Muffelwild im Jugendstil

Muffelwild – Illustration – Aquarellmalerei – Watercolorpainting

Von der Bundesstraße aus sehe ich oft auf einer Weide mit Hanglage bei Pfarrkirchen eine Herde von Wildschafen (?) mit weißen Beinen, die in einem Wildgehege leben. Ich frage mich jedes Mal, um welche Tierart es sich handeln könnte. Muffelwild vielleicht? Genau weiß ich es nicht, da ich sie immer nur flüchtig aus dem Auto heraus sehe.

Was ich jedoch weiß, ist, dass diese Tiere auf der Weide äußerst dekorativ wirken. Als Herde erinnern sie an ein Jugendstilmotiv, bei dem Formen und Farben rhythmisch und großflächig wiederholt werden.

Mit diesem Bild wollte ich meine Eindrücke einmal festhalten.

Wilde Freunde

Rehe am Inn

Endlich bin ich wieder meinen wilden Freunden begegnet.

Rehe – Seit der Forstwirtschafts-Maßnahme „Wald vor Wild“, sehe ich sie leider seltener…

Der Eiertanz – im Storchennest Bad Birnbach

Amore…

Der Eiertanz / La danse des oeufs / The egg-dance


Dass in Bad Birnbach das Tanzen immer wichtiger wird, ist längst bekannt. Zumba, Line Dance, Hip Hop, Boogie-Woogie, das gibt es alles in unserem Kurort. Nun will das Storchenpaar auch mitmachen. Heute haben sie den Eiertanz inszeniert! Da dreht man sich zusammen vorsichtig um die Eier in der Mitte des Storchennests, Country Music eignet sich da ganz gut. Sie proben für das Maifest, haben sie mir verraten!

Vorfrühling im Chiemgau

Noch etwas kühl, aber immer schön, diese mystische Atmosphäre am See…

Wenn das Herz mir übergeht vor lauter schönen Eindrücken, muss es Worte finden, um die Gefühle und Gedanken, die in alle Richtungen auseinander zu brechen drohen, wieder zu bündeln.

Heute fiel immer wieder schlagartig strahlendes Licht vom Himmel, als könne es sich nicht mehr zurückhalten, um gleich darauf von strenger Hand hinter dunklen Wolken zurückgedrängt zu werden. Es ist erst Vorfrühling, flüstert der Herrscher.

Als wir losfuhren, stieg der klagende Ruf der Greifvögel über dampfende Berge, deren Gipfel anmuteten wie der vereiste Pelz eines Braunbären.

Dann aber – am See – reißen blaue Schleier zwischen den Bergrücken auf, um kurze Blicke auf weite Täler zu gewähren. Unten am Steg patrouillieren Blässhühner-Trupps wie Soldaten in schwarzen Uniformen mit weißen Abzeichen, die sich synchron und langsam nach geheimen Plänen bewegen. Zwei Mädels stehen auf dem Steg und lassen ihre langen Haare im noch kalten Wind wehen.

Lärchentafeln auf dem Dach – Kirchen im Chiemgau

Hübsche Kirchen mit ziegelroten Blumenmotiven an der Fassade und lärchengetäfelten Dächern erzählen fröhlich davon, dass Religion nicht nur vom strafenden Vater spricht, sondern auch von der liebevollen und freudigen Frau. Die Kirchen, die Schönen, mit ihren geheimnisvollen Friedhöfen, auf denen einem Katzen entgegen schnurren, sie übersehen milde die Geschmacklosigkeit der neuen Siedlungen und überhören geduldig den Lärm der Straßen.

Der kirchliche Friedhof befindet sich direkt an der Kirche Rabenden. Historische Grabkreuze

Die Alz rollt schäumend über flache Steine und mimt den wilden Gebirgsfluss, ich glaub‘s ihr nicht und lache sie an. Nicht weit entfernt zeigt ein Acker stolz die Schwärze seines fetten Bodens. An Wälder gedrängt liegen Moorwiesen, wild noch, aber durchzogen von tiefen Narben, den Entwässerungsgräben.

Noch einmal zurück zum See und sehen, wie schön die Spießenten sind mit ihrem weißen Band am Kopf. Diesmal sind sie so nah! Dass sie gar so schön sind, das wusste ich nicht, das macht mich glücklich. Und vom zerfurchten Stamm einer Schwarzpappel herunter ruft mir ein Kleiber zu, dass er schon Kinder hat.

Ein Kleiber vor seiner Höhle. Er hat schon Nachwuchs.
So nah hatte ich Spießenten (Anas acuta) noch nie erlebt.
Dampfende Berge
Farbenspiel

Und hier im Video:

Märzspaziergang durch schöne Landschaften

Wild und schön

Heute haben wir uns eine Rundtour selber zusammengestellt und sind bei Wonneberg durch den Wald gegangen. Das ist auch psychologisch eine schöne Wanderung, weil es erstmal durch den dunklen Wald geht, einen moosbepolsterten Regenwald, in dem die Buchen, in Efeu gehüllt, zu frösteln scheinen – und plötzlich tut sich die Welt auf, ganz hell aber beschützt, eine beschützte Lichtungswelt.

Am Waldesrand zeigen Schwarzspechte ihr Liebesspiel, von traurigen Liedern begleitet. Am Wegesrand die ersten Schlüsselblumen und Sumpfdotterblumen. Und Märzenbecher, in keinem Gewächshaus geboren, sondern mit großzügiger Hand über ganze Täler als weiße Tupfer geworfen!

Aufsteigender Nebel, ein Teich an der Kuhweide, von Hufen ausgescharrt. Das verwaschene Blau der Leberblümchen blinzelt uns an wie die Augen von sehr blonden Kindern. Holzhäuser fallen langsam in sich zusammen wie welkendes Gras. Und ich fühle mich frei, so unsäglich frei wie auf den Pfaden der Wälder meiner Kindheit.

Moorwiesen im Chiemgau

Promenade à travers de magnifiques paysages

Aujourd’hui, nous avons organisé nous-mêmes une randonnée de 14 km et parcouru la forêt près de Wonneberg en Bavière. C’est aussi une belle randonnée psychologiquement, car on traverse d’abord la forêt sombre, une forêt presque tropicale couverte de mousse dans laquelle les hêtres, enveloppés de lierre, semblent frissonner – et soudain le monde s’ouvre, très lumineux mais protégé, un monde de clairières.

A l’orée de la forêt, des pics noirs montrent leurs ébats accompagnés de chants mélancoliques. Les premières primevères et soucis des marais le long de la route. Et les nivéoles, non issues d´une serre, mais généreusement jetées sur des vallées entières sous forme de points blancs !

Brouillard montant, étang dans le pâturage des vaches, gratté par les sabots. Le bleu délavé des hépatiques clignote sur nous comme les yeux d’enfants très blonds. Les maisons en bois s’effondrent lentement sous le poids des années comme de l’herbe fanée. Et je me sens libre, aussi indiciblement libre que sur les sentiers des forêts de mon enfance.

Verwelkendes Bauernhaus
Märzenbecher am Wegesrand
Kleine Kapelle
Ich liebe diese alten Bauernhäuser
Regentropfen auf Märzenbecher