Da es geregnet hat, habe ich dieses Porträt im Hotelzimmer gemalt, was nicht ganz einfach war, weil ich nur ganz wenig Platz hatte, aber ich glaube, es gefällt mir…
EN: Since it was raining, I painted this portrait in my hotel room. It wasn’t easy because I had very little space, but I think I like how it turned out.
Als ich anfing, die Sicht vom Balkon aus zu malen, war die Welt noch in Ordnung: Blaues Meer, blauer Himmel, viele lustige Leutchen am alten Hafen und in den Lokalen.
Dann wurde plötzlich alles dunkel und die Menschen verschwanden. Jetzt wütet ein schwerer Sturm! Blauer Himmel, blaues Meer, keine Menschen…Aber ich hab es recht lang auf dem Balkon ausgehalten und das Bild ist nun fertig; es erzählt vom Anfangsstadium, als die Welt noch in Ordnung war.
EN: When I began painting the view from the balcony, the world was still perfectly fine: blue sea, blue sky, lots of cheerful little people at the old harbor and in the cafés.
Then suddenly everything went dark and the people disappeared. Now a heavy storm is raging! Blue sky, blue sea, no people… But I held out on the balcony for quite a while, and the painting is now finished; it tells of that first moment, when the world was still in order.
Ich habe den Eindruck, dass es in der Kunst derzeit eine Rückkehr zu romantischen Themen gibt. In meiner Jugend, in den 70er- und 80er‑Jahren, dominierten Computerinstallationen und sogenannte Happenings. Wenn gemalt wurde, musste es abstrakt und gesellschaftskritisch wirken – alles andere galt schnell als „Kitsch“.
Heute begegnet man wieder mehr romantischen Motiven rund um die Natur, und man muss sich nicht mehr dafür schämen, figurativ zu malen. Die Natur wird offenbar als Gegenpol zur digitalen Überreizung verstanden, und Emotionen dürfen wieder sichtbar werden. Malerei darf wieder „schön“ sein. Und ganz ehrlich: Das freut mich sehr.
EN: A Forest Fairy in the Winter Woods – A Taste for Romance
I sense a renewed turn toward romantic themes in contemporary art. When I grew up in the 70s and 80s, computer installations and so‑called happenings dominated. Painting had to be abstract and socially critical — anything else was dismissed as “kitsch.”
Today, romantic nature motifs are reappearing, and figurative painting no longer needs an apology. Nature has become a counterbalance to digital overstimulation, and emotion is welcome again. Painting is allowed to be “beautiful” once more — and I have to admit, that makes me very happy.
Heute habe ich den ganzen nebeligen Tag lang gemalt. Dabei ist auch dieses „Blumenpferd“ entstanden, das ich – obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte, es nicht mehr zu tun – mal wieder dank einer Künstlichen Intelligenz animiert habe. Irgendwie macht es einfach Spaß, deswegen ist diese Technik so verführerisch. Ich finde es bloß bedenklich, dass wir Menschen nur „befehlen“ müssen und bei der Entstehung des Videos passiv sind. Freude macht es trotzdem.