Café-Kunst – Café-Art – Das Bella Vista Bistro

Buntes Café-Interieur mit Menschen, die an Tischen sitzen, sich unterhalten und Getränke genießen. An der Theke bestellt eine Gruppe von Personen. Große Fenster lassen viel Licht herein.
Bella Vista Golf Bistro – Acrylmalerei – Painting

Das Bella Vista Golf Bistro in Bad Birnbach – gemütlich, gesellig und ganz ohne Golfpflicht. Glücklicherweise – denn ich spiele kein Golf. Ich male lieber und wollte die Stimmung mal in einem Bild einfangen.

Die Gastronomie wurde übrigens vor Kurzem neu eröffnet – und der neue Pächter Alex verwöhnt uns mit feinen Leckereien. Wenn die Sonne scheint, ist die Terrasse natürlich ein Traum.

Jetzt beginnt die schöne Zeit! Vögel, Vögel, Vögel!

Ein Specht versteckt sich zwischen den Zweigen eines Baumes mit frischen, grünen Knospen.
Kleinspecht (Dryobates minor) – Das Männchen ist an seiner leuchtend roten Kopfplatte erkennbar. / Lesser Spotted Woodpecker

Erwischt: mein erster Kleinspecht (Dryobates minor)! Er ist der kleinste heimische Specht in Europa und nur etwa so groß wie ein Spatz. Und jetzt beginnt die richtig schöne Zeit: Überall balzt, ruft und singt es. Nur unser armer Bad Birnbacher Storch ist noch allein und wartet geduldig auf seine Liebste. Hoffentlich kommt sie bald.

Ein Star steht im Gras zwischen trockenen Blättern.
Star (Sturnus vulgaris) im Kurpark Bad Birnbach/ Common starling / Étourneau

EN: Caught in the act: my very first Lesser Spotted Woodpecker (Dryobates minor)! He is the smallest native woodpecker in Europe, only about the size of a sparrow. And now the truly beautiful season begins: everywhere there is courting, calling, and singing. Only our poor stork is still alone, waiting patiently for his beloved. Hopefully she will arrive soon.

Eine Blaumeise sitzt auf einem Baumstamm neben einem Nistloch.
Im Herzen des Baumes an der Rott: eine Blaumeise /Blue tit
Drei Schwäne schwimmen ruhig in einem Gewässer, wobei zwei Schwarz-weiße Schwäne im Vordergrund und einer im Hintergrund zu sehen ist.
Im Frack: Die Reiherente (Aythya fuligula) zählt zu den so genannten Tauchenten und gilt als die häufigste Süßwassertauchente.
Ein Storch sitzt auf einem Nest auf einem Ziegelturm, umgeben von einer bewaldeten Landschaft.
Letztes Jahr war das Storchennest auf dem Brauereikamin in Bad Birnbach noch heiß umkämpft…Jetzt wartet ein Weißstorch schon seit Ende Februar auf seine Liebste…

Selfie!

Eine bunte Aquarellzeichnung zeigt eine Frau mit blonden Haaren in einem roten Kleid, die vor einem EDEKA-Laden steht. Sie hebt ihr Telefon, während ein Pug neben ihr sitzt. Im Hintergrund sind Straßenschilder zu sehen.

Unser kleiner „Tante‑Emma“-Laden mitten im Ort wurde vor Kurzem glücklicherweise übernommen und hat nun eine Zukunft. Noch kleben die kultigen Aufkleber des alten „Kramerladen Huber“ an den Schaufenstern – vermutlich werden sie bald ersetzt, denn jetzt heißt er „Hofmark’s Dorfladen“.

Ich dachte mir, ich halte diese lustige Katze vom Aufkleber und die besondere Lage malerisch fest. Und weil wir gerade in einer konfliktreichen Zeit leben und ich meine Rolle als Künstlerin eher darin sehe, Heiteres beizutragen – wir sehen täglich genug Schreckliches – habe ich eine Szene dargestellt, die zwar absurd wirkt, die ich aber tatsächlich neulich beobachten konnte. Die Realität ist eben nicht nur düster, sondern manchmal auch … überraschend komisch.

Eine Künstlerin steht an einem Tisch und malt mit einem Pinsel auf einem Zeichenblock, umgeben von Kunstmaterialien und Büchern.
Malen gibt mir immer Ruhe und Hoffnung

EN: Our little village shop was recently taken over and now has a future. For the moment, the old “Kramerladen Huber” stickers are still on the windows, even though it’s now called “Hofmark’s Dorfladen”.

I painted the funny cat from the sticker and this special spot in town. In these conflict‑filled times, I feel my role as an artist is to bring a bit of lightness. We see enough grim images every day. And the scene I painted may look absurd, but I actually witnessed it recently — reality is sometimes dark, but often unexpectedly funny.

