turmfalke (Falco tinnunculus)

Frühlingsspaziergang – Spring walk

Ein Meer von Gänseblümchen

Jetzt kann man ihn wirklich nicht mehr übersehen, den Frühling! Die Sonne scheint, die Frösche quaken wie verrückt, der Storch stolziert neben dem Traktor her, um reichliche Nahrung im geeggten Feld zu finden, die ersten Blätter sprießen und es zwitschert überall! Hier im Bad Birnbacher Kurpark – 12.04.2025.

Aha, hier gibt es leckere Würmer und Schnecken…Storch und Landwirtschaft
Liebestolles Gequake am Teich
Ein Star vor seiner Bruthöhle

Und hier im Video:

Zauberzeit Frühling

Schwalben im „wilden Eck“

Jetzt beginnt wieder die „Zauberzeit“! Spaziergang an der Rott.

Endlich wird es grün!
Turmfalke zwischen „Kätzchen“
Ab jetzt wird´s immer schöner, juchuu!

Geliebte Wildtiere – Mauswiesel und Bisamratte

Quicklebendig und voller Energie: Der Mauswiesel

Geliebte Wildtiere – Mauswiesel und Bisamratte. Wie dankbar bin ich, dass wir gestern gleich zwei dieser faszinierenden Naturwunder aus nächster Nähe bestaunen durften. Möge ihnen viel Glück und Kraft in unserer oft zerstörerischen Menschenwelt beschieden sein…

Das Mauswiesel ist nicht nur ein wunderschönes Geschöpf, sondern erfüllt auch eine bedeutende ökologische Aufgabe, indem es Nagetierpopulationen reguliert. Leider ist es in fast ganz Deutschland als gefährdet eingestuft und wird in Thüringen sogar auf der Roten Liste geführt. Dennoch gehört es beispielsweise in Bayern weiterhin zu den jagdbaren Arten. Der NABU kritisiert dies mit deutlichen Worten: „Es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum das flinke Raubtier im Jagdgesetz stehen muss.“

Auch die Bisamratte bleibt von Feinden nicht verschont. Zum ersten Mal hatte ich die Gelegenheit, eine aus nächster Nähe zu beobachten. Ich war beeindruckt von ihrem dichten, glänzenden Fell, das mich unweigerlich an das eines Nerzes erinnerte. Besonders beeindruckend sind auch die feinen „Hände“, finde ich.

Wunderschöne Bisamratte
Hellwach und blitzschnell – Mauswiesel/ Belette (Mustela nivalis)
Bisamratte (Ondatra zibethicus)
2 Minuten Wildnis in Niederbayern

Vorfrühling im Chiemgau

Noch etwas kühl, aber immer schön, diese mystische Atmosphäre am See…

Wenn das Herz mir übergeht vor lauter schönen Eindrücken, muss es Worte finden, um die Gefühle und Gedanken, die in alle Richtungen auseinander zu brechen drohen, wieder zu bündeln.

Heute fiel immer wieder schlagartig strahlendes Licht vom Himmel, als könne es sich nicht mehr zurückhalten, um gleich darauf von strenger Hand hinter dunklen Wolken zurückgedrängt zu werden. Es ist erst Vorfrühling, flüstert der Herrscher.

Als wir losfuhren, stieg der klagende Ruf der Greifvögel über dampfende Berge, deren Gipfel anmuteten wie der vereiste Pelz eines Braunbären.

Dann aber – am See – reißen blaue Schleier zwischen den Bergrücken auf, um kurze Blicke auf weite Täler zu gewähren. Unten am Steg patrouillieren Blässhühner-Trupps wie Soldaten in schwarzen Uniformen mit weißen Abzeichen, die sich synchron und langsam nach geheimen Plänen bewegen. Zwei Mädels stehen auf dem Steg und lassen ihre langen Haare im noch kalten Wind wehen.

Lärchentafeln auf dem Dach – Kirchen im Chiemgau

Hübsche Kirchen mit ziegelroten Blumenmotiven an der Fassade und lärchengetäfelten Dächern erzählen fröhlich davon, dass Religion nicht nur vom strafenden Vater spricht, sondern auch von der liebevollen und freudigen Frau. Die Kirchen, die Schönen, mit ihren geheimnisvollen Friedhöfen, auf denen einem Katzen entgegen schnurren, sie übersehen milde die Geschmacklosigkeit der neuen Siedlungen und überhören geduldig den Lärm der Straßen.

Der kirchliche Friedhof befindet sich direkt an der Kirche Rabenden. Historische Grabkreuze

Die Alz rollt schäumend über flache Steine und mimt den wilden Gebirgsfluss, ich glaub‘s ihr nicht und lache sie an. Nicht weit entfernt zeigt ein Acker stolz die Schwärze seines fetten Bodens. An Wälder gedrängt liegen Moorwiesen, wild noch, aber durchzogen von tiefen Narben, den Entwässerungsgräben.

Noch einmal zurück zum See und sehen, wie schön die Spießenten sind mit ihrem weißen Band am Kopf. Diesmal sind sie so nah! Dass sie gar so schön sind, das wusste ich nicht, das macht mich glücklich. Und vom zerfurchten Stamm einer Schwarzpappel herunter ruft mir ein Kleiber zu, dass er schon Kinder hat.

Ein Kleiber vor seiner Höhle. Er hat schon Nachwuchs.
So nah hatte ich Spießenten (Anas acuta) noch nie erlebt.
Dampfende Berge
Farbenspiel

Und hier im Video: