Erster Schnee

Eine weißköpfige Schwanzmeise sitzt auf einem Ast gegen einen blauen Himmel.

Wie ein kleiner Schneeball mit langem Schwanz hängt diese weißköpfige Schwanzmeise am Ast. Zurzeit tummeln sich viele dieser quirligen Akrobaten in den Bäumen und Büschen entlang der Rott. Die weißköpfigen Vögel stammen aus nordischen Wintertrupps und mischen sich hier häufig mit unseren heimischen, dunkelköpfigen Schwanzmeisen.

Eine winterliche Landschaft mit einem gefrorenen Fluss und schneebedeckten Feldern. Bäume umranden das Bild, während im Hintergrund einige Häuser sichtbar sind.
Schnee an der Rott
Eine verschneite Waldlandschaft mit kahlen Bäumen, die einen schmalen Pfad bilden.
Winterwald – Lugenz im Rottal

Neues Jahr – Neue Naturerlebnisse

Winterliche Waldlandschaft mit schneebedeckten Tannenbäumen und Lichtstrahlen, die durch die Baumstämme hindurchscheinen.
Licht im Winterwald

Neues Jahr – neue Naturerlebnisse! Hier der Beitrag „Naturbeobachtung“ Januar 2026 im Bad Birnbacher Kulturspatz mit Fotos, die wir in und um Bad Birnbach in diesem schönen Wintermonat gemacht haben.

Unsere Natur im Januar

Der Januar zeigt sich nun wechselhaft: mal mit Frost, Raureif und Schneefall, mal mit milden Temperaturen. der Klimawandel macht Vorhersagen schwieriger; Vogelzug und Vegetationsrhythmen verschieben sich zunehmend. Sicher ist jedoch eins: Wanderungen durch Wald und Flur lohnen sich immer, denn auch im Winter gibt es viel zu entdecken.

Pflanzenwelt

Schon im Januar können erste Frühblüher erscheinen. Schneeglöckchen und Haselnusssträucher blühen bei mildem Wetter früher als früher üblich. Hagebutten und Schlehen setzen reizvolle Farbakzente und dienen zugleich als Nahrung für Vögel. Besonders farbenfroh sind die Vogelbeeren, die mit ihrem leuchtenden Orange einen schönen Kontrast zum Schwarz-Weiß des Winters bilden.

Nahaufnahme von roten Vogelbeeren, die an einem gefrorenen Ast hängen, mit Schnee darauf.
Farbakzente im Winter

Vogelbeobachtungen

Viele Arten sind auch im Winter aktiv. Amseln, Meisen, Grünfinken, Stieglitze, Buchfinken und Rotkehlchen suchen nach Beeren und Samen, auch im Kurpark und in den Rottauen, Jetzt da das Gebüsch nackt ist, sind sogar Wintergoldhähnchen und Zaunkönig zu entdecken. An der Rott überwintern zudem Gänsesäger, Schwäne, Reiher und verschiedene Entenarten. Neben den häufigen Stockenten lassen sich Krickenten und Reiherenten beobachten. Mit etwas Glück zeigt sich auch der Eisvogel, der über das Wasser jagt und der seltene Waldwasserläufer. Im Wald sind Bunt- und Schwarzspechte zu hören, deren Trommeln den Winterwald prägt.

Rehe und Hasen

Rehe bilden im Winter größere Gruppen, sogenannte „Sprünge“. Feldhasen sind jetzt auf abgeernteten Feldern zu sehen. Hat es geschneit? Dann ist spannend, nach Spuren im Gelände zu suchen, die Anwesenheit weiterer Tiere wie Füchse oder Greifvögel verraten. Wer aufmerksam unterwegs ist, kann auch so die Vielfalt der heimischen Fauna erkennen.

Naturbeobachtungen im Winter

Jetzt verändert sich die Landschaft sichtbar. Raureif überzieht Pflanzenstängel und Äste und Spritzwasser gefriert zu filigranen Eisskulpturen. Solche Erscheinungen sind zwar vergänglich, aber umso schöner zu betrachten. Ein Spaziergang zur Holzkapelle in der Lugenz bietet sowohl Ruhe als auch Gelegenheit zur Naturbeobachtung, die Rottauenwege locken mit ihrer vielseitigen Vogelwelt und die offene Hügellandschaft machen das Gebiet besonders interessant für Naturfreunde.

