Schöner Böhmerwald

Sumava Nationalpark Teufelssee
Ruhe und Schönheit in der ehemaligen Sperrzone

Schöner Böhmerwald – In the Bohemian Forest

Immer wieder sind wir auf Entdeckungstour auf der tschechischen Seite des Böhmerwaldes, im Sumava Nationalpark. Diesmal sind wir in der Nähe von Železná Ruda zum Teufelssee gewandert.

Heute noch ist spürbar, dass hinter der Grenze bis 1989 das Sperrgebiet des Eisernen Vorhangs war. Die Grenzbefestigungen sind natürlich längst verschwunden, aber die Wanderwege sind oftmals gerade Forstwege, die schnurgeraden Straßen säumten die Grenzbefestigung. Gut, dass diese Gegend nun Naturpark und Nationalpark geworden ist.

Auf dem Weg zum See befinden sich mehrere Infotafeln, die über die damalige Situation aufklären und auch den Girglhof nennen, der 1945 enteignet wurde, der Eigentümer wurde abtransportiert. Bis heute steht der Hof noch, er wird von einem Verwalter bewirtschaftet, die dazugehörige, sehr schöne Kapelle, wird gerade renoviert.

Im Böhmerwald wandern, das heißt auch immer Geschichte erleben.

Interessante Infotafeln am Weg
Die Kapelle des Girglhofs wird gerade renoviert

Und hier noch Eindrücke im Video:

Im tiefen Wald – In the peaceful forest

Wald im Šumava Nationalpark
Im Nebel ganz geheimnisvoll: Der Šumava Nationalpark

In the Šumava National Park or Bohemian Forest National Park.

Gestern waren wir im Nationalpark Šumava. Endlich regnet es wieder und der feuchte Nebel hat den Wald wie einen Zauberhauch überzogen. Natürlich mussten wir wieder bei jeder Flechte, bei jedem Moos stehen bleiben und die Vielfalt der Natur bewundern. In den Schutzgebieten des Böhmerwalds finden sich typische Ökosysteme der mitteleuropäischen Berglandschaft.

FR : Randonnée merveilleuse dans le parc national de la Šumava est un parc national situé dans la région de Bohême-du-Sud en République Tchèque.

Naturkunst
Wandern im Nationalpark
Flechte im Böhmerwald
Flechten und Moose

Es gibt über 1000 Flechtenarten. Ich vermute, dass diese rot blühende Flechte die seltene Scharlachflechte (Cladonia pleurota) ist.

Wildheit

Magie de la nature

Roe deer with lapwing // Chevreuils avec vanneau huppé

Wildheit

Gestern sah ich Rehe, die friedlich neben Kiebitzen grasten. Ein Bild, das anmutet wie ein Traum, beinahe magisch. Ein Bild des Trostes in traurigen Zeiten.

Was bedeutet das eigentlich, Wildheit, habe ich mich gefragt. „Wildheit, die Wilden, die Primitiven“, geht mir durch den Sinn. Wildheit ist etwas, das dem Menschen Angst zu machen scheint, eine wilde Welt ohne Sicherheit, den Raubtieren ausgeliefert, ohne Ordnung, ohne Ordnungsmächte. Als Schutz bloß irgendwelche Amulette gegen furchtbare Gefahren…

Wahrscheinlich stecken in uns Menschen die Ängste vor den Gefahren, denen wir auch tatsächlich in unserer Vorgeschichte ausgesetzt waren, noch tief: Feuerbrunst, angreifende Bärinnen, tödliche Krankheiten. Und so kam es wohl, dass wir ordnend eingreifen wollten. Eigentlich ganz verständlich. Es wurde also gerodet, wilde Tiere wurden gezähmt und eingesperrt. Irgendwie sperrten wir dabei auch unsere eigene Wildheit ein. Heute noch zerstören wir Hecken und die letzten Feldsäume, tragen Masken gegen Krankheiten und pflanzen Narzissen und Stiefmütterchen. Noch nie habe ich erlebt, dass so viele Bäume gefällt und Hecken herausgefräst wurden wie gerade jetzt, wo alle den Wald retten wollen.

Ich glaube, alles hat zwei Seiten. Auch die Wildheit. Sie hat eine gefährliche Seite, die wir anscheinend nie zähmen, nur unterdrücken konnten und die sich schrecklicherweise in jedem Krieg dieses Erdballs zeigt. Aber sie hat auch eine poetische Seite. Wenn wir dem Drang nachgeben, alles um uns herum nüchtern zu ordnen und zu desinfizieren, können wir auch keine Wildtiere mehr sehen. Die zeigen uns aber in märchenhaften Bildern, wie beruhigend und traumhaft schön Wildheit sein kann.

Reh mit Kiebitz
Ein Rehbock wittert aufmerksam

Born to be wild!

Aquarelle Illustration Steinadler
Der Steinadler – L‘ aigle – Aquarelle

Einfach mal wild drüber schweben…Ich glaube, das ist heute eine gute Überlebensstrategie … Fernseher ausschalten und die Flügel öffnen.

#aquarelle #watercolour

Das wilde Eck

Heute habe ich mir nochmal das „wilde Eck“ am Kurpark Bad Birnbach angeschaut. Es ist ein schützenwertes und inzwischen geschütztes Auwäldchen in der Nähe der Rott.

Ich habe mich sehr gefreut zu sehen, dass der „Urwald“ sich sehr schön entwickelt. Wir brauchen viele wilde Ecken, um Vögel und Pflanzen einen Schutzraum zu gewähren. Ich hatte schon einmal darüber berichtet: https://nadiapittura.com/2019/07/01/das-wilde-eck/

Das wilde Eck in Bad Birnbach
Das wilde Eck gedeiht.
Ein kleiner Urwald. Genau so etwas brauchen Schmetterlinge, Pirol und Specht