Zugegeben: Wir haben keine Steinpilze gefunden und auch keine Maronen. Aber Pilze sind schön, auch wenn sie nicht alle genießbar sind. Insbesondere den Schopf-Tintling finde ich richtig cool, wenn er schon alt ist und tintig zerfließt. Sein Hut zeigt dann edle Designs, die an hochwertige Stoffe von Luxusmarken erinnern. Eine elegante Tigerschnecke passt natürlich farblich gut dazu.
Andere glänzen ledern oder warnen mit grellem Rot. Hier ein paar Eindrücke unseres heutigen Waldspaziergangs.
Das Design dieser Tigerschnecke passt gut zum Schopf-Tintling, finde ich
Ein traumhafter Tag im Nationalpark im Bayerisch-Tschechischen Grenzgebiet. Es gab viele Highlights. Ich liebe diese offenen Landschaften am und im Wald. Licht, tausend Pflanzen, Blüten, Flechten. Ein alter Friedhof im Sumava-Nationalpark war eine Offenbarung. Ein besonderes Erlebnis war auch das Heupferd, das sich unsterblich in Freundin Birgit verliebt hat.
Wilde Weiden im Nationalpark: Ein großes Plus für die Artenvielfalt
Ich gebe es ja zu: Ich liebe Kühe! Im Nationalpark Sumava fungieren große Herden auf extensiven Weiden als Landschaftspfleger, die die Artenvielfalt fördern. Mir macht der Anblick dieser großen Tiere in der Natur einfach glücklich. Die Bullen laufen in der Herde mit, die Kälber ruhen oder spielen miteinander.
Schöne Landschaften
Obwohl es sich beim Böhmerwald geologisch gesehen um ein einziges Gebirge handelt, wird er seit Beginn des 20. Jahrhunderts nach den politischen Grenzen unterteilt (Quelle: Wikipedia). Hier will ich aus einem Schild am Wegesrand zitieren, weil es den Unterschied in der Natur zwischen Bayerischem Wald und dem Nationalpark Sumava in Tschechien gut erklärt:
„Bewirtschaftung auf der tschechischen und der bayerischen Seite des Böhmerwaldes. Während auf bayerischer Seite die Bewirtschaftung ohne Unterbrechung weiterlief, wurde auf tschechischer Seite die Bevölkerung aus dem Grenzgebiet vertrieben. Die Dörfer und Siedlungen verschwanden und mit ihnen das menschliche Wirtschaften. Die Arten des Offenlands, die von der harten Arbeit der ehemaligen Bewohner profitiert hatten, begannen langsam zu schwinden. Auf bayerischer Seite hat sich die Landwirtschaft dagegen durch Düngung und Mechanisierung intensiviert. Dies hatte eine Abnahme der Artenvielfalt zur Folge.“
Unterschiede im BöhmerwaldAn der Grenze geht es über einen Bach„Nasse Grenze“Historisches Fotoalbum über verschwundene Dörfer
Im Rahmen des Projektes „Historisches Album“ wird die verschwundene Landschaft des Böhmerwaldes vorgestellt. So kann man sich vorstellen, wie die Menschen in der Gegend lebten, bevor sie 1946 vertrieben wurden. Es gibt 30 dieser Bücher im Nationalpark.
Ein alter Friedhof lädt zur Meditation einEine Heuschrecke hat uns eine Zeit lang treu begleitet.