Hoffnung auf Frieden: Gedanken beim Morgenspaziergang

Buntspecht (Dendrocopos major, Syn.: Picoides major) 

Gedanken beim Morgenspaziergang


Mücken tanzen rhythmisch im Licht, während Menschen in Kriegen sterben, Ob es jemals anders sein wird? Manchmal ertappt man sich dabei zu hoffen, die Menschheit käme „endlich zur Vernunft“ oder stürbe aus.


Das Herz zieht sich zusammen vor den Bildern von Tod und Verwüstung. Und irgendwie ahne ich, es wird immer so sein und war immer so. In tausend Jahren werden noch Mücken im Licht tanzen, während Menschen sich gegenseitig quälen. Ich sehe den Buntspecht. Mein Herz geht auf. Und ich denke: Wir können eigentlich nur eines tun – auf Frieden hoffen.

Rottaler Landschaft
Tröstende Natur

Les moustiques dansent rythmiquement dans la lumière, tandis que des hommes meurent dans des guerres. Est-ce que cela changera un jour ?

Parfois, on se surprend à espérer que l’humanité finisse par « devenir raisonnable » — ou qu’elle disparaisse.

Le cœur se serre face aux images de mort et de dévastation. Et quelque part, je pressens que cela a toujours été ainsi, et que cela le sera toujours.

Dans mille ans, les moustiques danseront encore dans la lumière, tandis que les hommes continueront à se tourmenter les uns les autres. Je vois le pic épeiche. Mon cœur s’ouvre. Et je me dis : Nous ne pouvons, en vérité, faire qu’une seule chose — espérer la paix.

Wildtiere machen glücklich! Morgenspaziergang mit Rehen

Zwei Rehböcke springen über ein abgeerntetes Getreidefeld.
Ein Rehbock in der Brunftzeit/ Un brocard en juillet

Schöner kann ein Tag gar nicht beginnen! Beim Morgenspaziergang flitzten mir zwei Rehböcke über die abgeernteten Getreidefelder entgegen. Es ist Brunftzeit und so sind sie besonders aktiv. Dann umschwirrte mich trillernd ein Schwarm Bluthänflinge (Linaria cannabina). Und ganz früh am Morgen, baute eine Igelmama in unserem kleinen Garten ein Nest. Ich fühle mich gesegnet!

Zwei Rehböcke springen über ein abgeerntetes Getreidefeld mit einem Bauernhaus im Hintergrund.
Zwei Böcke jagen sich – Deux brocards se poursuivent
Ein Bluthänfling sitzt auf einem Nadelbaumzweig vor klarem blauen Himmel.
Bluthänfling/ Linotte mélodieuse (Linaria cannabina)
Ein Igel, der im Garten nach Laub sucht, umgeben von Pflanzen und Gräsern.
Und hier der Igel beim Nestbau / Le hérisson en train de construire son nid

Und hier noch ein kurzes Video, das den Igel beim Laubsammeln zeigt:

Lors de ma promenade matinale, deux brocards ont surgi en courant à travers les champs de céréales déjà récoltés. C’est la saison du rut, et ils sont particulièrement actifs. Puis, un vol de linottes mélodieuses (Linaria cannabina) m’a entourée en lançant leurs trilles. Et tout tôt le matin, une maman hérisson construisait un nid dans notre petit jardin. Je me sens heureuse!

Vogelbeobachtung am Rottauensee

Zwei Flussseeschwalben sitzen auf einem Felsen im Rottauensee, umgeben von Wasser.
Junge Flussseeschwalben (Sterna hirundo), die auf dem Brutfloß geschlüpft sind

Heute war es am Rottauensee besonders schön! Und wir kamen mit reicher Foto-Beute heim: Ein Pirol, das Nest eines Haubentauchers, die jungen Flussseeschwalben vom Nist-Floß, das sieht man nicht alle Tage!

(Flussseeschwalben (Sterna hirundo) werden in der Rote Liste Bayern als gefährdet geführt. Da sie kaum noch geeignete Brutflächen finden, werden ihnen künstliche Brutflöße angeboten. Eines davon ist auch auf dem Rottauensee zu finden und wird vom LBV Rottal-Inn betreut.)

Ein Pirol sitzt auf einem Ast vor blauem Himmel.
Ein Pirol (Oriolus oriolus) Man hört ihn oft und sieht ihn selten
Ein Nest mit drei Eiern, umgeben von twigs und Wasserpflanzen, in einem Gewässer.
Das Nest eines Haubentauchers (Podiceps cristatus)

Hier in Action:

Skorpionsfliege und Neuntöter: der artenreiche Lugenz-Wald

Ein männlicher Neuntöter sitzt auf einem abgeblätterten Baumstamm vor einem hellblauen Himmel.
Ein Neuntöter späht in der Lugenz nach Beute

Gestern sind wir bei schönstem Frühsommer-Licht in der Lugenz auf die Pirsch gegangen. Der Wald ist nach dem Borkenkäfereinfall vor einigen Jahren lichter geworden, was ihn umso artenreicher macht und blühenden Sträuchern Platz gewährt: Holunder und Brombeere blühen gerade um die Wette. Überall entsteht neues Leben.

