Rehe heute im Rottal – Gibt es etwas Schöneres? Für mich kaum!
Schade, dass sie inzwischen im Rahmen der „Wald vor Wild“-Ideologie vermehrt gejagt und als Waldzerstörer angesehen werden. Ich hoffe, sie werden auch noch in Zukunft durch unsere Landschaften streifen dürfen.
Wieder einmal durfte ich in der Rubrik „Naturbeobachtung“ im Bad Birnbacher Kulturspatz berichten:
Unsere Natur im August – Reifes Obst und schöne Sichten
Dass Streuobstwiesen nicht nur landschaftsprägend sind, sondern auch artenreiche Biotope, ist inzwischen bekannt. Gut, dass es mitten im Bad Birnbacher Kurgebiet diese ästhetisch und ökologisch wertvollen Oasen gibt! Jetzt sind sie auch besonders schön: Die ersten reifen Äpfel und Zwetschgen hängen nun zahllos und bunt an den Ästen.
Über den gemähten Wiesen rüttelt der Turmfalke und späht nach Mäusen, und die gelben Blüten der Königskerze säumen die Wege. In der Vogelwelt wird es insgesamt ruhiger; als erste Zugvögel reisen Pirol und Mauersegler ab. Wer genau hinschaut, kann allerdings an der Rott immer wieder seltene Vögel wie den Waldwasserläufer oder die Gebirgsstelze entdecken. Ein Fernglas lässt den Spaziergang an den Rottauenwegen zum Abenteuer werden. Keinen Feldstecher braucht man, um einen Blick auf die Bad Birnbacher Störche zu erhaschen, die sich immer wieder auf den Wiesen des Kurortes zeigen. In diesem Jahr sind zwei Jungstörche aus dem Nest auf dem Brauereikamin flügge geworden.
Im zauberhaften Licht des Hochsommers sind nun die Sichten auf die Rottaler Hügel von den vielen Wanderwegen aus zu bewundern. Text und Fotos: Nadia Baumgart
Ein Bläuling auf der BlühwieseRauchschwalben-Kinder haben HungerUnsere StreuobstwiesenEin aufmerksamer Feldhase im StoppelfeldEin Birnbacher Storch unterwegs
Im Tierfreigelände Neuschönau – In the Wildlife Enclosure in Bavaria
Neu sind die Kraniche in der Voliere. Schön sind sie, aber sie haben mir etwas leidgetan, da die Voliere, in der sie leben, für solch große Vögel doch sehr beengt ist.
Interessant ist das ebenfalls neue Reptilien-Gehege. Dort kann man sogar Kreuzottern (Foto 2) bestaunen. Auch die Waldeidechse ist darin zu sehen. Ganz frei flatterte uns ein Kaisermantel über den Weg.
Auch die Wildkatze ließ sich sehen. Wieder einmal wurde mir bewusst, dass sie von weitem kaum von einer getigerten Hauskatze zu unterscheiden ist. Unterscheidungsmerkmale sollen etwa der buschige Schwanz mit schwarzer Spitze und die weißen Schnurrhaare sein. Würde ich eine Wildkatze in der Natur sehen, würde ich sie jedoch kaum von einer Hauskatze unterscheiden können. Egal, sie sind ja beide faszinierende Wesen.
Auch der Spaziergang durch das Gelände ist einfach spannend und schön, die vielen Pflanzen am Wegesrand, die Vögel, das Totholz voller Leben, die Moose, die Bäche…
Kreuzotter (Vipera berus) im neuen ReptiliengehegeSpielende Fischotter
Ich konnte den Fischottern beim Spielen zuschauen! In der freien Natur habe ich das nur einmal vor etwa 30 Jahren in Italien beobachten können. Diesmal waren es in Gefangenschaft lebende Fischotter, aber deren Gehege im Tierfreigelände Neuschönau ist recht groß und naturnah. Und so war ich auch näher dran. Unglaublich schön ist das flinke Spiel der Tiere, die sich gegeneinander jagen und auflauern, sich gegenseitig neckend, zwischendurch laut keckernd. Im Wasser winden sie sich umeinander wie Aale. Was für eine unbändige Energie! Dabei sind alle Bewegungen im und außer dem Wasser blitzschnell und fließend. Ich habe mich so gefreut über dieses beinahe humorvolle und quicklebendige Spektakel!
Der “Biotop-Acker“ Eglsee bei Ering am Inn im Sommer – Es handelt sich um eine Biotop-Fläche nahe dem Inn-Damm im Europareservat Unterer Inn. Die früheren Äcker bei Eglsee wurden im Rahmen des EU-LIFE-Projekts in Biotopflächen umgewandelt.
Ich freue mich über jede blühende Wildpflanze, aber eine liebe ich besonders: das Tausendgüldenkraut (Centaurium). Es gehört zu den Enziangewächsen. Ich liebe sie, weil sie so zart und rosa sind. Ganz neu für mich war der Bienenkäfer (Trichodes apiarius) mit seinem coolen rot-schwarzen Design.
Es gibt auf der Fläche im Sommer immer viel zu entdecken. Allerdings waren weniger Schmetterlinge als sonst zu sehen. Dafür wilder Thymian, Flockenblume, Nelken, Witwenblume, gelbes Labkraut und vieles mehr.
Bienenkäfer (Trichodes apiarius)Brauner GrashüpferSo können Wiesen aussehen…Naturfotografie macht Spaß
Da geht einem das Herz auf! Ein alter, denkmalgeschützter Rottaler Hof (Einfirsthof) ist liebevoll und originell von einem Architekten-Ehepaar renoviert worden. Heute durften wir ihn in besichtigen: Der Hof wurde heute von den Eigentümern der Öffentlichkeit präsentiert.
Die Front des alten Hauses ist erhalten worden, in den Innenräumen wurde viel mit Glas gespielt. Ganz besonders hat mir das „blaue Zimmer“ gefallen und natürlich der Flügel im Wohnzimmer. Schön finde ich auch, dass viel mit Lehm und Upcycling gearbeitet wurde und um das Haus herum Obstbäume und Büsche Insekten und Vögel anziehen.
Schon die Toreinfahrt ist einladendEin blaues TraumzimmerEin Flügel im ehemaligen KuhstallViel Glas in der ScheuneModerne Möbel im alten Haus.