Landleben / Vie à la campagne

Ein Flussuferläufer an der Rott – Actitis hypoleucos – Sandpiper

Heureuse d´être de nouveau à la campagne après 3 jours à Francort // Happy to be in the countryside again.

Zurück von der Stadt an meine geliebte Rott.

Es war schön, die „alten Heimaten“ Frankfurt und Wiesbaden wieder zu sehen und insbesondere alte Freunde und Bekannte zu treffen. Der Abend bei einer ehemaligen Schulkameradin war am schönsten: Wir waren beide 15, als wir uns zum letzten Mal sahen.

Andererseits war es auch anstrengend, durch die Innenstädte zu laufen, zu registrieren, was neu ist und was noch so geblieben ist wie vor 10, 30, 50 Jahren. Außerdem habe ich mich gefragt – grade jetzt, da wir alle von Gesundheit reden und uns gegenseitig „Bleib g´sund!“ zurufen, wie „gesund“ ein Stadtleben überhaupt sein kann. Ich kam mir immer wieder wie im Gefängnis vor, so „eingemauert“ zwischen Asphalt und Fassaden. Selbst der Grüngürtel in Frankfurt, der ansonsten etwas Grün ins Grau bringt, war aufgrund der diesjährigen Dürre in Hessen beinahe verdorrt.

Jedenfalls habe ich mich heute doppelt und dreifach gefreut, wieder Erde unter den Füßen zu haben und an der Rott nach meinen Vögeln schauen zu können. Und – siehe da – gewissermaßen als Trost wurde mir ein Blick gewährt auf:

  • den seltenen Flussuferläufer (Actitis hypoleucos), eine Art aus der Familie der Schnepfenvögel, von dem ich jetzt weiß, dass er tatsächlich hier brütet. Denn mehrere Jungvögel flogen über das Wasser. In der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands von 2015 wird die Art in der Kategorie 2 als stark gefährdet geführt.
  • die hübsche Gebirgsstelze
  • einen Pirol.

Außerdem zeigten sich einige Admirale und Reiher. Und über unsere Köpfe kreisten 5 Störche.

Flussuferläufer an der Rott in Niederbayern
Gebirgsstelze
Pirol
Graureiher – gerade hat er einen kleinen Fisch erwischt.
Admiral

Diese Stadt ist meine Welt…

Frankfurt – Skyline

Frankfurt, a city with many different faces – my old homeland…

Frankfurt, die Stadt mit den 100 Gesichtern – in der ich von 1971 bis 1977 die Französische Schule besuchte (damals in der Schäfergasse) und später (2002- 2009) auch gearbeitet habe. Nun habe ich sie zum ersten Mal seit Jahren wiedergesehen.

Es war bewegend, die Orte wieder zu besuchen, die ich schon als Kind kannte. Und auch diejenigen, die ich erst später kennengelernt habe. Ein Bummel durch Bornheim, die Konsti und die Zeil, den Palmengarten und den Bethmannpark mit seinem chinesischen Tempel. Eine Stadt voller Gegensätze.

Freunde und Bekannte habe ich gefragt: „Was bedeutet Frankfurt für Dich?“. Hier einige Antworten:

Eine junge Frau: „Ich weiß, es ist nicht schön, aber hier sind meine Freunde. Ich liebe die Menschen hier, das Soziale“.

Eine Freundin: „Frankfurt ist mein Zuhause. Es löst wohlige Gefühle in mir aus. Hier ist meine Familie. Es ist eine internationale Stadt, ein Tick urbaner als anderswo, aber nicht so städtisch wie London oder Berlin. Alles ist erreichbar.“

Ein Kellner: „Frankfurt ist meine Heimat. Eigentlich bin ich Italiener, aber dies hier ist meine Geburtsstadt. Und sie wächst noch, ihre Infrastruktur wächst. Es kommt immer mehr dazu. Ich bin aus Bockenheim. Die Autobahn ist um die Ecke. Man ist gut vernetzt. Mehr braucht man nicht. Ich liebe diese Stadt, sie ist meine Welt!“

Unsere Freundin Gudrun aus Niederbayern in Alt Bornheim: „Schee isses, mia hatten an griabigen Abend“

