Unsere Natur im Mai: Jetzt wird´s so richtig schön!

Blühende Wiesen mit verschiedenen Blumenarten im Kurpark während des Monats Mai.
Kulturspatz Mai 2025

Und schon sind wir im „Wonnemonat“. Was uns jetzt in der Natur rund um Bad Birnbach erwartet? Das habe ich mal wieder versucht, für den Bad Birnbacher Kulturspatz einzufangen

Wie üblich hier noch einige Fotos, die Berndt und ich im Mai des letzten Jahres an der Rott geschossen haben. Jetzt wird´s langsam paradiesisch da draußen!

Nahaufnahme eines Schmetterlings auf einer Pflanze mit unscharfen grünen Hintergrund, das ein Gefühl von Frühling und Natur vermittelt.
Hauhechel-Bläuling an der Rott

Blühende Vielfalt im Mai

Nun schwirren Schmetterlinge, Bienen und Libellen über die Blühwiesen im Kurpark und an den Ufern der Rott; aus Tümpeln rufen Frösche. Hahnenfuß, Löwenzahn, Klee, Wiesenschaumkraut und Glockenblumen stehen jetzt stehen in voller Blüte. An den Böschungen fängt die Königskerze an, mit ihren aufrechten, kerzenähnlichen Blütenständen, sonnengelb zu blühen. Ihre Schönheit wird uns den ganzen Sommer über begleiten. Eine Blühwiese mit heimischen Wildblumen ist eine Quelle faszinierender Entdeckungen – einfach hinschauen, und schon eröffnen sich Wunder der Natur!

Das Storchennest

Die Birnbacher Störche feiern den Mai mit viel Liebesgeklapper. Ein Blick nach oben zum Horst auf dem alten Brauereikamin lohnt sich, denn meist kann man nun die Köpfchen der Jungstörche über den Rand des Nests erblicken. Dann beginnt das Rätselraten: Sind es ein Junges, zwei oder vielleicht sogar drei? Besonders erinnerungswürdig war das Jahr 2018, als in diesem Horst erstmals eine erfolgreiche Brut mit drei flüggen Jungvögeln gelang.

Zwei Hasen ruhen friedlich in einer grünen Wiese mit hohem Gras.
Drei auf einen Streich – Das bringt Glück

Vogelstimmen an der Rott

Amsel, Drossel und Rotkehlchen singen jetzt aus voller Kehle. Entlang der Rott bereichert der Pirol, der wunderschöne gelbe Vogel, das Konzert mit seinen flötenden Rufen. Die Rottauenwege laden zu Spaziergängen ein, bei denen eine Vielzahl von Vögeln gehört und beobachtet werden kann. Eine Vogelstimmen-App hilft bei der Identifikation, und so wurden Ende Mai 2020 in einem Biotop an der Rott zahlreiche Arten bestimmt: Grauschnäpper, Buchfink, Buntspecht, Mönchsgrasmücke, Pirol, Kuckuck, Zilpzalp, Fitis, Kleiber, Amsel und Goldammern. Über allem kreisten Turmfalken und Rauchschwalben.

Zauber der Lugenz

Auch die umliegenden Wälder laden zu besonderen Spaziergängen ein. Mit den zunehmend wachsenden Laubbäumen auf ehemaligen Fichtenflächen wirkt der Wald heller und lebendiger. Das Licht lockt nun mehr blühende Pflanzen und Schmetterlinge an, die bisher kaum zu sehen waren.

Zwei Libellen sitzen auf einem grünen Blatt, umgeben von frischen grünen Pflanzen.
Azurjungfer
Eine Wiese voller blühender, weißer Wildblumen, umgeben von grünen Gräsern und Pflanzen.
Knöllchen Steinbrech (Saxifraga)

Willkommen, Ihr schönen Vögel – Nilgans und Rostgans am Rottauensee

Nilgänse-Paar am Rottauensee (Alopochen aegyptiaca) Ouette d’Égypte/ Egyptian Goose
…Und ein Rostgans-Paar stand daneben – ROSTGANS (Tadorna ferruginea) Tadorne casarca/ Ruddy Shelduck in Bavaria

