At an exhibition of contemporary art in the city of Passau
Les expos d´art sont particulièrement importantes en ces temps de « faim » culturelle.
Gerade in diesen Zeiten, in denen man den Eindruck bekommt, kulturell zu verhungern, bin ich so dankbar für die Ausstellungen in der Sankt Anna-Kapelle in Passau. Heute waren wir wieder einmal dort und haben die Ausstellung „Fragile Seitenlage“ besucht. Die Exponate waren inspirierend. Nicht immer gefällt einem alles, aber die Werke, die dort im Kunstverein ausgestellt werden, haben fast immer etwas Überraschendes, Innovatives, Interessantes, das mich zum Nachdenken bringt.
Zwei Kusspuppen auf UrlaubsreiseEin Werk von Anna Katharina Mader im Ausstellungsraum der Sankt Anna Kapelle in Passau
Heute war wieder Wochenmarkt in Bad Birnbach und es hat richtig Spaß gemacht, das bunte Treiben mit schnellen Tuschezeichnungen einzufangen. Ich saß vor dem Rathauscafé, von dort aus hat man eine gute Übersicht.
Rapid sketches on the market – Dessins à l encre au marché
About an exhibition in the Museum Salzburg showing the sculptures of the British-Nigerian artist Yinka Shonibare.
Gestern waren wir im Museum der Moderne Salzburg. Dort fand eine spannende Ausstellung der Werke des britisch-nigerianischen Künstlers Yinka Shonibare (geboren 1962) statt. Kaum stand ich zwischen seinen lebensgroßen bunt gekleideten Figuren, fühlte ich mich in einer seltsamen Märchenwelt, die mich neugierig machte.
Aus der Museums-Webseite: „Der Künstler sieht sich in der Rolle eines „postkolonialen Hybriden“, der mit einer subversiven künstlerischen Strategie bevorzugt Episoden aus der europäischen Kunst und Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts aufgreift und zu tragikomischen Szenen menschlichen Tuns ausgestaltet.“
Mich haben insbesondere zwei seiner Gestalten bewegt: „Revolution Kid (Calf)“ und „Butterfly Kid (Boy)“
Beide sind „hybride“ Wesen zwischen Tier und Mensch.
Zum Revolution Kid:
Er trägt wie alle Geschöpf Shonibares edle und sehr farbige Kleidung, scheint mit einer goldenen Pistole in den Himmel zu schießen, springt dabei in die Höhe und hat einen Kalbskopf. Aus dem Museums- Kurzführer: „Shonibares Revolution Kid bezieht sich auf die Aufbruchsstimmung des Aarabischen Frühlings und zitiert eine Pose aus dem monumentalen Gemälde La Liberté guidant le peuple (Die Freiheit führt das Volk), das Eugène Delacroix anlässlich der Julirevolution des Jahres 1830 geschaffen hat.“
Der bewaffnete Junge auf dem Bild hat anscheinend den Schriftsteller Victor Hugo zu seiner Figur „Gavroche“ inspiriert. Gavroche repräsentiert den hoffnungsfrohen Mut der Jugend, stirbt aber später im Kampf.
Zum Butterfly Kid:
Kaum steht man vor ihm, fängt man an zu träumen. Seine Kleidung leuchtet seiden, er ist regelrecht „beflügelt“. Aus dem Kurzführer: „Die Skulptur ist vom Klimawandel und seinen Auswirkungen […] inspiriert und zeigt, dass unsere komplexe Geschichte mit den Herausforderungen von heute in Verbindung steht.“
Die Ausstellung (bis 12.09.21) ist sehr zu empfehlen. Hier mehr dazu: