Kunst-Tausch in der Töpferei-Werkstatt in Ried, Bad Birnbach
„L´art pour l´art », das bedeutet auf Französisch: Kunst als Selbstzweck
Wörtlich übersetzt heißt es aber Kunst für die Kunst. Und ich interpretiere das mal neu als Kunst-Tausch: Kunst gegen Kunst – das ist einfach ein schönes Konzept!
Heute habe ich Carina Hieringer ein Aquarell-Portrait gebracht und durfte mir dafür in ihrem lustigen Verkaufswagen in Ried eines ihrer tollen „Krafthaferl“ aussuchen. Ein Töpfer-Kunstwerk in delikaten Erdtönen, aus dem der Kaffee so gut schmeckt!
Gestern waren wir im Nationalpark Bayerischer Wald wandern. Denn es wird bald kalt werden und wir wollten noch die Wärme eines schönen Frühherbst-Tages im Wald erleben. Wir waren im Lusen-gebiet und es war wieder einmal zauberhaft. Das bekannte Motto des Nationalparks „Natur Natur sein lassen“ – ohne menschliche Eingriffe in den Kernzonen – hat bewirkt, dass der Wald gesünder und schöner ist als dort, wo er „gepflegt“ wird.
Im Oktoberlicht leuchteten insbesondere die Ahorne und das Heidelbeer-Gestrüpp.
Unsere Eindrücke habe ich im Video festgehalten.
Ein „Urwald“ entsteht Das Kreuz als Erinnerung an die Wallfahrten nach Heiligenberg
Frühherbst im Bayerischen Wald / Early autumn in the Bavarian Forest
Fraisenkette und Frais-Brief im Heimatmuseum Simbach am Inn
Heimatmuseen sind wichtig, um die Welt zu verstehen, in der wir leben. Das habe ich jetzt wieder erlebt.
Letztens las ich nämlich in einem Buch, in dem ein Kind vorkommt, das im Jahr 1825 „von der „Fraiß“ heimgesucht wurde und daran starb, obwohl sein Vater den „Fraißbrief“ gelesen hatte.
Fraiß, Frais, Fraisbrief, was ist denn das? – habe ich mich gefragt.
Auszug aus der Schrift „Der Vierseithof des Mittermayr zu Riedertsham – Schriftenreihe des Bayerischen Landesamtes für Denkmalschutz – Hier kann man lesen, dass das Kind stirbt, obwohl der Vater den „Faißbrief“ über dem Kind gelesen hat.
Gestern haben wir das Heimatmuseum in Simbach am Inn besucht und siehe da, da war schon die Antwort! Da lag nämlich eine „Fraisenkette“ neben einem „Frais-Brief“. Nun weiß ich also, dass „Frais“ oder „Fraiß“ eine Bezeichnung für bestimmte Krankheiten war, die Krämpfe und Fieber auslösen konnten. Diese konnten für Kinder, aber auch für alte Menschen tödlich enden.
Als Schutz und zur Abwehr trugen Kinder im 19. Jahrhundert sogenannte „Fraisenketten“ und die Eltern verlasen über ihnen den Frais-Brief, ein Dokument, das sowohl die Krankheit, als auch Dämonen und alles Negative abwehren sollten.
Interessant finde ich, dass Kinder in vielen Ländern teilweise bis heute schützende Ketten und Amulette tragen. In Italien gilt bis heute ein Kettchen aus roten Korallen als beschützend. Im Senegal ist es üblich, Kleinkindern ein kleines Amulett, indem meist auch ein „Schutzbrief“ steckt, anzuhängen.
Ich freue mich, über Umwege wieder etwas Interessantes erfahren zu haben. Das Heimatmuseum in Simbach kann ich auch nur wärmstens empfehlen, es ist sehr professionell und umfangreich gestaltet. Es gibt viel Info über die Zeit der Industrialisierung, aber eben auch über Volksglauben. Tier-Votive aus Eisen zum Schutz von Vieh und Pferden haben mich besonders berührt: Ich finde, sie erinnern an Kunstwerke Giacomettis, der sich ja auch von der Kunst der Etrusker hat inspirieren lassen.
Eiserne Votivtiere zum Schutz von Vieh und Pferden – Heimatmuseum Simbach am InnSehr zu empfehlen: Das Heimatmuseum in der Innstraße in Simbach am Inn
Das Buch, das ich oben erwähne ist aus der Schriftenreihe des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege – Nr. 6 „Der Vierseithof des Mittermayr zu Riedertsham“, Autor: Mathias Ueblacker
Welch eine Freude, dass der traditionelle Herbstmarkt endlich wieder stattfinden durfte! Und das bei schönstem Sonnenschein, mit guter Laune und Musik. Besonders toll finde ich die Direktvermarkter-Stände hinten beim Rathaus. Da bekommt man eine Vielfalt von regionalen Produkten.
Autumn market in Bavaria / Notre grand marché annuel
Der traditionelle Herbstmarkt in Bad Birnbach ist immer gut besuchtDie Feuerwehrkapelle Unterzeitlarn
Eindrücke des Herbstmarktes mit Volksmusik und den Ständen der Direktvermarktern
Es war so schön heute! Wir haben eine kleine Wanderung in der Umgebung gemacht, das Licht war herrlich!
Nous avons fait une petite randonnée dans nos environs en Basse-Bavière, la lumière a été merveilleuse!
Short walk in our surroundings in Lower Bavaria in a beautiful autumnal light.
Eine romantische Wanderung bei Langwinkl im RottalSo eine schöne alte Eiche im Rottal bei Langwinkl!Blauer Himmel und viel SonneIch liebe diese alten angemalten Holzpfosten am StraßenrandRottaler Landschaften: einfach schön!