Rehe heute im Rottal – Gibt es etwas Schöneres? Für mich kaum!
Schade, dass sie inzwischen im Rahmen der „Wald vor Wild“-Ideologie vermehrt gejagt und als Waldzerstörer angesehen werden. Ich hoffe, sie werden auch noch in Zukunft durch unsere Landschaften streifen dürfen.
Schon immer wollte ich mal auf den Zentralfriedhof in Wien. Um die Atmosphäre zu erleben, aber auch um das Grab des genialen Künstlers Alfred Hrdlicka und seiner Frau Barbara zu besuchen. Ich hatte die Ehre und das Glück, beide persönlich kennenzulernen.
Beim Spaziergang durch den Friedhof habe ich die Ehrengräber gesehen und die Areale der syrisch/-koptischen, der armenisch-apostolischen, der jüdischen, der islamischen und der serbisch-orthodoxen Gräber besucht. Dabei kamen mir viele Gedanken. Hier liegen nun Menschen aus fast allen Nationen und Glaubensrichtungen friedlich und gleich nebeneinander. Geht das nur, wenn Menschen verstorben sind? Traurige Gedanken in dieser Zeit des Wettrüstens…
Auch Ängste um die Zukunft hatte ich dabei. Wie geht es weiter mit dieser Welt? Da erschienen plötzlich Rehe zwischen den Gräbern. Lautlos. Vertrauensvoll. Wunderschön. Eine ältere Dame pflegte ein Grab, während die Rehe ruhig an ihr vorbeizogen. „Kommen Sie nur näher!“, rief sie mir lachend zu. „Die haben keine Angst!“.
Grab auf dem Zentralfriedhof WienYu Jianzhang (1953-2020) Ehrengrab Beethoven Zentralfriedhof WienZentralfriedhof WienEin Reh auf den Gräbern! Ein Wunder…
Rehbock vor dem Grab der Familie Wald – Chevreuil dans le cimetière central de Vienne
Der Zentralfriedhof in Wien. Das ist für mich ein wirklicher Fried-Hof, ein friedlicher Ort, in dem Wildtiere willkommen sind und ohne Angst vor Hunden und Jägern dem Besucher ihre ganze Schönheit vertrauensvoll zeigen. Welch zauberhafte Augenblicke!
Le cimetière central de Vienne est un vrai havre de paix pour les animaux sauvages.
Rehe ohne Angst im Zentralfriedhof WienEichhörnchen sind auch unterwegsWildtiere ohne Scheu vor Menschen. Für mich ein Garten EdenLeise und elegant gehen sie durch die Gräber…
Ein echter Star!Eine besonders hübsche Gebirgsstelze
Unsere Natur im August – Reifes Obst und schöne Sichten –
Mein Beitrag für den Bad Birnbacher Kulturspatz
Dass Streuobstwiesen nicht nur landschaftsprägend sind, sondern auch artenreiche Biotope, ist inzwischen bekannt. Gut, dass es mitten im Bad Birnbacher Kurgebiet diese ästhetisch und ökologisch wertvollen Oasen gibt! Jetzt sind sie auch besonders schön: Die ersten reifen Äpfel und Zwetschgen hängen nun zahllos und bunt an den Ästen. Über den gemähten Wiesen rüttelt der Turmfalke und späht nach Mäusen, und die gelben Blüten der Königskerze säumen die Wege. In der Vogelwelt wird es insgesamt ruhiger; als erste Zugvögel reisen Pirol und Mauersegler ab. Wer genau hinschaut, kann allerdings an der Rott immer wieder seltene Vögel wie den Waldwasserläufer oder die Gebirgsstelze entdecken.
Ein Fernglas lässt den Spaziergang an den Rottauenwegen zum Abenteuer werden. Keinen Feldstecher braucht man, um einen Blick auf die Bad Birnbacher Störche zu erhaschen, die sich immer wieder auf den Wiesen des Kurortes zeigen. In diesem Jahr sind zwei Jungstörche aus dem Nest auf dem Brauereikamin flügge geworden. Im zauberhaften Licht des Hochsommers sind nun die Sichten auf die Rottaler Hügel von den vielen Wanderwegen aus zu bewundern.
Da marschiert ein Bad Birnbacher Storch vorbei
Und hier noch ein schönes Tiervideo, gedreht im Rottaler Sommer: