Die Fische und wir

Ein Fisch schwimmt im klaren, grünen Wasser und reflektiert das Sonnenlicht.
Fische im Birnbach – Poissons en Bavière

In der Sonne blitzen die Augen der Fische im grünen Wasser golden auf. Was sie wohl denken? Können sie träumen? Pflegen sie im Schwarm besondere Freundschaften? Das habe ich mich gefragt.

Wer von der kleinen Holzbrücke im Kurpark in den Birnbach schaut, da wo er in die Rott fließt, kann gerade jetzt viele junge Fische beobachten. Genau das haben Berndt und ich gestern gemacht. Ich war fasziniert von der Schönheit dieser Tiere. Die Arten kenne ich nicht. KI hat mir zugeflüstert, es könnte sich bei den meisten Fischen auf den Fotos um Döbel (Squalius cephalus) handeln. Und so standen wir auf der Brücke und haben lange den Fischen zugeschaut.

Zwei Personen stehen auf einer Holzbrücke im Kurpark, umgeben von Bäumen und grünem Wasser.
Wir zwei auf der Holzbrücke an der Rott

Am Abend stieg der Mond in den Himmel. Ich habe versucht, ein Foto zu machen und …es ist gelungen. Man sieht sogar die Krater!

Nahaufnahme des Mondes mit sichtbaren Kratern auf der Oberfläche während einer Vollmondnacht.
Der Mond mit seinen uralten Kratern

Ich habe versucht zu verstehen, wie groß diese Krater sind. Anscheinend sind die meisten Einschlagskrater 20 bis 80 Km breit und sind vor etwa 4 Milliarden Jahre entstanden. Und diese Krater können alle Menschen bei guten Vollmondnächten sehen. Das finde ich sehr bewegend.

Natur in Bad Birnbach – Lichtspiele und Laubfarben im September

Ein großer weißer Reiher steht am Ufer eines Gewässers. Der Hintergrund zeigt sanfte Wellen und reflektierendes Wasser.

Unsere Natur im September – Vogelzug, Farbenpracht und Naturbeobachtungen

Lichtspiele und Laubfarben

Der Frühherbst hält Einzug ins Rottal. Das warme Septemberlicht taucht Hügel und Wälder in stimmungsvolle Farben, glitzert auf Tautropfen und lässt das Laub in leuchtenden Tönen erstrahlen. Auch wenn das Wetter wechselhafter wird, sind Spaziergänge durch die Lugenz, die Rottaler Hügel, die Rottauen oder den Kurpark jetzt besonders reizvoll.

Silberreiher an der Rott, ein großer weißer Vogel mit langen Beinen und einem langen Hals, steht am Wasser.
Naturbeobachtungen im Bad Birnbacher Kulturspatz

Pilze, Wildblumen und Herbstzeitlose

In den Wäldern sprießen die ersten Pilze – manche mit edlen Mustern, andere warnend rot oder lederglänzend. Auf den Wiesen blühen noch Wildpflanzen wie Schafgarbe, Ackerwinde und Wegwarte. Die Herbstzeitlose zeigt ihre zarten, krokusartigen Blüten an feuchten Böschungen und in Auwäldern.

Spektakel am Himmel

Der Vogelzug ist in vollem Gange: Stare sammeln sich auf Strommasten und zeigen spektakuläre Flugformationen. Rauchschwalben verschwinden fast über Nacht gen Süden – ganz nach dem Sprichwort: „An Mariä Geburt ziehen die Schwalben furt.“ Auch die Bad Birnbacher Störche geben Rätsel auf: Die Altvögel hatten sich in den letzten Jahren entschieden, im Kurort zu überwintern. Ob sie auch diesmal bleiben?

Panoramaaufnahme der Rottal-Landschaft im September mit sanften Hügeln, Feldern und einer kleinen Kirche im Hintergrund.
Rottaler Hügellandschaft im Frühherbst

Beobachtungen mit Glücksmomenten

In den Rottaler Wäldern, beispielsweise der Lugenz oder in Aunham, locken jetzt lange Spaziergänge durch Wälder, in denen sich immer mehr Farbtöne zeigen. Immer wieder lassen sich nicht nur Blicke auf weite Landschaften erhaschen, sondern auch mit etwas Glück auf Feldhasen und Rehe. Wer aufmerksam durch die Rottauen oder den Kurpark geht, entdeckt Finken und Drosseln im Gebüsch, Stieglitze auf den Wiesen und mit etwas Glück sogar einen Eisvogel, eine Gebirgsstelze oder einen stolzen Silberreiher an der Rott. Vielleicht flattert auch ein orangefarbener Großer Feuerfalter vorbei – ein Schmetterling, der seit Kurzem in den Rottauen heimisch ist.

Zwei Personen stehen in einem geschützten Bereich des Waldes und beobachten die Natur. Beide halten Kameras und scheinen auf etwas Interessantes in der Ferne zu schauen. Der Hintergrund zeigt dichte Bäume und Grünpflanzen.
Es gibt immer was zu sehen! Nadia und Berndt auf der Pirsch

Zauberhafte Natur an der Ilz

Ein Eisvogel sitzt auf einem Ast, umgeben von dichten grünen Blättern und Sträuchern.
Selbst ein Eisvogel ließ sich von der Kamera einfangen!

Im Oberen Ilztal

Die Ilz auch bekannt als „Schwarze Perle“ des Bayerischen Waldes, fällt auf mit seinem dunklen Wasser, das durch humusreiche Waldböden und Moorlandschaften seine geheimnisvolle Färbung erhält.

Entlang der feuchten Uferzonen prägt die seltene Banater Segge (Carex buekii) das Landschaftsbild – eine Pflanze, die nährstoffreiche, kalkhaltige Böden liebt und ursprünglich aus Ungarn kommt. Der schöne Wanderweg durch Wälder und Wiesen am Fluss entlang machen jeden Spaziergang zu einem Naturerlebnis. Selbst ein Eisvogel ließ sich blicken.

An einigen Stellen rauscht die Ilz regelrecht und da erscheint ihre Oberfläche glänzend und reflektierend wie Quecksilber. Wir waren mit Freundin Birgit unterwegs.

Künstliche Kreativität

Künstliche Kreativität – Créativité artificielle

In nur zwei Minuten hat eine KI dieses Bild für mich erschaffen. Faszinierend – und zugleich verstörend. Ich frage mich, wie lange wir Menschen noch künstlerisch tätig sein werden, wenn Maschinen uns in Sekunden das abnehmen, wofür wir oft Tage brauchen: die gedankliche Auseinandersetzung mit einer Idee, die Komposition, die Farbwahl, die liebevolle Ausarbeitung der Details.

Ich hatte lediglich um ein realistisches Bild gebeten: Eine schöne Frau (Jeanne du Barry) in Versailles, neben einem gähnenden Geparden und einem französischen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg – mit traurigem Blick und der Flagge Ecuadors in der Hand.

Was bleibt uns, wenn Kreativität automatisiert wird? Wie kreativ können – und wollen – wir Menschen in Zukunft noch sein?

EN: What remains for us when creativity becomes automated? How creative can — and do — we humans still want to be in the future?

Träumen…

Träumen – Dreaming – Aquarelle – Watercolorpainting – Surreal