Ein Fremdstorch auf dem Kirchendach in Bad Birnbach
Glaube und Fruchtbarkeit – Heute waren beide Symbole auf dem Kirchendach in Bad Birnbach vereint. Es kam nämlich wie in den vergangenen Jahren wieder Fremdstörche, die am bereits besetzten Horst auf dem alten Brauereikamin Interesse haben. Nachdem sie den Altvogel im Storchennest attackiert hatten, setzte sich einer vor das Kreuz und klapperte, um seinen Partner anzuziehen.
Inzwischen gibt es immer mehr Weißstörche in der Region. Weitere Nisthilfen wären bestimmt nicht verkehrt, oder?
Er blieb lange da oben und klapperte eifrigKampf um den Horst auf dem alten Brauereikamin
Es sieht so aus, als hätten die Birnbacher Störche vielleicht schon angefangen zu brüten. Die Brutzeit dauert etwa 33 Tage. Die Kleinen sieht man allerdings erst, wenn sie ihre Köpfchen über den Nestrand heben können. Das war in den letzten Jahren meist gegen Anfang Mai. Hoffentlich klappt alles, dann dürfen wir bald wieder raten, wie viele Jungstörche es sind.
Wieder einmal durfte ich in der Rubrik „Naturbeobachtung“ im Bad Birnbacher Kulturspatz berichten:
Unsere Natur im August – Reifes Obst und schöne Sichten
Dass Streuobstwiesen nicht nur landschaftsprägend sind, sondern auch artenreiche Biotope, ist inzwischen bekannt. Gut, dass es mitten im Bad Birnbacher Kurgebiet diese ästhetisch und ökologisch wertvollen Oasen gibt! Jetzt sind sie auch besonders schön: Die ersten reifen Äpfel und Zwetschgen hängen nun zahllos und bunt an den Ästen.
Über den gemähten Wiesen rüttelt der Turmfalke und späht nach Mäusen, und die gelben Blüten der Königskerze säumen die Wege. In der Vogelwelt wird es insgesamt ruhiger; als erste Zugvögel reisen Pirol und Mauersegler ab. Wer genau hinschaut, kann allerdings an der Rott immer wieder seltene Vögel wie den Waldwasserläufer oder die Gebirgsstelze entdecken. Ein Fernglas lässt den Spaziergang an den Rottauenwegen zum Abenteuer werden. Keinen Feldstecher braucht man, um einen Blick auf die Bad Birnbacher Störche zu erhaschen, die sich immer wieder auf den Wiesen des Kurortes zeigen. In diesem Jahr sind zwei Jungstörche aus dem Nest auf dem Brauereikamin flügge geworden.
Im zauberhaften Licht des Hochsommers sind nun die Sichten auf die Rottaler Hügel von den vielen Wanderwegen aus zu bewundern. Text und Fotos: Nadia Baumgart
Ein Bläuling auf der BlühwieseRauchschwalben-Kinder haben HungerUnsere StreuobstwiesenEin aufmerksamer Feldhase im StoppelfeldEin Birnbacher Storch unterwegs