Zauberwald und Wintervögel – Rottaler Natur im Dezember

Kulturspatz Naturbeobachtung
Kulturspatz Dezember 2022

Jetzt ist der Dezember bald da und der neue Kulturspatz ist schon online. Unter dem Titel „Unsere Natur im Dezember– Zauberwald und Wintervögel“ durfte ich wieder mit Text und Fotos die Rubrik „Naturbeobachtung“ füttern:

Unsere Natur im Dezember– Zauberwald und Wintervögel

Werden wir in diesem Jahr eine weiße Weihnacht haben oder eher milde Festtage? Lassen wir uns überraschen! Eins ist jedenfalls sicher: Es gibt auch jetzt in der Natur viel zu entdecken und zu erleben.

Letzte Äpfel hängen an den Bäumen der Streuobstwiesen wie natürlicher Weihnachtsschmuck. Beim Spaziergang durch den Kurpark oder an der Rott ist es nun recht einfach, Vögel zu sehen. Buch- und Grünfink knabbern an Samen; Blaumeise, Eisvogel und Kleiber zaubern mit ihrem himmelblauen Gefieder Farbe herbei. Fasane ducken sich in den Wiesen, und in nackten Baumkronen späht der Turmfalke, den wir immer wieder über den Feldern rütteln sehen. Dank der Gründüngung von Winter-Äckern blüht hier und da noch so manches Kraut.

Schon gesehen? Vor dem Artrium steht eine Allee mit lederblättrigem Weißdorn; deren dekorativer Fruchtschmuck ist im Winter ein regelrechter Leckerbissen für Amseln.

Die Winterlandschaften des Rottals locken jetzt insbesondere bei schönem Wetter mit ihrer welligen Weite und ihren vielen Wanderwegen. In der winterlichen Stille ist es jetzt ganz besonders beruhigend, durch den Wald zu gehen und Lieblingsplätze zu besuchen. Die lederne Färbung des raschelnden Falllaubs und das satte Grün von Moosen an alten Buchenstämmen verwandeln die Forste der Umgebung in „Zauberwälder“.

Vielleicht begegnet uns sogar das Birnbacher Storchenpaar: Die Weißstörche, die regelmäßig auf dem Kamin der alten Brauerei brüten, haben nämlich schon mehrmals im Kurort überwintert.

Fröhlicher Dezember-Storch

Wildtiere unserer Region von der Nachkriegszeit bis heute

Bad Birnbacher Heimatheft 32 - Wildtiere
Geschichte der Wildtiere im Rottal
Wildtiere in unserer Umgebung – Bad Birnbacher Heimatheft

Das neue Bad Birnbacher Heimatheft 32 ist da! Der Band erscheint wieder zur Adventszeit und ist in der Buchhandlung Hölzl in der Bad Birnbacher Hofmark zu haben.

Ich freue mich, dass ich wieder einen Beitrag beisteuern durfte und bin auch dankbar und ein wenig stolz darauf, dass ich nun schon zum vierten Mal mitwirken durfte. Denn das Interesse für regionale Geschichte (und Geschichten) sorgt auch dafür, dass man sich „dahoam“ fühlt.

Bad Birnbacher Heimatheft 32

Diesmal habe ich über einige Wildtiere geschrieben, die unsere Gegend durchstreifen. Denn schon lange frage ich, wenn ich meine tierischen Freunde sehe, wie es ihnen früher erging und wie es ihnen heute geht. Und so lautet der Titel meines Beitrags „Wildtiere in unserer Region von der Nachkriegszeit bis heute“.

Danke an alle diejenigen, die mir mit Informationen, Geschichten und Zahlen dabei geholfen haben!

Natürlich könnte man fragen: „Was haben Tiere mit Geschichte zu tun?“. Darauf habe ich versucht, eine Antwort zu finden:

„Die Tatsache, dass die Artenvielfalt und auch die Anzahl einzelner Wildtiere nicht nur durch Prozesse wie beispielsweise den Klimawandel bestimmt werden, sondern durch die Handlung der Menschen, rückt das Thema in den Bereich des Politischen. Denn nicht nur Jäger und Landwirte haben einen großen Einfluss auf die Entwicklungen in der Tierwelt, sondern eben auch politische Entscheidungen und Trends in Bereichen wie Forstwirtschaft, Naturschutz, Verkehrswesen und Bauwesen.