Wir haben auch eine Skorpionsfliege und einen Neuntöter entdeckt. Ihre Namen mögen furchteinflößend klingen, doch das einzig Gefährliche an ihnen ist tatsächlich nur die Bezeichnung.

Eine Skorpionsfliege sitzt auf einem grünen Blatt in einem üppigen, grünen Wald.
Gemeine Skorpionsfliege (Panorpa communis)

Die Gemeine Skorpionsfliege (Panorpa communis), eine weit verbreitete Art der Schnabelfliegen in Europa. Besonders auffällig bei den Männchen ist ihr nach oben gebogenes Genitalorgan, das an den Stachel eines Skorpions erinnert – daher ihr Name.

Die Skorpionsfliege ernährt sich von toten Insekten, Pflanzenteilen und gelegentlich auch von Früchten. Sie bevorzugt feuchte Lebensräume wie Wälder und Waldränder. Ihre netzartig geäderten Flügel sind mit dunklen Flecken versehen, was ihr ein charakteristisches Erscheinungsbild verleiht. Trotz ihres furchteinflößenden Namens ist sie weder gefährlich noch giftig.

Ein Neuntöter (Lanius collurio) sitzt auf einem Ast mit blaugrauen Himmel im Hintergrund. Das Männchen hat eine schwarze Augenmaske und einen hellen, rosafarbenen Körper.
Neuntöter – Pie-grièche – (Lanius collurio)

Wir hatten die Ehre und das Glück, einen Neuntöter (Lanius collurio) beobachten und bewundern zu dürfen. Er sitzt auf seiner Ansitzwarte. Hier ein Männchen mit schwarzer Augenmaske. Er spießt Beutetiere oft an Dornen oder spitzen Seitenästen auf, um sie zu zerteilen oder als Vorrat zu halten. Dieser außergewöhnlichen Eigenart verdankt er seinen Namen. Früher nahm man fälschlicherweise an, er müsse stets neun Tiere aufspießen, bevor er eines verzehre.

Zu seinen wichtigsten Niststräuchern zählen Brombeere, Schlehe, Weißdorn und Heckenrose. Und all diese Büsche gibt es nun im Wald, der durch den Borkenkäfer lichter geworden ist.

Zwei Wanderer stehen vor einem Holzschild mit verschiedenen Wanderwegen im Wald.
Wir zwei auf dem Klimapfad-Lugenz – Hier gibt es immer etwas zu entdecken
A scenic view of a lush green valley surrounded by rolling hills and forests, with a small village nestled at the foot of the trees under bright, sunny skies.
Blick auf das Rottal

Und hier die Wanderung im Film:

Flussseeschwalben und Schmetterlinge

Flussseeschwalben – Sternes pierregarins – Sterna hirundo

Das Flussseeschwalben-Paar ist wieder an der Rott! Ich freue mich sehr, dass sie wieder hier sind. Denn Flussseeschwalben (Sterna hirundo) sind stark gefährdet und ich finde es toll, dass sie anscheinend jedes Jahr hier brüten. Ob sie jemals Bruterfolg hatten, weiß ich nicht. Auf dem Rottauensee gibt es ein kiesbeschichtetes Brutfloß, auf dem jedes Jahr Küken flügge werden. Denn sie brauchen eigentlich ungestörte Kies- und Schotterbänke an Flüssen und Seen, um dort auf dem Boden zu nisten.

FR: Le couple de sternes pierregarins est de retour sur la Rott, notre rivière ! Je suis très heureuxse de les revoir ici. En effet, les sternes pierregarins (Sterna hirundo) sont fortement menacées, et je trouve formidable qu’elles semblent nicher ici chaque année. Je ne sais pas si elles ont déjà réussi à élever des petits. Sur le lac Rottau, il y a un radeau de nidification recouvert de gravier, où des poussins prennent leur envol chaque année. Car elles ont normalement besoin de bancs de gravier et de galets préservés le long des rivières et des lacs pour nicher au sol.

Kleiner Feuerfalter
Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) – Argus à bandes noires

Umschwirrt von Schmetterlingen und begleitet von den Rufen von Kuckuck und Pirol, schritten wir heute feierlich durch Glockenblumen und Lichtnelken, die sich uns – leise grüßend – zuneigten. Der Seidenreiher machte ein paar Tanzschritte dazu und so war es einfach perfekt in der Zauberwelt vor unserer Haustüre!

Wiese an der Rott