Fast zu schön, um wahr zu sein: Das Ilztal im Zauberlicht!
Unterwegs waren wir mal wieder mit unserer Freundin Birgit. Es war magisch schön, in tausend Grüntönen zu baden und so viele blühende Pflanzen am Wegesrand zu entdecken. Am Waldrand Kuckucks-lichtnelke und Storchenschnabel, an den Waldwegen die Teufelskralle. Wo wir auch hinschauten, überall nur Wunder. Das Highlight: Ein Bergmolch in einer Pfütze. Schön war auch die Ilz, die hier und da im gleißenden Licht beinahe gelbliche Farben annahm.
Illuminierte Farne wie grüne Kerzen im SchattenBergmolch (Ichthyosaura alpestris)Romantisch schönSchwarze Teufelskralle (Phyteuma nigrum)Schrottenbaummühle am Ilzwanderweg
Das Flussseeschwalben-Paar ist wieder an der Rott! Ich freue mich sehr, dass sie wieder hier sind. Denn Flussseeschwalben (Sterna hirundo) sind stark gefährdet und ich finde es toll, dass sie anscheinend jedes Jahr hier brüten. Ob sie jemals Bruterfolg hatten, weiß ich nicht. Auf dem Rottauensee gibt es ein kiesbeschichtetes Brutfloß, auf dem jedes Jahr Küken flügge werden. Denn sie brauchen eigentlich ungestörte Kies- und Schotterbänke an Flüssen und Seen, um dort auf dem Boden zu nisten.
FR: Le couple de sternes pierregarins est de retour sur la Rott, notre rivière ! Je suis très heureuxse de les revoir ici. En effet, les sternes pierregarins (Sterna hirundo) sont fortement menacées, et je trouve formidable qu’elles semblent nicher ici chaque année. Je ne sais pas si elles ont déjà réussi à élever des petits. Sur le lac Rottau, il y a un radeau de nidification recouvert de gravier, où des poussins prennent leur envol chaque année. Car elles ont normalement besoin de bancs de gravier et de galets préservés le long des rivières et des lacs pour nicher au sol.
Kleiner FeuerfalterFaulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) – Argus à bandes noires
Umschwirrt von Schmetterlingen und begleitet von den Rufen von Kuckuck und Pirol, schritten wir heute feierlich durch Glockenblumen und Lichtnelken, die sich uns – leise grüßend – zuneigten. Der Seidenreiher machte ein paar Tanzschritte dazu und so war es einfach perfekt in der Zauberwelt vor unserer Haustüre!
Die Gedichte von Berndt Baumgart – mein Dankeschön an einen unermüdlichen Dichter
Verliebt habe ich mich zunächst in seine Texte, dann erst in ihn: den Dichter Berndt Baumgart! Denn schließlich haben wir uns „im Internet kennengelernt“ und da ist mir sein unverwechselbarer Stil gleich aufgefallen. Heute möchte ich von ihm erzählen und zugleich meinen Dank aussprechen: für seine Kreativität, die mich immer wieder inspiriert.
Schon als Jugendlicher war Berndt von Sprache fasziniert und verarbeitete alles Erlebte in Tagebüchern und Texten. Später führte ihn sein beruflicher Weg zum Landeskriminalamt Hessen, wo er als Kriminalbeamter präzise formulieren musste – eine Fähigkeit, die seine schriftstellerische Arbeit nachhaltig prägte. Auch als Übersetzer war er tätig, wodurch sein Gespür für Nuancen und Feinheiten der Sprache weiter geschärft wurde.
Sein Stil zeichnet sich durch eine direkte, schnörkellose Sprache aus, die dennoch einen melodischen Rhythmus besitzt. Thematisch bewegt er sich zwischen den großen Fragen des Zeitgeschehens, lustigen Alltagssituationen und den ewigen Themen der Literatur: Liebe, Natur, Religion. Seine Texte sind oft von einer lebensbejahenden Grundhaltung durchzogen, doch ebenso scheut er sich nicht, die Härte der menschlichen Existenz kritisch zu hinterfragen.
