Stille und Sterne im Wald

Nature in the Bavarian Forest
Großer Eisvogel im Bayerischen Wald
Großer Eisvogel (Limenitis populi)
So langsam werde ich “woidsüchtig”, jedenfalls haben wir wieder einmal im Bayerischen Wald wunderschöne Entdeckungen gemacht, diesmal ging es um Schmetterlinge: zuerst entdeckten wir den imposanten und seltenen Großen Eisvogel (Limenitis populi), dann den hübschen Mädesüß-Perlmuttfalter (Brenthis ino).

Schmetterling im Bayerischen Wald
Mädesüß-Perlmuttfalter (Brenthis ino)
Auf dem Zellertalradweg sind wir durch die herrliche Landschaft nach Bodenmais gefahren. Dann konnten wir uns nicht loseisen und haben wieder einmal in der „Poschinger Hütte“ in Arnbruck übernachtet. Abends in der Dämmerung sind wir noch einmal hinaus, um den vielen Waldvögeln zu lauschen. Dann gingen die Sterne auf. Ein echter Sternenhimmel, das ist einfach ein wunderbares Erlebnis! Ein Igel huschte dann noch schnell über den Weg und es war nur noch ein Geräusch zu hören: Das Rauschen des Baches.

Zellertalradweg im Bayerischen Wald
Auf dem Zellertalradweg
Wer Stille und Natur liebt, gerne wandert und radelt, dem kann die Poschinger Hütte, die von der überaus freundlichen Familie Schrötter geführt wird, nur wärmstens empfohlen werden. Die Pension und Gaststätte liegt direkt am Zellertalradweg und ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen. Abends sitzt man bei einem kühlen Bier, einer Brotzeit oder einem leckeren Essen auf der Terrasse: https://zur-poschinger-huette.de/

Bach am Wanderweg bei der Poschinger Hütte in Arnbruck

Bavarian Forest

View out of our window in the Bavarian Forest

Sicht aus unserem Fenster im Bayerischen Wald

Watercolour / Aquarell

Jungle

2-Waldwiesbach-Arnbruck

Enjoying nature in the Bavarian Forest

6-Huhnbegleitung

Ein Huhn begleitet uns in den Wald

Natur Pur im Zellertal (Bayerischer Wald)

Europäische Orchideen. Das breitblättrige Knabenkraut oder die ganz und gar exotisch anmutende grünliche Waldhyazinthe zum Beispiel. Wer hat sie gesehen? Wenn man fragt, wohin die Menschen gerne in Urlaub gehen, auch die Naturliebhaber, hört man von Kreuzfahrtschiffen, Safari in Südafrika oder Camping in der vierten Reihe am See.

Das mag schön sein. Interessant ist es allerdings auch, die Natur vor der eigenen Haustür zu entdecken. Es gibt glücklicherweise überall Naturschutzgebiete. Und bei uns in Bayern (und nicht nur hier) auch einen Urwald. Urwald, das klingt nach fernen und unendlichen Wäldern. Und doch gibt es sie – wenn auch leider nicht mehr in der primären Form – hier und da auch in unseren Naturschutzgebieten. Schließlich ist der Mensch lernfähig und hat gemerkt, dass Fichten-Monokulturen auf Dauer sowohl der Waldwirtschaft als auch dem Tourismus schaden.

Eine wunderschöne Strecke durch den „Urwald“ bei Arnbruck im Zellertal (Bayerischer Wald) durften wir heute kennenlernen. Welch eine Freude! An einem rauschenden Bach entlang kamen wir ständig ins Staunen: wie viele Moose und Farne es gibt! Dann noch die Wasserfälle, die vielen blühenden Pflanzen, Pilze, Frösche, Schmetterlinge, rufende Vögel, Schmetterlinge und Käfer. Wie schön und vielseitig die Natur noch sein kann, wenn wir sie nicht dem Diktat des Kapitalismus und der einspurigen Gedanken opfern, dachten wir.

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In den Wald wurden wir übrigens von einem Huhn begleitet.

Heraus von einer Katze.

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