Das Rottal – wie ich es liebe

Aquarellmalerei eines Buswarteplatzes mit einem Vogel auf einem Schild. Im Hintergrund sind Bäume und eine Wiese zu sehen.

Das Rottal – wie ich es liebe.


Zurzeit überarbeite ich einige Aquarelle, die ich vor Jahren gemalt habe – auch dieses hier gehört dazu. Die Szene habe ich damals genau so erlebt: ein kleines altes Holzhäuserl, ein schiefes Haltestellenschild, ein Greifvogel darauf und diese besondere Ruhe am Waldrand. Wo es genau war, weiß ich nicht mehr; es war jedenfalls auf einer Wanderung, die damals noch von Josef Kagerer geführt wurde. Viele meiner Bilder entstehen aus solchen Momenten, die mich berühren und begleiten.


Und jeden Tag bin ich dankbar, nicht mehr in einer Großstadt leben zu müssen.

EN: I’m currently revisiting some watercolours I painted years ago – including this one. I experienced the scene just as it appears here: a small old wooden hut, a crooked bus‑stop sign, a bird of prey on top, and that quiet stillness at the forest’s edge. I no longer remember the exact place; it was during a hike once led by Josef Kagerer. Moments like these inspire many of my paintings

And every day I’m grateful not to be living in a big city anymore.

Herbststimmung – Spaziergang an der Rott

Ein Graureiher steht am Ufer inmitten von grünen Pflanzen, reflektiert im stillen Wasser.
Ein aufmerksamer Graureiher – heron

Gestern haben wir einen schönen Spaziergang in den Rottauen gemacht. Noch ist es nicht kalt, aber der Herbst ist nun deutlich spürbar. Die roten Beeren des Weißdorns, die gelben Eichenblätter, die Graureiher am Wasser, all das stimmt ein auf die dritte Jahreszeit.

An der Rottalbahn-Strecke finden derzeit (Oktober 2025) Bauarbeiten zur Modernisierung der Strecke zwischen Passau und Pfarrkirchen statt, diese blaue Lokomotive ist eher unüblich auf dieser Strecke.

Eine blaue Lokomotive fährt entlang einer grünen Wiese, während ein Arbeiter mit orangefarbener Weste aus dem Führerstand schaut. Im Hintergrund sind Bäume und ein Haus mit rotem Dach zu sehen.
Haus und Bahn
Eine panoramische Ansicht des Rottal mit spiegelndem Wasser, umgeben von Bäumen und üppigem Gewächs, das die herbstliche Stimmung widerspiegelt.
Herbstliche Spiegelungen

Besuch bei der Lieblingseiche

A watercolor painting depicting a couple walking hand in hand on a path surrounded by trees, with a vibrant sunset in the background and birds flying nearby.
Aquarelle – Die alte Eiche – Watercolorpainting – Hiking to the favorite oak tree – Aquarellmalerei

Wandern in kristallklarer Stille

A serene landscape in the Bavarian Forest National Park, featuring a mix of tall, leafless trees and vibrant greenery, with a fallen log in the foreground and a decaying tree stump to the side.
Eine Natur, die zum Träumen einlädt

In the Bavarian Forest National Park

Nach drei Tagen im Nationalpark Bayerischer Wald fühle ich mich wie reingewaschen. Die Luft ist jetzt im Frühherbst glasklar, rein wie Quellwasser, und beim Wandern hatte ich manchmal das Gefühl, mich durch klares Wasser zu bewegen. Mitten im Wald war es so still, dass ich auch dort „Wasser-Assoziationen“ hatte – als wäre ich am Grund eines Ozeans. Immer wieder holte mich der Schrei eines Eichelhähers oder das plötzliche Rauschen des Windes aus den meditativen Gedanken, die beim Gehen ganz von selbst kommen.

Mal bin ich allein gelaufen, mal mit Berndt. Durch die Wälder beim Falkenstein, über die Bayerisch-Böhmische Grenze, vorbei an alten Baumskeletten und rauschenden Bächen. Die vielen Flechten, Moose, Farne und Pilze lenken den Blick ständig auf spannende Details. Besonders mag ich die Trompetenflechte mit ihren kleinen, mehligen Bechern. Sprudelndes, wildes Wasser umspült glänzende Steine; das Blau des letzten Vergissmeinnichts blitzt hier und da auf; nackte Stämme glänzen mal ledern, mal silbern. Ich bin so dankbar, dass es diese Oase gibt, in der Pflanzen in Ruhe wachsen und vergehen dürfen.

Zum Schluss waren wir noch im Haus zur Wildnis im Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal – darüber möchte ich in einem meiner nächsten Beiträge berichten. Auch die Auerochsen im angrenzenden Tier-Freigelände konnten wir sehen. Insgesamt waren diese drei Tage wie ein Eintauchen in stille Natur. Jetzt im Frühherbst besonders reizvoll, finde ich. Anbei einige Foto-Impressionen.

Eine Person steht am Ufer eines klaren Teiches im Nationalpark Bayerischer Wald, umgeben von üppigem Grün und Bäumen. Die Person winkt und trägt eine Jacke sowie einen Rucksack.
Wandern im Frühherbst in herrlicher Natur

FR: Après trois jours passés dans le parc national de la Forêt bavaroise, je me sens comme purifiée. L’air, en ce début d’automne, est d’une limpidité cristalline, pur comme l’eau de source, et en marchant, j’avais parfois l’impression de me déplacer dans une eau claire. Au cœur de la forêt, le silence était tel que j’avais là aussi des « associations aquatiques » – comme si j’étais au fond d’un océan. De temps en temps, le cri d’un geai ou le bruissement soudain du vent me ramenait des pensées méditatives qui viennent d’elles-mêmes en marchant.

Im Video:

Glücklich im Wald – der Nationalpark im September

Eine Frau steht auf einer Holzbrücke im Bayerischen Wald Nationalpark, umgeben von grünen Bäumen und herbstlichen Blättern.
Wald macht mich glücklich – Insbesondere ein natürlicher Wald wie derjenige vom Nationalpark Bayerischer Wald

Bavarian Forest National Park
Der Geruch von Moos – Harzperlen auf einem Baumpilz – Eine Schnecke, die sich im toten Stamm eingekringelt hat – das Rauschen des Wildbachs…Und das wunderbare Gefühl, frei zu sein, wieder Kind zu sein und wie damals in den Ferien bei der Oma durch die Wälder zu streifen…

Ein fließendes Wasser plätschert über einen moosbedeckten Baumstamm im Bayerischen Wald, umgeben von herbstlichen Blättern.
Der Wildbach im Abendlicht
Kurze, beruhigende Eindrücke einer Wanderung im Bayerischen Wald