Manche Gedichte mahnen eindringlich zu gesellschaftlichem Wandel, andere lassen ein leises Augenzwinkern erahnen – eine Ironie, die zwischen den Zeilen aufblitzt und den Leser zum Nachdenken anregt.
In einer Zeit, in der Lyrik oft ein Schattendasein fristet, schreibt Berndt unermüdlich weiter. Wie viele Gedichte und Erzählungen er bereits verfasst hat? Das bleibt sein Geheimnis. Sicher ist jedoch, dass er allein in den letzten Jahren Hunderte von Texten auf seiner viel gelesenen Webseite veröffentlicht hat ( https://woher-wohin.com/gedichte/ ) Auf der Plattform keinverlag – einer deutschsprachigen Autoren-Community – sind mittlerweile fast 700 lyrische Werke von ihm zu finden.
Ich bin stolz, einen kreativen Menschen als Partner zu haben, der mich inspiriert. Hier einige seiner neueren Werke.
Und schon sind wir im „Wonnemonat“. Was uns jetzt in der Natur rund um Bad Birnbach erwartet? Das habe ich mal wieder versucht, für den Bad Birnbacher Kulturspatz einzufangen
Wie üblich hier noch einige Fotos, die Berndt und ich im Mai des letzten Jahres an der Rott geschossen haben. Jetzt wird´s langsam paradiesisch da draußen!
Hauhechel-Bläuling an der Rott
Blühende Vielfalt im Mai
Nun schwirren Schmetterlinge, Bienen und Libellen über die Blühwiesen im Kurpark und an den Ufern der Rott; aus Tümpeln rufen Frösche. Hahnenfuß, Löwenzahn, Klee, Wiesenschaumkraut und Glockenblumen stehen jetzt stehen in voller Blüte. An den Böschungen fängt die Königskerze an, mit ihren aufrechten, kerzenähnlichen Blütenständen, sonnengelb zu blühen. Ihre Schönheit wird uns den ganzen Sommer über begleiten. Eine Blühwiese mit heimischen Wildblumen ist eine Quelle faszinierender Entdeckungen – einfach hinschauen, und schon eröffnen sich Wunder der Natur!
Das Storchennest
Die Birnbacher Störche feiern den Mai mit viel Liebesgeklapper. Ein Blick nach oben zum Horst auf dem alten Brauereikamin lohnt sich, denn meist kann man nun die Köpfchen der Jungstörche über den Rand des Nests erblicken. Dann beginnt das Rätselraten: Sind es ein Junges, zwei oder vielleicht sogar drei? Besonders erinnerungswürdig war das Jahr 2018, als in diesem Horst erstmals eine erfolgreiche Brut mit drei flüggen Jungvögeln gelang.
Drei auf einen Streich – Das bringt Glück
Vogelstimmen an der Rott
Amsel, Drossel und Rotkehlchen singen jetzt aus voller Kehle. Entlang der Rott bereichert der Pirol, der wunderschöne gelbe Vogel, das Konzert mit seinen flötenden Rufen. Die Rottauenwege laden zu Spaziergängen ein, bei denen eine Vielzahl von Vögeln gehört und beobachtet werden kann. Eine Vogelstimmen-App hilft bei der Identifikation, und so wurden Ende Mai 2020 in einem Biotop an der Rott zahlreiche Arten bestimmt: Grauschnäpper, Buchfink, Buntspecht, Mönchsgrasmücke, Pirol, Kuckuck, Zilpzalp, Fitis, Kleiber, Amsel und Goldammern. Über allem kreisten Turmfalken und Rauchschwalben.
Zauber der Lugenz
Auch die umliegenden Wälder laden zu besonderen Spaziergängen ein. Mit den zunehmend wachsenden Laubbäumen auf ehemaligen Fichtenflächen wirkt der Wald heller und lebendiger. Das Licht lockt nun mehr blühende Pflanzen und Schmetterlinge an, die bisher kaum zu sehen waren.