Ein Einödhof als Traumhaus

Der renovierte Hof im Rottal

Da geht einem das Herz auf! Ein alter, denkmalgeschützter Rottaler Hof (Einfirsthof) ist liebevoll und originell von einem Architekten-Ehepaar renoviert worden. Heute durften wir ihn in besichtigen: Der Hof wurde heute von den Eigentümern der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Front des alten Hauses ist erhalten worden, in den Innenräumen wurde viel mit Glas gespielt. Ganz besonders hat mir das „blaue Zimmer“ gefallen und natürlich der Flügel im Wohnzimmer. Schön finde ich auch, dass viel mit Lehm und Upcycling gearbeitet wurde und um das Haus herum Obstbäume und Büsche Insekten und Vögel anziehen.

Schon die Toreinfahrt ist einladend
Ein blaues Traumzimmer
Ein Flügel im ehemaligen Kuhstall
Viel Glas in der Scheune
Moderne Möbel im alten Haus.

Jungstörche in Bad Birnbach – Flugübungen

Flugübungen im Nest – Young storks in Bavaria – Notre nid de cigognes en Bavière

Übung macht den Meister. Das wissen auch die Bad Birnbacher Jungstörche, die fleißig ihre Flugübungen machen. Schließlich wollen sie im Juli über die Rottaler Wiesen fliegen. 

Viel Platz ist da nicht

Und hier noch in Action:

Birnbacher Storchennest

Im Abendlicht

Reh im Abendlicht

Im Abendlicht lief mir am Waldesrand dieses elegante Reh über den Weg.

Belle chevrette dans la lumière du soir.

Naturbeobachtungen machen glücklich

Aug in Aug mit dem Feldhasen

Ich zeige hier einige Naturfotos, die in den letzten Tagen entstanden sind. Jedes ist mit starken Emotionen verbunden. Für mich ist es immer ein Wunder, einem Wildtier in die Augen schauen zu dürfen. Das erzeugt in mir Glücksmomente. Ich schaue meinen wilden Mitgeschöpfen in die Augen, sie schauen mich an und bleiben ruhig, atmen in meiner Nähe. Ich fühle mich dann mit ihnen verbunden und somit auch selber wild und frei.

Und ich bin dankbar, diese Momente immer öfter erleben zu dürfen. Denn bei jeder Naturbeobachtung lernt man etwas hinzu. Mit der Zeit begreift man besser, wo man genau hinschauen oder hinhören sollte.

Ich achte aber auch immer darauf, den Tieren nicht zu nah zu kommen. Mein Kamera-Zoom erlaubt mir, mit dem Auge ganz nah zu kommen. Auch ein Fernglas kann sehr hilfreich sein, Tiere aus sicherer Distanz zu beobachten. Letztens hatte ich zwei unschöne Erlebnisse: Ein Hund jagte die trächtige Häsin, die mir vor einigen Tagen über den Weg gelaufen war. Und gestern beobachtete ich ein Reh, ruhig ging es durch das Unterholz, als plötzlich hinter ihr ein Wanderer auftauchte. Das Tier sprang panisch auf und raste davon. Der Wanderer war quer durch den Wald gelaufen, das Reh und die panikartige Flucht waren ihm nicht aufgefallen. Es ist wichtig, gerade jetzt in der Setzzeit auf den Wegen zu bleiben. Wildtiere kennen den Verlauf von Wanderwegen und erschrecken weniger, wenn dort Menschen auftauchen. Geht man quer durch das Gebüsch, fühlen sich die Wildtiere sehr gefährdet.

Naturbeobachtungen sind auch viel schöner, wenn man die Tiere in ihrem natürlichen Verhalten beobachten kann. Achtsamkeit und Respekt vor der Natur gehören einfach dazu.

Ein aufmerksames Reh
Eine Dorngrasmücke (Sylvia communis) bei der Morgentoilette
Der seltene Seidenreiher (Egretta garzetta) ist wieder da
Der Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris) im Gebüsch

Und hier noch ein Naturvideo aus dem Rottal:

Nachtreiher an der Rott

Nachtreiher an der Rott bei Bad Birnbach – Black-crowned night heron

EN: Black-crowned night heron /  FR: Bihoreau gris

Ein Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) an der Rott bei Bad Birnbach! In Deutschland ist der Nachtreiher ein sehr seltener Vogel. Als Brutvogel ist er sehr gefährdet. In unserer Gegend sieht man ihn am ehesten am Inn. Jedes Jahr ist er aber auch an der Rott zu sehen! Ich bin ihm immer wieder begegnet, aber die Sichtungen sind schon sehr selten. Deswegen habe ich mich heute ganz besonders gefreut, ihn zu entdecken.

Er heißt Nachtreiher, weil er meist nachtaktiv ist; zur Zeit der Jungenaufzucht wird allerdings auch tagsüber der Nahrungssuche nachgegangen.