Nilgänse und Rostgänse heute am Rottauensee! immer, wenn ich solche „Exoten“ sehe, denke ich: „JA, wir dürfen uns über unsere Mitgeschöpfe freuen! Willkommen, Ihr schönen Vögel!“ (anstatt uns über „Neozoen“ zu ärgern)


Die NILGANS (Alopochen aegyptiaca) kommt ursprünglich aus Afrika; ich kenne sie vom Rhein und von den Parks in Wiesbaden, wo sie schon seit längerem brüten und ihre Küken zwischen den Parkbesuchern spazieren führen. In Bayern sind sie seltener zu sehen, bei uns in der Gegend sehr selten (Am Rottauensee sah ich eine im Jahr 2020). Sie wird in Deutschland als „invasive Art“ eingestuft, die unserer Natur schaden könnte.


Das sagt der NABU dazu: „Aufgrund des derzeitigen Erkenntnisstands ist die ökologische Schädlichkeit der Nilgans in Deutschland für den NABU als gering bis nicht vorhanden einzustufen, so dass ein aktives deutschlandweites Bestandsmanagement mit dem Ziel einer Verringerung des Bestandes weder notwendig noch zu rechtfertigen ist.“


Die ROSTGANS (Tadorna ferruginea) kommt aus den innerasiatischen Steppen; In Deutschland gab es neben Übersommerungen lange Zeit nur einzelne Bruten, ohne dass sich eine Brutpopulation fest angesiedelt hätte. (Quelle: Wikipedia)


Noch gilt die Rostgans als seltener Jahres- und Brutvogel in Bayern, 2019 etwa ging das Landesamt für Umwelt von wenigen Paaren im gesamten Freistaat aus. Inzwischen scheinen sie öfters aufzutauchen. Zum allerersten Mal am Rottauensee sah ich sie vor wenigen Wochen im Januar. Ich finde sie wunderschön!

Schon die Römer hielten sie für dekorative Zwecke
Rostfarben und schön

Unergründliche Wesen – Die Großen Brachvögel

Große Brachvögel / Courlis cendrés / Eurasian curlews (Numenius arquata)

Fast surreal wirkten sie heute, die rastenden Großen Brachvögel am Inn! Sehr genau stachen ihre Silhouetten vor dem milchigen Hintergrund des Flusses hervor; der Inn erscheint aufgrund von Sedimenten (fein zerriebenem Gestein) nämlich oftmals milchig-trüb. Ich LIEBE Schnepfenvögel, weil sie wahnsinnig elegant wirken, aber auch weil ich mir gar nicht vorstellen kann, was sie so denken und wovon sie träumen. Sie wirken immer so unergründlich…

Les courlis cendrés me semblent mystérieux
Große Brachvögel vor dem milchigen Hintergrund des Inns im Europareservat Unterer Inn

Das Europareservat Unterer Inn gehört zu den Ramsar-Gebieten.

Meditativer Weihnachts-Waldspaziergang

Die Holzkapelle im Lugenzwald in Niederbayern

Forest walk at Christmas time – Promenade dans notre forêt à Noël

Begleitet vom leisen Gezwitscher der Goldhähnchen und dem Trommeln der Spechte, bin ich heute durch unseren Lugenz-Wald gegangen. Zuerst dachte ich: „Was für eine Nebelsuppe!“, aber dann begann der Zauber: Im hellen Nebeldunst erschien jeder Baum, als hätte er einen eigenen Charakter. Birken, gekleidet in das gesprenkelte Fell eines Schneeleoparden, stehen einzeln am Wegesrand, während die grauen Umrisse von Kiefern und hohen Fichten sich zum Himmel strecken. Die Wege sind gepolstert von rostrotem Buchen- und Eichenlaub. In der Holzkapelle wacht die ewige Mutter.

An die vielen Kriegs- und Gewaltopfer unserer Zeit denkend, ging ich durch die tröstende Winternatur. Hoffen wir, dass das neue Jahr friedlicher wird.

Geheimnisvoller Winterwald
Liebevoll geschmückt: Die Bad Birnbacher Holzkapelle im Lugenz-Wald
Auch im Nebel schön…

Hier mehr zur Holzkapelle

Zusammen wandern macht glücklich

3 Freunde – Zu Dritt wandern ist einfach wunderschön – Aquarelle – Aquarellmalerei – Wald – Wandern