Unsere Natur im Dezember

Die Rubrik Naturbeobachtung im Bad Birnbacher Kulturspatz

Meine Rubrik „Naturbeobachtung“ im Bad Birnbacher Kulturpatz Dezember 2024 und einige Naturfotos aus dem Monat Dezember. Alle Fotos sind von mir in den vergangenen Jahren in und um Bad Birnbach geschossen worden.

Im Dezember letzten Jahres gab es einige besondere Bilder, weil der Schnee eine besonders schöne Atmosphäre herbeigezaubert hatte. Ob es in diesem Jahr noch schneit? Lassen wir uns überraschen…

Kohlmeise und Buchfink nehmen ein Winterbad

Naturbeobachtung im Dezember – Stille, Frieden und bunte Tupfer

Der Winter ist nun da und mit ihm die Frage, was wir auf unseren Entdeckungstouren in der Natur erleben werden. Oftmals haben wir ein bestimmtes Bild vor Augen: Die Landschaften liegen still, die Farben reduzieren sich auf wenige graubraune Töne, und die nackten Bäume ruhen im Nebel. Ist das wirklich so? Wenn wir genau hinhören und hinschauen, gibt es oft Überraschungen!

Ganz so still ist es gar nicht: Im Kurpark „klickt“ das Rotkehlchen im Gebüsch, lärmende Wacholderdrosseln suchen in Hecken und Gehölzen nach Früchten, und der Buntspecht klopft rhythmisch Fichtensamen auf. Welch schöne Musik! Im Winter lassen sich gut Amsel, Buchfink, Blaumeise, Buntspecht und Zaunkönig beobachten, und Wintergäste aus Nordeuropa – wie Erlenzeisig und Bergfink – besuchen uns.

 Auch die Farben sind nicht nur düster. Leuchtend rote Hagebutten setzen fröhliche Farbakzente, und wer genau hinschaut, entdeckt die kleinen, weißen Blüten des Gänseblümchens. Einige Tupfer Rosenrot und Knallgelb fügen die Männchen von Gimpel und Stieglitz mit ihrem bunten Gefieder hinzu. Weiße Weihnachten sind selten geworden, aber – wer weiß – vielleicht fällt im Dezember doch etwas Schnee? Bleibt er liegen, strahlt der Himmel blau, und überall sind Vögel zu sehen. Märchenhaft!

Möglicherweise entscheiden sich unsere Weißstörche wieder, in unserem Kurort zu überwintern. Etwa 300 Störche bleiben laut LBV (Landesbund für Vogelschutz) jedes Jahr den Winter über in Bayern.

Eine Amsel nascht rote Beeren

Vogel-Portrait – die Amsel

Wenn ich im Winter Amseln sehe, frage ich sie leise: „Wo kommt Ihr denn her?“ Oft bleiben die schwarzen Vögel das ganze Jahr über bei uns, aber einige ziehen nach Südeuropa oder Nordafrika, während Vögel aus dem Norden zu uns kommen. Es ist spannend zu erfahren, was die Amsel, die vor uns herumhüpft, erlebt hat: Ist sie ein Zuzügler aus der Umgebung, ein Wintergast oder vielleicht ein „Einheimischer“, der in Bad Birnbach geschlüpft ist? Ihr gelb umrandetes Auge betrachtet uns neugierig, sie verrät aber ihr Geheimnis nicht.

Vor etwa 150 Jahren war die Amsel noch ein scheuer Waldvogel. Heute sieht man sie in fast jedem Park und Garten. Im Winter ernährt sich die Amsel hauptsächlich von Beeren und Samen und übernachtet aufgeplustert und gut geschützt im Gebüsch. Wussten Sie, dass Amseln zur Familie der Drosseln gehören? Wie andere Drosseln sucht auch die Amsel gern hüpfend am Boden nach Beute. Deshalb nennt man sie auch „Schwarzdrossel“. Im Volksglauben galt die Amsel oft als Glücksbringer: In einem Haus, in dem eine Amsel weilt, soll der Blitz nicht einschlagen.

Wahrscheinlich lassen sich auf Ihren Touren rund um Bad Birnbach jetzt sogar Rehe und Feldhasen blicken. Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und viel Freude bei Ihren Naturerkundungen! Nadia Baumgart

Unsere Natur im November – der Kleiber

Der Kulturspatz November ist da!

