Unsere Natur im September – Bunte Früchte und Vogelzug

Sanfte Hügel im Rottal

Das Septemberlicht über den Rottaler Hügeln verwandelt die Landschaft in malerische Szenen. Es spiegelt sich in den Tautropfen auf Spinnweben und lässt das bunte Laub leuchten. Selbst bei wechselhaftem Wetter sind Spaziergänge und Wanderungen in der Region besonders reizvoll.

Die Natur malt nun impressionistische Bilder mit dem Goldocker reifer Äpfel in den Streuobstwiesen, dem dunklen Violett der Schlehen und dem glänzenden Elfenbeinschwarz der Holunderfrüchte. In den Wäldern sprießen die ersten Pilze und erinnern daran, dass der Frühherbst beginnt.

Auch Tagfalter lassen sich im September beobachten. Insbesondere Admiral und Tagpfauenauge sind noch unterwegs; sie laben sich gern an Fallobst, am liebsten, wenn es schon zu gären anfängt und nach Alkohol riecht.

An der Rott lassen sich Gebirgsstelze, Flussuferläufer und Eisvögel beobachten; vielleicht lässt sich gar ein Seidenreiher erblicken. Der Vogelzug ist jetzt in vollem Gange: Stare sammeln sich auf den Masten und Rauchschwalben fliegen in den Süden.

In den Rottaler Wäldern locken lange Spaziergänge durch farbenfrohe Wälder. Mit etwas Glück kann man Feldhasen und Rehe sehen, die im September aktiver werden. Auch ein Spaziergang durch den Kurpark hat jetzt einen besonderen Reiz: Rotkehlchen und Drosseln hüpfen durch das Gebüsch und laben sich an bunten Beeren, während Grünfinken in den Wiesen an den Samen naschen.

Der Frühherbst bringt leuchtendes Licht und blühende Wildpflanzen wie Schafgarbe, wilde Möhre, Ackerwinde, Wegwarte und der cremig-weiße Mädesüß. Es ist einfach spannend, die Rottaler Flora und Fauna zu beobachten.

Naturrubrik im Bad Birnbacher Kulturspatz

Septemberstimmung in den Rottauen bei Bad Birnbach

Wieder im wilden Wald

Trauermantel (Nymphalis antiopa)

Wir sind wieder im Nationalpark unterwegs. Diese Natur macht einfach glücklich!

Baumbart

Usnea filipendula, auch als Gewöhnlicher Baumbart bezeichnet, ist eine Flechte, die von Bäumen herabhängend wächst und charakteristische Flechtenbärte ausbildet.

Rauschende, wilde Bäche…
Diesmal mit dem Radl unterwegs…

Natursucht im Böhmerwald

Große wilde Weiden im Wald – Gibt es etwas schöneres?

Wir haben es wieder getan! Wir haben wieder den Tag im Nationalpark Sumava/ Böhmerwald gebracht. Licht, duftende Schatten, eine wilde Orchidee am Wegesrand, ein rauschender Bach…Alles Dinge, die glücklich machen.

Ein Wald aus Licht und Farben
Auf dem Firedhof von Zeledna Ruda
Wir zwei

Wandern im Böhmerwald:

Zwischen Schmetterlingen und Wildblumen

Schönheit am Wegesrand

Heute haben wir eine schöne Rundwanderung von Schönau nach Peterskirchen gemacht. Die strecke führt von Schönau über Peterskirchen nach Marschalling und wieder zurück. 

Tausendgüldenkraut (Centaurium)
Schöne kleine Wanderung

Das Schöne und das Schreckliche

Heute geht man zu Fuß über die Grenze, die Wanderer grüßen sich freundlich. Im Kalten Krieg war das anders…
Wilde Weiden am Wald – Im Nationalpark Sumava

Beim Wandern durch wilde Wälder und beim Überqueren der grünen Grenze zwischen Bayern und Tschechien im Nationalpark, kommen einem viele Gedanken. Heute sind wir von Zwieselwaldhaus nach Zeledna Rudna gegangen. Das Schöne und das Schreckliche sind sich ja oft so nah:  Am Weg immer wieder Infotafeln, die dokumentieren, was im Grenzgebiet in der Nachkriegszeit alles so geschah…Es ist kaum zu glauben, aber die tödlichste Grenze Europas im Kalten Krieg war genau hier zwischen Tschechien, Deutschland und Österreich.

Die Tafeln dokumentieren die Grenzbefestigungen und Kampfstände sowie befestigte Gräben im Wald, aus denen geschossen wurde. Heute verzaubert die Natur alles und über eingegrabene Bunker tanzen Schmetterlinge. In unseren gefährlichen und konfliktgeladenen Zeiten ging ich heute sehr nachdenklich durch die lichte Wildnis. Hoffentlich müssen wir nicht wieder solche Zeiten – kalte oder heiße Kriege – erleben, dachte ich…

#sumava #nationalpark #kalterkrieg #böhmerwald

Wir zwei unterwegs im Nationalpark
Blick auf den Arber

Und hier die Infotafeln:

Tschechische Grenzsoldaten im Graben
Ein noch sichtbarer Schießschacht
Einer der Panzerabwehrstände im Grenzgebiet Tschechien-Deutschland 1962