Nach den letzten trockenen Jahren, ist es gerade eine Wonne, durch die feuchten Wälder zu gehen und nach Schwammerl zu schauen. Nicht nur nach Pilzen übrigens, es gibt so viel zu entdecken. Zum Beispiel diese schwarze Nacktschnecke mit dem weißen Strich. Ein Schwarzer Schnegel (Limax cinereoniger) oder eine Schwarze Wegschnecke (Arion ater)? Keine Ahnung, jedenfalls hübsch.
Schwarze SchneckeMoos und SchwammerlIm Wald ist es immer schön – insbesondere wenn er licht ist und darin viele, viele Rehe leben
Auch im Wald schien das Licht besonders schön zu seinDie Pfarrkirche von Bad Birnbach – mal anders…In diesem Herbst gibt es viele Pilze – Der Waldboden ist feucht.
Immer wieder sind sie auch jetzt im Oktober im ländlichen Bad zu sehen und scheinen zu sagen: „Irgendwie haben wir mal wieder gar keine Lust, in den Süden zu ziehen und überlegen uns, ob wir in Bad Birnbach überwintern.“
Das haben sie nämlich bereits in den Vorjahren gemacht. Wenn es im Winter zu kalt wurde, sind sie einige Wochen in mildere Gefilde (möglicherweise an den Bodensee) geflogen.
Nun treten wir die Heimreise an und ich sehe, der Bad Birnbacher Kulturspatz Oktober ist auch schon online…Hier der Text:
Die Sommermonate 2024 waren laut dem EU-Klimadienst Copernicus im globalen Durchschnitt so warm wie nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Daher könnte auch der Oktober noch spätsommerlich warm bleiben. Vielleicht erleben wir aber auch das Gegenteil: Plötzliche Kälteeinbrüche sind in diesem Herbstmonat ja nichts Ungewöhnliches.
Egal wie das Wetter wird, der Herbst wird schön, wenn wir die Natur bewusst wahrnehmen. Beim Wandern rund um den Kurort gibt es im Oktober solche Tage: Der Himmel ist blau, die alten Bäume am Waldrand sind prachtvoll, vielleicht sonnt sich eine Eidechse, die Störche sind noch unterwegs, letzte Schmetterlinge schwirren umher, Flockenblume und Ehrenpreis blühen noch. Die Störche hatten in diesem Frühjahr zwar keinen Bruterfolg, lassen sich aber immer wieder auf Wiesen oder im Kurpark sehen.
In der zweiten Oktoberhälfte beginnt langsam das leuchtende Farbenspiel des Herbstes, und erste Morgennebel steigen aus den Rottauen auf.
Besonders spannend ist der Vogelzug. Hören Sie trompetende Rufe? Ein Blick in den Himmel lohnt sich, denn in den letzten Jahren flogen im Oktober Hunderte von Kranichen laut rufend über Bad Birnbach. Erst seit wenigen Jahren ziehen Tausende dieser Glücksvögel trompetend über Bayern auf dem Weg zu ihren Winterquartieren. Von ziehenden Graugänsen sind sie durch ihre langen Beine, die den Schwanz überragen, gut zu unterscheiden.
Mit etwas Glück können wir auch wieder Rehe auf den Rottaler Hügeln erblicken. Es ist immer eine große Freude, sie zu sehen. Jetzt beginnen sie, sich zu kleineren Gruppen – sogenannten „Sprüngen“ – zusammenzuschließen, die sich im Frühjahr wieder auflösen.
Spähender Turmfalke an der RottBerndt und Nadia im Rottal unterwegsIm Oktober lassen sich die Rehe langsam wieder sehen.
Naturbeobachtung macht glücklich. Heute haben wir mal in den Rottauen ein „Fotoshooting“ gemacht. Ganz ohne Fotografen, einfach nur mit dem Stativ. Das macht Spaß!
FR// L´observation de la nature nous rend heureux.