Im November bereitet sich die Natur auf eine Ruhepause vor. Doch wer durch die Natur streift, wird keinen „Novemberblues“ erleben. Die Farben des Herbstes lassen das Licht im Spätherbst wärmer erscheinen; selbst an grauen Tagen wirkt ein Spaziergang in den Wäldern und Wiesen rund um Bad Birnbach belebend.

An der Rott können wir Reiher und Krickenten beobachten, die hier überwintern, während sich im Wasser die herbstlichen Farben der Vegetation spiegeln.

Der flinke Kleiber ist einer meiner Lieblingsvögel. Im Winter kann man ihn besonders gut beobachten.

Vogel-Portrait – der Kleiber

In unserer neuen Serie stellen wir Vögel vor, die uns auch im Winter begegnen können. Den Anfang macht der farbenfrohe und kletterfreudige Kleiber.

Er kündigt sich meist durch seine lauten, pfeifenden Rufe an, die manchmal fast wie menschliches Pfeifen klingen. Hört man ihn, ist es in der Regel nicht schwer, ihn zu entdecken.

Der blau-orange Kleiber mit dem schwarzen Augenstreifen klettert geschickt den Baum hoch und runter, weshalb er auch Spechtmeise genannt wird. Abwärts schafft er es sogar kopfüber, was ihm kein anderer Vogel nachmacht. Der kleine Singvogel ist unverwechselbar und überall dort zu finden, wo ältere Laubbäume stehen. Hier zieht er seinen Nachwuchs groß und verklebt zum Schutz der Jungvögel teilweise den Eingang seiner Nisthöhle.

Er ist auch im Winter bei uns zu sehen. Selbst im Kurpark kann man den kleinen Akrobaten kopfüber an Stämmen klettern sehen. Am wohlsten fühlt sich der Kleiber in offenen Laub- und Mischwäldern, Parks, Gärten oder Obstwiesen.

Im Sommer fressen Kleiber hauptsächlich Insekten, die sie von Ästen oder Blättern sammeln. Im Herbst und Winter stehen Nüsse und Sämereien auf dem Speiseplan.

Der Name „Kleiber“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bezieht sich darauf, dass der Kleiber den Eingang von Bruthöhlen mit Lehm verklebt, um sie selbst zu nutzen. So schützt er seine Höhle vor Mardern oder Krähen, indem er den Eingang mit einer Mischung aus Lehm und Speichel so weit zumauert, dass er gerade durchpasst.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei Ihren Naturerkundungen im ländlichen Bad Birnbach!

Im November ist auch der Silberreiher an der Rott oft zu sehen.
Immer wieder überwintert ein Paar Weißstörche in Bad Birnbach – Hier läuft einer über die Arterhof-Wiesen
Der Stieglitz zaubert fröhliche Farben in den November

Unsere Natur im Oktober – Herbstsonne und Glücksvögel

Naturbeobachtung-Kulturspatz

Nun treten wir die Heimreise an und ich sehe, der Bad Birnbacher Kulturspatz Oktober ist auch schon online…Hier der Text:

Die Sommermonate 2024 waren laut dem EU-Klimadienst Copernicus im globalen Durchschnitt so warm wie nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Daher könnte auch der Oktober noch spätsommerlich warm bleiben. Vielleicht erleben wir aber auch das Gegenteil: Plötzliche Kälteeinbrüche sind in diesem Herbstmonat ja nichts Ungewöhnliches.

Egal wie das Wetter wird, der Herbst wird schön, wenn wir die Natur bewusst wahrnehmen. Beim Wandern rund um den Kurort gibt es im Oktober solche Tage: Der Himmel ist blau, die alten Bäume am Waldrand sind prachtvoll, vielleicht sonnt sich eine Eidechse, die Störche sind noch unterwegs, letzte Schmetterlinge schwirren umher, Flockenblume und Ehrenpreis blühen noch. Die Störche hatten in diesem Frühjahr zwar keinen Bruterfolg, lassen sich aber immer wieder auf Wiesen oder im Kurpark sehen.

In der zweiten Oktoberhälfte beginnt langsam das leuchtende Farbenspiel des Herbstes, und erste Morgennebel steigen aus den Rottauen auf.