Die Erzählungen rund um die Wilddieberei in der unmittelbaren Nachkriegszeit zeigen auf, dass auch Wohlstand und Not, „fette und magere Jahre“ einen direkten Einfluss auf unsere heimische Tierwelt haben. So wird unsere Natur zum Spiegel der Geschichte.“

Hier noch ein Teil der Einleitung zum reinschnuppern:

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Naturbeobachtung im November

Natur im November - Kulturspatz Bad Birnbach
Naturbeobachtung – Kulturspatz November 2022

Nun ist die neue Ausgabe des „Bad Birnbacher Kulturspatz“ erschienen. Hier mein Beitrag zu unserer Natur im November und einige Fotos, die wir in vergangenen Jahren zu dieser Zeit an der Rott und Umgebung gemacht haben. Meist bringt der Spätherbst nicht nur Nebel, sondern auch ein romantisches Licht, da macht es Spaß, rauszugehen.

Rehe im Rottal
Jetzt bilden Rehe langsam Gruppen, die „Sprünge“ genannt werden
Alte Eiche in Langwinkl - Kösslarn
Meine Lieblingseiche im Rottal steht bei Langwinkl zwischen Bayerbach und Kösslarn

Unsere Natur im November – Nebelschwaden, Fasane und Rehe

Es ist November; der Winter mit seinen nasskalten Tagen lässt sich nun erahnen. Das sollte uns nicht davon abhalten, hinauszugehen. Denn wer genau hinschaut, findet auch jetzt viel zu entdecken. Und wer auch Nebelschwaden etwas Romantisches abgewinnen kann, ist jetzt sowieso in der richtigen Jahreszeit.

Immer wieder kommt auch die Sonne heraus und zeigt uns, wie schön selbst kahle Bäume sein können. Die wunderschöne, uralte Eiche auf dem Foto befindet sich an einem Wanderweg bei Langwinkl, nur wenige Kilometer vom Kurort entfernt. Es lohnt sich, auf Entdeckungstour zu gehen und sich bezaubern zu lassen!

Gedicht von Autor Berndt Baumgart Rottal-Inn
Ein Gedicht von Berndt Baumgart – https://woher-wohin.com/

An der Rott sind nun Reiher unterwegs, und im Kurpark lassen sich jetzt Blicke auf die Vögel erhaschen: Buntspecht, Kernbeißer und Stieglitz hüpfen auf den Ästen herum. Auch Fasane sind öfter zu sehen. Wussten Sie eigentlich, dass Fasane in der Antike als Jagdwild aus Asien eingeführt wurden? Sie durchstreifen schon lange unsere Wiesen. Wer sich im Rottal auf Wandertour begibt, hat jetzt auch gute Chancen, Rehwild zu sehen. Diese heimischen Wildtiere, die uns mit ihrer Schönheit und zierlichen Eleganz erfreuen, machen die Landschaften lebendig.

Vogelbeobachtung an der Rott bei Bad Birnbach
Ein Silberreiher an der Rott

#naturbeobachtung #naturfotografie #rottalinn #niederbayern

Natur im Oktober – Nature in October

EN: Nature observation in Lower Bavaria. For about one year I write every month about nature observations in our region in Lower Bavaria in a local paper.  This time I mentioned the crane train: Cranes migrate in big flocks over our small town for 2 years now.

FR: La nature dans notre région en Basse-Bavière en octobre. J´écris de courts textes informatifs dans un petit journal une fois pas mois. Cette fois-ci, j´ai mentionné les grues qui volent par-dessus notre village depuis seulement deux ans.

