
Letztens liefen sie liebestoll an mir vorbei…

Gedanken beim Morgenspaziergang
Mücken tanzen rhythmisch im Licht, während Menschen in Kriegen sterben, Ob es jemals anders sein wird? Manchmal ertappt man sich dabei zu hoffen, die Menschheit käme „endlich zur Vernunft“ oder stürbe aus.
Das Herz zieht sich zusammen vor den Bildern von Tod und Verwüstung. Und irgendwie ahne ich, es wird immer so sein und war immer so. In tausend Jahren werden noch Mücken im Licht tanzen, während Menschen sich gegenseitig quälen. Ich sehe den Buntspecht. Mein Herz geht auf. Und ich denke: Wir können eigentlich nur eines tun – auf Frieden hoffen.


Les moustiques dansent rythmiquement dans la lumière, tandis que des hommes meurent dans des guerres. Est-ce que cela changera un jour ?
Parfois, on se surprend à espérer que l’humanité finisse par « devenir raisonnable » — ou qu’elle disparaisse.
Le cœur se serre face aux images de mort et de dévastation. Et quelque part, je pressens que cela a toujours été ainsi, et que cela le sera toujours.
Dans mille ans, les moustiques danseront encore dans la lumière, tandis que les hommes continueront à se tourmenter les uns les autres. Je vois le pic épeiche. Mon cœur s’ouvre. Et je me dis : Nous ne pouvons, en vérité, faire qu’une seule chose — espérer la paix.

Schöner kann ein Tag gar nicht beginnen! Beim Morgenspaziergang flitzten mir zwei Rehböcke über die abgeernteten Getreidefelder entgegen. Es ist Brunftzeit und so sind sie besonders aktiv. Dann umschwirrte mich trillernd ein Schwarm Bluthänflinge (Linaria cannabina). Und ganz früh am Morgen, baute eine Igelmama in unserem kleinen Garten ein Nest. Ich fühle mich gesegnet!



Und hier noch ein kurzes Video, das den Igel beim Laubsammeln zeigt:
Lors de ma promenade matinale, deux brocards ont surgi en courant à travers les champs de céréales déjà récoltés. C’est la saison du rut, et ils sont particulièrement actifs. Puis, un vol de linottes mélodieuses (Linaria cannabina) m’a entourée en lançant leurs trilles. Et tout tôt le matin, une maman hérisson construisait un nid dans notre petit jardin. Je me sens heureuse!

Mystisch schön ist die Natur im Nationalpark Šumava – in Tschechien, direkt an der Grenze zum Bayerischen Wald. So traurig die Geschichte dieser Gegend auch sein mag, so überwältigend ist die Landschaft: vom Licht durchflutet, von Quell- und Moorwasser genährt. Im Winter kalt und von Nebelschwaden durchzogen, im Sommer durchwirkt von üppigem Grün und den seltensten Pflanzen. Und zwischendurch huscht ein Luchs vorbei. Frei.

1978 – Ich war 17 und bin damals mit dem Zug von Frankfurt nach Athen gefahren. Mit dem Interrail-Ticket und meiner Cousine. In Athen sagte dieser alte Mann: „Du bist so schön, machen wir ein Foto zusammen!“. Und wir machten dieses Foto, das ich gerade beim Aufräumen wiedergefunden habe…So lange her… und doch wie gestern!