Besonders spannend ist der Vogelzug. Hören Sie trompetende Rufe? Ein Blick in den Himmel lohnt sich, denn in den letzten Jahren flogen im Oktober Hunderte von Kranichen laut rufend über Bad Birnbach. Erst seit wenigen Jahren ziehen Tausende dieser Glücksvögel trompetend über Bayern auf dem Weg zu ihren Winterquartieren. Von ziehenden Graugänsen sind sie durch ihre langen Beine, die den Schwanz überragen, gut zu unterscheiden.

Mit etwas Glück können wir auch wieder Rehe auf den Rottaler Hügeln erblicken. Es ist immer eine große Freude, sie zu sehen. Jetzt beginnen sie, sich zu kleineren Gruppen – sogenannten „Sprüngen“ – zusammenzuschließen, die sich im Frühjahr wieder auflösen.

Spähender Turmfalke an der Rott
Berndt und Nadia im Rottal unterwegs
Im Oktober lassen sich die Rehe langsam wieder sehen.

Unsere Natur im August– Hochsommerlicht und blühende Stauden

Der neue Kulturspatz August ist schon online. Wie immer zeige ich hier meinen Beitrag in dem Heft und Naturfotos, die ich den letzten Jahren in Bad Birnbach- insbesondere auf den Rottauenwegen und im Lugenz-Wald – im August gemacht habe.

Unsere Natur im August– Hochsommerlicht und blühende Stauden

Der Hochsommer ist angebrochen, und das Licht strahlt in voller Pracht. Bei unseren Streifzügen durch Wiesen und Wälder rund um Bad Birnbach erleben wir die Spätsommer-Stimmung hautnah. Reife Mirabellen und Brombeeren laden zum Naschen ein, während Bläulinge an Blüten kosten und ein schillernder Eisvogel über die Rott flitzt. Graureiher sind auf der Pirsch, und spätblühende Pflanzen wie Rainfarn, Odermennig und Königskerze zeigen ihre gelben Farben, während der Blutweiderich kräftige, lila Akzente setzt. An den Rottauenwegen sind alle diese Stauden zu bewundern. Im Wald sind die Heidelbeeren reif.

Trotz der Wetterkapriolen der letzten Monate nehmen wir es gelassen: Ob Regen oder Sonnenschein, in der Natur ist es immer schön! Wer die Natur wandernd erkundet, erfährt die Vielfalt der Rottaler Flora und Fauna.

Unsere Natur im Juli – Naturbeobachtung im Rottal

Tagpfauenauge

Was kreucht und fleucht bei uns herum? Auf diese Frage habe ich wieder einmal versucht, im Kulturspatz zu antworten. Wie immer hier auch einige Naturfotos, die ich in den letzten Jahren in unserer schönen Gegend gemacht habe.

Unsere Natur im Juli – Duftende Wiesen

Im Juli bietet unsere Gegend eine reiche Naturvielfalt, die es zu erkunden gilt. An der Rott sind zahlreiche Vögel zu beobachten, darunter der faszinierende Grauschnäpper. Dieser kleine Vogel zeichnet sich durch sein graubraunes Gefieder und seine akrobatischen Flugkünste aus; er jagt nämlich Insekten in der Luft. Die Plattbauchlibelle ist ein weiteres Highlight: Der Körper des Männchens hat ein schönes Hellblau. Blau schillert auch der Eisvogel, der immer wieder über die Rott flitzt. Insgesamt wird der Vogelgesang jedoch leiser: Sobald die Jungen das Nest verlassen, müssen die Eltern ihr Territorium nicht weiter verteidigen.

Wildblumen wie Kamille, Mädesüß, Wegwarte und Natternkopf zieren den Wegesrand. Jetzt können wir nach Schmetterlingen schauen und begegnen vielleicht sogar dem bunten Taubenschwänzchen, einem schönen Falter, der wie ein Kolibri über den Blüten flattert.

Bei heißen Temperaturen lädt auch ein Spaziergang im duftenden Schatten des Lugenz-Waldes zum Entspannen ein.  Wir wünschen Ihnen viel Freude bei Ihren Naturerkundungen im ländlichen Bad!

Bad Birnbacher Kulturspatz
Das Rottal im Juli
Am Waldrand – Rottal-Inn in Niederbayern