Frühlingsspaziergang unter Blüten

Zum ersten Mal hab ich einen Trauermantel (Nymphalis antiopa) in der Lugenz gesehen! Das ist ein seltener Edelfalter mir dunkelbraunvioletten Flügeln, die hell umrandet sind. naturnahe Wälder. Seine dunklen Farben glänzen wie Samt in der Sonne. Ein Kompliment für unseren Wald, denn dieser Schmetterling mag naturnahe Wälder. Bisher hatte ich ihn nur im Bayerischen Wald gesehen.
Ansonsten war es heute schön, durch gelbe Wellen und unter duftenden Blüten zu gehen.

EN: For the first time, I saw a mourning cloak (Nymphalis antiopa) in our surroundings in our forest in Lower Bavaria! It’s a rare aristocrat among butterflies, with dark brown‑violet wings edged in pale yellow. Its velvety colors shine in the sun — a real compliment to our forest, since this species loves natural, undisturbed woodland. Until now, I had only seen it in the Bavarian Forest.
And apart from that, it was simply beautiful today to walk through yellow waves and under fragrant blossoms.

Landschaft mit einem Feld im Vordergrund, umgeben von Bäumen und bunten Blumen, im Hintergrund ist ein Kirchturm zu sehen.
Ein duftender Spaziergang durch blühende Natur

Sonnige Zeiten – Naturbeobachtung beim Morgenspaziergang

Ein Feldhase läuft durch eine sonnige Umgebung mit trockenem Gras und Sträuchern im Hintergrund.
Der Feldhase hat mich nicht gesehen, weil ich still stand

Jetzt beginnt die richtig schöne Zeit!

Beim Morgenspaziergang hoppelte ein Feldhase ganz gedankenverloren auf mich zu und setzte sich beinahe vor meine Füße.

Und „Aurora“ ist wieder da: Eine bestimmte Goldammer sitzt nicht nur zum Balzen auf einem nackten Ast am Weg, sondern wirklich jeden Morgen – bis in den Herbst hinein. Deshalb hatte ich sie damals Aurora genannt, und ich freue mich sehr darauf, ihr auch dieses Jahr wieder oft zu begegnen.

Sehr schön waren heute auch die balzenden Mönchsgrasmücken, Girlitze und Hausrotschwänze. Und die Galloway-Kälber vom Arterhof genießen den Frühling ebenfalls.

Gesehen habe ich außerdem Turmfalken und Bachstelzen.

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Ein junges kalb mit braunem Fell und Ohrmarke liegt in einer Stroheinlage in einem Stall.
Auch die Kälbchen genießen die Wärme

EN: The truly beautiful season is beginning.

On my morning walk, a brown hare hopped toward me, lost in thought, and almost sat at my feet.

“Aurora” is back too: the same yellowhammer that perches on a bare branch by the path every single morning until autumn. That’s why I once named her Aurora, and I’m happy to meet her again this year.

I also watched courting blackcaps, serins, and redstarts. The Galloway calves are enjoying spring as well. And today I spotted kestrels and wagtails.

Ein ländlicher Weg, umgeben von blühenden Sträuchern und grünen Feldern, führt zu einer kleinen Kapelle im Hintergrund.
Frühling im Rottal

Naturwunder beim Morgenspaziergang

Ein Vogel sitzt auf einem Ast, mit einem hellen Hintergrund, der die Silhouette des Vogels zeigt.
Raubwürger (Lanius excubitor) Pie-grièche grise

Heute hab ich gleich zwei Wunder erlebt:

Einen Raubwürger und eine Hasenhochzeit

Mein erster Raubwürger! Inzwischen ist dieser hübsche Vogel leider in Bayern vom Aussterben bedroht.

Raubwürger (Lanius excubitor) sind vor allem grau, weiß und schwarz gefärbte Vögel. Männchen und Weibchen sind einander sehr ähnlich. Der Name des Raubwürgers stammt aus früheren Zeiten, in denen man ihn aufgrund seiner Verhaltensweisen mit Greifvögeln verglichen hat.

Er ist ein „Ansitzjäger“, der von einer erhöhten Warte aus die Umgebung beobachtet und Beutetiere nach einem kurzen Gleitflug meist am Boden schlägt. Die Art erbeutet Großinsekten und andere Wirbellose sowie unterschiedliche kleine Wirbeltiere. Ein Ornithologe erklärte mir, er würde hier überwintern, als Brutvogel sei er schon lange bei uns ausgestorben.

Ein Wildkaninchen sitzt auf dem Boden in einer sandigen Umgebung, umgeben von trockener Erde.
Die Häsin versteckt sich…
Ein Feldhase sitzt in einem trockenen, braunen Erdreich.
Und er sucht nach ihr

Unsere Natur im Februar

Ein Artikel über die Naturbeobachtung im Februar im Rottaler Hügelland, der die Anzeichen des kommenden Frühlings beschreibt, sowie die Beobachtung von Vögeln und landschaftlichen Veränderungen.
Bad Birnbacher Kulturspatz Februar 2026

Unsere Natur im Februar – Erste Frühjahrsanzeichen

Im Rottaler Hügelland beginnt jetzt eine besonders spannende Zeit. Obwohl es noch Februar ist, zeigen sich bereits erste Anzeichen des nahenden Frühlings. Vögel singen und markieren ihre Reviere, das Licht wird heller, und auch die Farben in der Landschaft wirken lebendiger. Feldhasen, Stare und Rehe sind wieder häufiger zu sehen – ein guter Zeitpunkt für Naturbeobachtungen.