#frankfurt

Rottaler Landschaften

Rottaler Landschaften - Kunst im Rottal - Aquarelle in Bad Birnbach
Silberreiher an der Rott – Aquarelle – Watercolour

Notre rivière en Bavière – Aquarelles

#rottalerlandschaften #rottalinn #aquarelle #niederbayern #watercolour

Der Hausberghof: Ein Stück heile Welt…

jausenstation am Hausberghof in Egglham im Rottal
Die Jausenstation am Hausberghof im Rottal in Niederbayern
Das uralte und romantische Wohnhaus

Ein Stück heile Welt. Unter einer uralten Hoflinde neben einem blühenden Bauerngarten und am romantischen Wohnhaus haben wir eine wunderbare Brotzeit gehabt. Wo? Im Hausberghof bei Egglham oben auf den Rottaler Hügeln. Da der Radweg direkt am Hof vorbeiführt, ließen wir uns von der „Jausenstation“-Tafel verführen.

Der Öko-Landwirt Anton Dapont hieß uns sehr freundlich willkommen und brachte uns gleich eine Brotzeitplatte mit verschiedenen Bio-Specksorten. Denn der leidenschaftliche Bio-Bauer züchtet und hält selbst Schweine in Freilandhaltung. Ganz alte Rassen: Das Berkshire und das Turopolje-Schwein. Bevor man an den Hof kommt, radelt man an einer Herde Schafe vorbei. Alpine Steinschafe sind das, eine Rasse, die vom Aussterben bedroht ist. Und Aubrac-Rinder stehen weiter unten auf der Weide.

„Wir wollen eine Landwirtschaft auf biologischer Basis unter Berücksichtigung der Permakultur sowie alten, widerstandsfähigen Haustierrassen, im Einklang von Natur, Tier und Mensch“, so Dapont.

Ich freue mich immer sehr, wenn ich solche Kleinode in unserer Gegend entdecke und empfehle insbesondere Radlern die tolle Jausenstation (April bis Oktober – Sa, So, Feiertags  ab 11 Uhr).

Anton Dapont gehört übrigens auch zu den Direktvermarktern Rottal-Inn.

Hier mehr Info über den Hof, der bereits vor 1000 Jahren erwähnt wurde:

https://www.biohof-hausberg.de/hausberghof.html

Produkte des Hausberghofes kann man auch im Regiothek- Onlineshop bestellen.

https://www.regiothek.de/biohof-hausberg

Schweine in Freilandhaltung im Rottal
Die Berkshire-Schweine in Freilandhaltung . es ist die älteste englische Edelschweinrasse
Aubrac-Rinder: Ganzjährig auf der Weide.
Bier trinken unter der alten Linde.

Landshut

Altstadt von Lanfshut
Die Altstadt von Landshut

Impressions of the city of Landshut with two exhibitions.

Impressionen aus Landshut. Heute sind wir mit einer lieben Nachbarin dort gewesen. Die Stimmung in der Altstadt war sehr fröhlich und vor dem Rathaus standen mehrere Hochzeitspaare.

In der Heilig-Geist-Kirche findet gerade eine Ausstellung von Werken des Bildhauers Fritz Koenig statt. Seine „Quadriga“ (1957) erinnerte mich an Werke Giacomettis. Seine „Dachreiter“ aus Bronze stehen schräg gegenüber vom „Christus auf dem Palmesel“ aus dem Jahre 1500.

Bei der Rochus-Kapelle gab es noch Installationen von Peter Weismann zum Thema Migration und Flüchtlinge, die ich berührend fand.

Hier noch etwas Info zu der Ausstellung in der Heiliggeist-Kirche:

https://heiliggeistkirche-landshut.de/ausstellungen/koenig-in-heiliggeist/

Und Info zum Projekt „Mare Nostrum Landshut“ von Peter Weismann;

https://mare-nostrum-landshut.de/

Begrüßung
Ausstellung Fritz Koenig in Landshut
Quadriga (1957)
Das Projekt Mare Nostrum längs der Isar
Ein Koffer – Ein Paar alte Schuhe – Ein alter Mantel: Bilder der Flucht…