Drei Rehe stehen auf einer schneebedeckten Wiese vor einer dichten Nadelbaumkulisse.
Rehe im Winterwald

Lust auf Wildheit – Der Perchtenlauf

Gruppe von Perchten mit kunstvoll geschnitzten Masken und Stäben während des Perchtenlufs in Bad Birnbach, umgeben von Zuschauern.
Die Perchten und ihr wildes Treiben

Lust auf Wildheit – der Perchtenlauf in der Hofmark von Bad Birnbach

„Man spürt eine regelrechte Lust auf Wildheit, vielleicht gerade, weil die Zeiten so unruhig sind“, sagt eine Zuschauerin.

Trommelwirbel, Feuer, stampfende Schritte und grelle Schreie kündigten das Erscheinen der Bayerbacher Perchten an. Ihre kunstvoll geschnitzten Masken, ganz ohne die inzwischen verbreiteten LED‑Augen, wirken eindrucksvoll.

Neben den klassischen Gestalten waren diesmal auch viele Druden zu sehen – wilde, weibliche Nachtgeister aus dem alten Volksglauben und Winterbrauchtum.

Eine Menschenmenge schaut dem Perchtenlauf in Bad Birnbach zu, während maskierte Teilnehmer mit kunstvollen Masken und Tierkostümen Szenen aufführen.
Die Bayerbacher Perchten

Neujahrswünsche aus Bad Birnbach

A vibrant watercolor painting depicting New Year's celebrations in Bad Birnbach, featuring fireworks, a Christmas tree, and people gathered in a square near a church.
Neujahrs-Aquarell

Noch ist das alte Jahr am Leben, schon zeige ich mein „Neujahr in Bad Birnbach“-Aquarell und das KI-animierte Bild mit Feuerwerk! Mit Liebe stundenlang gemalt – und in zwei Sekunden von KI animiert. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Feuerwerk, aber als Bildmotiv ist das schon spannend. Ich habe versucht, von oben die Achse Neuer Marktplatz-Kirche darzustellen.

KI-animiertes Aquarell

Einige Betrachter meinen, die „echten“ Aquarelle seien besser als die KI-animierte Version. Man kann beides nicht miteinander vergleichen. Man nennt es zwar „Intelligenz“, aber letztlich ist es nur ein mathematisches Rechenmodell – so beeindruckend es auch wirken mag. Das „Selbstgemachte“ hingegen entsteht in einem lebendigen Gehirn. Für mich kann etwas Maschinenerzeugtes niemals „besser“ sein als etwas Handgemachtes. Ein selbstgestrickter Pulli bleibt ein Unikat, nicht zu vergleichen mit einem Temu‑Pullover.

Trotzdem finde ich es spannend, KI gelegentlich und in Maßen zu nutzen – sei es aus Spieltrieb oder aus Neugier darauf, was inzwischen möglich ist. Unproduktiv und langweilig finde ich dagegen, das eigene Bild in irgendeine KI zu laden, die dann die gesamte Szenerie selbst festlegt. Solange man mit einem Prompt noch die Möglichkeit hat, Bewegungen oder Abläufe selbst zu bestimmen, kann es kurzfristig durchaus witzig sein.

Ich gehörte zu den ersten kritischen Stimmen im Internet (Links unten), die sich mit der Frage beschäftigten, ob KI Kunst schaffen und positiv genutzt werden kann. Damals interessierte das kaum jemanden. Heute erlaube ich mir, neugierig zu sein und einiges auszuprobieren – denn KI kommt, und sie wird unsere Welt verändern, ob wir es wollen oder nicht.

Vogelbeobachtung in den Rottauen

Ein junger Vogel, die Gebirgsstelze, sitzt auf einem Ast am Ufer eines Gewässers, umgeben von Steinen und Pflanzen.
Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) Bergeronnette des ruisseaux

Heute bin ich zum ersten Mal „getarnt“ auf die Pirsch gegangen und – siehe da! – es bringt tatsächlich was. Jedenfalls hat sich sogar die scheue Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) endlich gerne ablichten lassen. Der Buntspecht und der Silberreiher (Egretta Alba) sind meist nicht so schwierig zu erwischen.

Für mich war es wunderbar, der Gebirgsstelze bei ihren – etwas hektischen – Aktivitäten zuzuschauen. Sie ist ganzjährig an der Rott in Bad Birnbach zu sehen. Auch Jungvögel sind im Sommer zu beobachten.

Eine Person steht in der Natur und trägt eine Tarnkleidung, um beim Beobachten von Vögeln unauffällig zu bleiben. Die Umgebung ist mit Bäumen und trockenem Gras umgeben.
Die Tarnung hilft tatsächlich, die Fluchtdistanz etwas zu reduzieren