In den Vorjahren hat ein Storchenpaar, das in milden Wintern sogar ganz oder teilweise im Kurort geblieben war, Mitte Februar den Horst auf dem alten Brauereikamin bezogen. Ob auch in diesem Jahr wieder Störche in Bad Birnbach brüten werden? Das wird sich bald zeigen.

Auch die Kiebitze ziehen Ende Februar durch das Rottal, meist gemeinsam mit Staren und anderen Vogelarten. In den letzten Jahren hatten ein bis zwei Paare auch erfolgreich in Bad Birnbach gebrütet. Da die Art stark gefährdet ist, hoffen wir wieder auf Bruterfolg.

Ein Kiebitz steht auf einer Wiese mit grünem Gras und sieht aufmerksam aus.
Ein Kiebitz (Vanellus vanellus) auf einer Wiese bei Bad Birnbach

Da die Kiebitze immer größere Schwierigkeiten haben, auf unseren Wiesen und Äckern erfolgreich zu brüten, finden in diesem Winter wieder umfangreiche Pflegearbeiten statt. „Auf ausgewählten Landkreisflächen sowie auf bestehenden Ausgleichsflächen des Staatlichen Bauamts Passau werden laut Pressemitteilung des Landratsamts Gehölze entfernt, um das wertvolle Offenlandhabitat für gefährdete und vom Aussterben bedrohte Wiesenbrüterarten wie Kiebitz, Bekassine, Feldlerche und Wiesenpieper zu erhalten und weiter aufzuwerten.“ (Quelle: Passauer Neue Presse)

Auf den Feldern ruhen Rehe. Ihr Winterfell ist jetzt graubraun, der Fellwechsel beginnt im Frühjahr und kleidet sie wieder in rötliche Farben. An der Rott sind nun Grau- und -Silberreiher zu beobachten, mit etwas Glück lässt sich sogar der seltene Seidenreiher blicken; die Kohlmeisen zeigen jetzt schon ihr Balzverhalten mit dem typischen zweisilbigen Gesang. Die Tage werden endlich länger, und die Erlenblüte leitet schon die Pollensaison ein. Schneeglöckchen und Krokusse blühen bereits am Wegesrand.

Neben den Stockenten sind derzeit auch Reiherenten und Krickenten an der Rott zu sehen. Die Krickente fällt durch den kastanienbraunen Kopf und den grünen Augenstreif des Erpels auf. Ihre hohen Rufe sind regelmäßig zu hören, und bei der Futtersuche durchschnattern sie den Uferschlamm. Die Reiherente unterscheidet sich deutlich: Der Erpel trägt ein schwarz-weißes Gefieder, das Weibchen ist braun gefärbt. Diese Art taucht bis zu sechs Meter tief und bleibt bis zu 30 Sekunden unter Wasser, um Nahrung vom Gewässergrund zu holen.

Auch das Rotkehlchen ist aktiv. Es singt selbst im Winter und ist mit seinem „Zik-zik-zik“ oft in Hecken und Gebüschen zu hören. Rotkehlchen sind Teilzieher, manche bleiben ganzjährig, andere ziehen in wärmere Regionen. Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht zu unterscheiden, besetzen aber im Winter getrennte Reviere. Das Weibchen wählt den Nistplatz, das Männchen verteidigt sein Gebiet auch kämpferisch.

Viel Freude bei Euren Naturerkundungen!

Ein männlicher Ringeltaube schwimmt auf ruhigem Wasser, umgeben von reflektierenden Elementen der Umgebung.
Reiherente (Aythya fuligula) an der Rott
Ein Mann und eine Frau stehen im Schnee vor einem Holzgebäude. Der Mann hält einen Wanderstock und lächelt, während die Frau mit einem Fotokameraanhänger in der Hand auf etwas zeigt. Bäume sind im Hintergrund sichtbar.
Wir zwei unterwegs

Safari an der Rott

Ein Eisvogel sitzt auf einem Zaunpfahl, mit leuchtendem orangefarbenem Bauch und grünem Kopf, vor einer unscharfen natürlichen Hintergrundszene.
Eisvogel an der Rott – Martin-pêcheur (Alcedo atthis)

Welch ein Glück! Plötzlich landete in der Wintersonne ein schillernder Eisvogel direkt vor mir auf dem Zaunpfahl am Birnbach und ließ sich ruhig ablichten. Ich stand im Schatten und so nahm er mich nicht wahr.

Milvus migrans
Auch ein Schwarzmilan segelte durch die Lüfte über dem Wasser
Winter landscape with a frozen river reflecting sunlight, surrounded by bare trees and snow-covered ground.
Zugefrorene Rott

Und hier ein Video mit den Abenteuern von heute: Eisvogel. Silberreiher, Schwanzmeisen etc

Vogelbeobachtung an der Rott in Bad Birnbach