Naturwunder beim Morgenspaziergang

Ein Vogel sitzt auf einem Ast, mit einem hellen Hintergrund, der die Silhouette des Vogels zeigt.
Raubwürger (Lanius excubitor) Pie-grièche grise

Heute hab ich gleich zwei Wunder erlebt:

Einen Raubwürger und eine Hasenhochzeit

Mein erster Raubwürger! Inzwischen ist dieser hübsche Vogel leider in Bayern vom Aussterben bedroht.

Raubwürger (Lanius excubitor) sind vor allem grau, weiß und schwarz gefärbte Vögel. Männchen und Weibchen sind einander sehr ähnlich. Der Name des Raubwürgers stammt aus früheren Zeiten, in denen man ihn aufgrund seiner Verhaltensweisen mit Greifvögeln verglichen hat.

Er ist ein „Ansitzjäger“, der von einer erhöhten Warte aus die Umgebung beobachtet und Beutetiere nach einem kurzen Gleitflug meist am Boden schlägt. Die Art erbeutet Großinsekten und andere Wirbellose sowie unterschiedliche kleine Wirbeltiere. Ein Ornithologe erklärte mir, er würde hier überwintern, als Brutvogel sei er schon lange bei uns ausgestorben.

Ein Wildkaninchen sitzt auf dem Boden in einer sandigen Umgebung, umgeben von trockener Erde.
Die Häsin versteckt sich…
Ein Feldhase sitzt in einem trockenen, braunen Erdreich.
Und er sucht nach ihr

Unsere Natur im März – das Leben erwacht!

Zwei Hasen während der Paarungszeit in Kurpark, umgeben von grünem Gras.

Der neue Bad Birnbacher Kulturspatz ist da! – und damit auch eine neue Ausgabe der Rubrik „Naturbeobachtung“.


Malerei, Fotografie, Schreiben und Naturbeobachtung greifen für mich auf natürliche Weise ineinander. Seit rund vier Jahren (schon!) dokumentiere ich dort Monat für Monat, was sich in unserer Landschaft zeigt: Pflanzen, Vögel, Wildtiere und kleine Szenen, die Berndt und ich auf unseren täglichen Wegen beobachten.


Die Fotos stammen immer aus der Region und entstehen oft mit Stativ – gelegentlich auch als augenzwinkerndes Paar Selbstporträt, das dann manchmal im Kulturspatz landet.

Hier nun den März-Text:

Der März ist der Monat, in dem die Natur spürbar aufatmet. Nach den stillen Winterwochen kehrt Bewegung in die Landschaft zurück, und mit den ersten warmen Tagen erwacht das ländliche Bad zu neuem Leben. Besonders die Vogelwelt zeigt sich jetzt von ihrer lebhaftesten Seite: Überall erklingen Gesänge, Reviere werden abgesteckt, und die Frage „Wer nistet wo?“ scheint plötzlich von größter Bedeutung zu sein.

Kiebitze kehren aus ihren Winterquartieren ins Rottal zurück und beginnen, Paare zu bilden – ein seltener Anblick, denn dieser elegante Bodenbrüter ist stark gefährdet. Wir hoffen auf guten Bruterfolg auf den Wiesen des Rottals.

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Wer im Kurpark oder entlang der Rott unterwegs ist, begegnet jetzt Buchfinken, Rotkehlchen und Goldammern. Vielleicht lässt sich sogar die Singdrossel hören, deren melodisches Lied an eine kleine Opernarie erinnert. Die ersten Schmetterlinge – Zitronenfalter oder Tagpfauenauge – tanzen über die Wege, während Huflattich, Sumpfdotterblumen, Veilchen und Primeln die Landschaft farbig malen. Und manchmal kann man sogar Zeuge der „Hasenhochzeit“ werden, wenn mehrere Feldhasen-Männchen um die Gunst eines Weibchens buhlen.

Ein besonderes Augenmerk verdient im März jedoch ein Lebensraum, der mitten im Kurgebiet liegt: die Streuobstwiesen. Sie gehören zu den artenreichsten Biotopen Mitteleuropas und bewahren traditionelle, robuste Obstsorten, die anderswo längst verschwunden sind. Jetzt, im frühen Frühjahr, erwachen die Bäume aus ihrer Winterruhe. Die Knospen schwellen an, erste Blattspitzen zeigen sich. Gleichzeitig werden die Wiesen darunter wieder lebendig. Dank der Kooperation mit der Natursaftkelterei Wolfra können wir diese Vielfalt sogar schmecken – im wahrsten Sinne des Wortes „Heimat trinken“.

Ob zu Fuß oder mit dem Rad: Der März lädt dazu ein, die Natur neu zu entdecken. Die Lichtspiele über der Hügellandschaft, die Rückkehr der Zugvögel und das Erwachen der Streuobstwiesen machen diese Zeit zu einem besonderen Erlebnis. Wer aufmerksam unterwegs ist, wird reich belohnt.

Drei Hasen, die auf einer grünen Wiese springen und spielen.
Hasenhochzeit in Bad Birnbach