In der Rubrik „Naturbeobachtung“ im Kulturpatz Oktober habe ich diesmal auf die Kraniche hingewiesen, die erst seit wenigen Jahren trompetend durch den Himmel in Bayern ziehen. Über Bad Birnbach sind die Glücksvögel erstmalig im Oktober 2020 gezogen, letztes Jahr waren sie auch zu sehen. Der Kranichzug ist ein beeindruckendes Erlebnis! Ob sie in diesem Jahr wieder über uns hinwegziehen? Das werden wir sehen…und hören.

Naturbeobachtung-Kulturspatz Oktober 2022
Kranichzug Bad Birnbach Rottal-Inn
Kranichzug über Bad Birnbach Oktober 2020
Kranichzug über Bad Birnbach Oktober 2021

Unsere Natur im Oktober – Rotkehlchen, Vogelzug und Herbstlaub

Der goldene Herbst zeigt jetzt mit seinem flammenden Laub seine ganze Farbenpracht. Äpfel, Birnen und Hagebutten sind nach diesem besonders heißen Sommer schon länger reif und setzen schöne Farbakzente in die Vegetation. Selbst der Morgennebel, der sich nun über die Rottaler Hügel legt, hat seinen Zauber. Ein Herbstspaziergang in der Lugenz oder im Aunhamer Wald ist jetzt besonders romantisch.

Das goldgelbe Laub fällt und erlaubt einen Blick auf die in den Büschen hüpfenden Rotkehlchen. Im Kurpark und an der Rott ertönt ihr melodischer Gesang im Duett mit dem schmetternden Lied des Zaunkönigs. Immer wieder flitzt ein leuchtender Eisvogel über das Wasser. Wer Glück hat, kann ihn sogar beim Fischen beobachten.

Große Starenschwärme sind am Himmel zu sehen. Auch einige Singvögel ziehen jetzt in den Süden. Erst seit wenigen Jahren queren auch tausende Kraniche trompetend den Himmel in Bayern auf dem Weg zu ihren Winterquartieren. Über Bad Birnbach flogen die Glücksvögel erstmalig im Oktober 2020. Ob wir sie auch in diesem Herbst sehen werden, bleibt spannend. Von ziehenden Wildgänsen lassen sie sich am besten durch die langen Beine unterscheiden, die im Flug über die Schwanzfedern hinausragen.

Vielleicht lässt sich auf Wiesen und Feldern ein Blick auf Feldhasen erhaschen. Es ist immer ein Abenteuer, die Natur zu beobachten. Unser schönes Rottal ist dafür wie geschaffen.

Silberreiher an der Rott
Eisvogel

Heimische Natur retten – Nicht nur Unterschriften sammeln

Gebirgsstelze an der Rott

Heute an der Rott – Wieder die Gebirgsstelze, den Flussuferläufer, Eisvögel und Waldwasserläufer gesehen. Wir können stolz sein, dass wir noch eine solche Artenvielfalt in unserem Umfeld haben!

Ich muss aber ehrlich sagen, manchmal ist mir bang um unsere heimische Natur. In den sozialen Medien gibt es ständig Aufrufe, den Schweinswal zu retten oder zu unterschreiben, um die Regenwälder im Kongo zu schützen. Das ist schön und gut.

Aber wer achtet hier auf unsere seltenen Arten? Gerade im Sommer laufen die Menschen am liebsten auf den Kiesstränden und Dämmen herum, lassen ihre Hunde dort baden. Natürlich darf man auch in der Natur Spaß haben. Leider wird aber nirgendwo auf Arten hingewiesen, die gerade auf gerade diesen Kiesufern brüten. Ich hoffe sehr, dass sie auch in den nächsten Jahren noch zu sehen sein werden und wünsche mir, dass wir nicht nur Bäume umarmen und Unterschriften gegen Silberminen in Argentinien sammeln, sondern uns auch liebevoll um die Wildtiere unserer Gegend bemühen.

#artenschutz #rottalinn #naturschutz

Ein Siberreiher am Fluss
Der Turmfalke
Der seltene Flussuferläufer an der Rott

Und hier noch ein entspannendes Video über die Natur an der Rott im September: