Und dass wir wieder auf Storchen-Nachwuchs hoffen dürfen, das beweisen diese Bilder von heute Morgen! Insgesamt sind in den letzten Jahren 6 Jungstörche aus diesem Horst auf dem alten Brauereikamin in Bad Birnbach flügge geworden, obwohl es auch mal wetterbedingt nicht geklappt hatte. Wir hoffen, dass es dieses Jahr wieder klappt. Viel Glück, Ihr Störche!
Storchennest auf dem Brauereikamin in Bad BirnbachDie Störche sind wieder da!
Der Kiebitz ist deutschlandweit, aber auch in Bayern stark gefährdet: Als Bodenbrüter hat er ein sehr gefährliches Leben: Landmaschinen, versiegelte Flächen, aber auch freilaufende Hunde sind seine Feinde. Im letzten Jahr wurden nur 24 geschlüpfte Kiebitzküken in unserem großen Landkreis gesichtet. Wenn das so weiter geht, wird er in unserer Region aussterben.
Um das zu verhindern, bietet nun der Landschaftspflegeverband Rottal-Inn interessierten Landwirten Förderprogramme und kostenlose Beratungsgespräche.
Es wäre sehr schön, wenn möglichst viele Landwirte die Maßnahmen umsetzen würden. Mehr dazu in diesem Link:
Von Einheimischen hört man oft „es gibt doch so viele Kiebitze!“ Was sie nicht bedenken ist, dass die Altvögel zwar immer wieder zum Brüten herkommen, sie ihre Jungen aber nicht flügge bekommen.
Und die Schwärme, die wir hier sehen, bestehen auch aus vielen Vögeln, die weiterziehen. Außerdem werden Kiebitze recht alt (über 10 Jahre). Man sieht dann lange die Altvögel, die zum Brüten kommen und bemerkt nicht, dass immer weniger Küken schlüpfen. Ich glaube aber, dass das Bewusstsein der Gefahren langsam wächst und dank der Maßnahmen des LPV und dem Verständnis der Hundehalter dürfen wir Hoffnung haben.
Schwarm von Kiebitzen und Staren im Rottal
Ein Schwarm Kiebitze hinter einem Starenschwarm. Es ist faszinierend zu beobachten, wie tänzerisch beide Schwärme immer wieder verschmelzen.
Schon öfters hatten wir Kolkraben bei unseren Wanderungen gehört. Nun konnten wir sie sehen, beobachten, fotografieren. Und zwar im Forst bei Braunau. Sie paarten sich sogar vor unseren Augen und die Kamera war zu schamhaft, um das festzuhalten (in Wirklichkeit waren zu viele Äste vor dem Schauspiel).
FR: Pour la première fois de ma vie j´ai réussi à photographier des corbeaux. Je les avais entendu dans le passé mais cette fois-ci j´ai pu les observer tandis qu´ils batissaient un nid. Quelle aventure!
Raven in a tree
Der Rabe ähnelt der Krähe, ist jedoch viel größer (ca. wie ein Mäusebussard) und hat einen stärkeren Schnabel. Er hat eine tiefere und raue Stimme. Raben „reden“ miteinander. Weil sie so beeindruckend sind, gelten sie in einigen Kulturen als Götterboten.
Für uns war diese Beobachtung das Highlight des Tages! Allerdings bekamen wir – zurück im Rottal – noch Mäusebussarde, Kiebitze und Rehe vor die Linse.
Lapwings in Lower Bavaria – Vanneaux huppés en Basse-Bavière
Gerade in diesen beunruhigenden Zeiten tut Natur besonders gut. Heute waren wir im schönen Kollbachtal bei Arnstorf, wo wir viele Kiebitze gesehen haben. Sie kommen zurzeit in Schwärmen in ihre Brutgebiete zurück. Es ist so schön, durch die Gegend zu streifen und überall kleine und große Naturwunder zu entdecken.
Es sind leider traurige Zeiten. Da tut Musik der Seele gut. Heute gab es eine offene Marschprobe des Jungen Blasorchesters in Bad Birnbach. Und das war sehr schön!