Auf Pilzsuche im Wald

Schopf-Tintling (Coprinus comatus)

Forest walk / Promenade en forêt en automne


Zugegeben: Wir haben keine Steinpilze gefunden und auch keine Maronen. Aber Pilze sind schön, auch wenn sie nicht alle genießbar sind. Insbesondere den Schopf-Tintling finde ich richtig cool, wenn er schon alt ist und tintig zerfließt. Sein Hut zeigt dann edle Designs, die an hochwertige Stoffe von Luxusmarken erinnern. Eine elegante Tigerschnecke passt natürlich farblich gut dazu.


Andere glänzen ledern oder warnen mit grellem Rot. Hier ein paar Eindrücke unseres heutigen Waldspaziergangs.

Das Design dieser Tigerschnecke passt gut zum Schopf-Tintling, finde ich

Liebeserklärung an den Waldwasserläufer

Waldwasserläufer (Tringa ochropus) an der Rott

Liebeserklärung an den Waldwasserläufer

Wo ich lebte, da warst du nicht. Ich wusste gar nicht, dass es dich gibt. Und jetzt bist du plötzlich in meiner Welt.

Geheimnisvoll, einsam und vertrauensvoll: Ein Watvogel bist du, ein Schnepfenvogel mit deinen langen Beinen. Ganz selten bist du und doch vor meinen Augen, stehst da im steinfarbenen Gefieder und träumst vor dich hin.

Geehrt fühle ich mich von deiner Nähe. Bange denke ich, wie lange wirst du unter uns bleiben, du seltenes Geschöpf?

Vor der Linse meiner Kamera schließt sich dein Auge, du steckst den Schnabel unter den Flügel und schläfst. Du atmest in meiner Welt.

Du erinnerst mich daran, dass wir alle wie du sind: einsam auf einem Bein stehend, voller Vertrauen und doch wissend, dass wir sterblich sind.

Waldwasserläufer – Green sandpiper

Natur im Rottal im September

Naturbeobachtungen- September – Bad Birnbacher Kulturspatz

Our nature in September – Notre nature en septembre

Unsere Natur im September – Buntes Laub und Vogelzug – Mein Beitrag im Kulturspatz

Das Septemberlicht über den Rottaler Hügeln verwandelt jetzt die Landschaften in malerische Szenen. Es spiegelt sich in den Tautropfen, die auf den Spinnweben glitzern, und lässt das bunte Laub aufleuchten. Selbst wenn das Wetter nun wechselhafter wird, sind Spaziergänge und Wanderungen in der Region ganz besonders reizvoll.

In den Wäldern sprießen die ersten Pilze und erinnern daran, dass der Frühherbst beginnt. Während sich an der Rott Gebirgsstelze, Flussuferläufer und Eisvögel beobachten lassen, ist der Vogelzug in vollem Gange: Stare sammeln sich auf den Masten an der Rott und die Rauchschwalben fangen an, in den Süden zu fliegen. Es lohnt sich, einen Blick in den Himmel zu werfen: Vielleicht durchquert ihn gerade einer der Bad Birnbacher Störche? Oder zeigt sich etwa ein Mäusebussard auf der Jagd?

In den Rottaler Wäldern, beispielsweise der Lugenz oder in Aunham, locken jetzt lange Spaziergänge durch Wälder, in denen sich immer mehr Farbtöne zeigen. Immer wieder lassen sich nicht nur Blicke auf weite Landschaften erhaschen, sondern auch mit etwas Glück auf Feldhasen und Rehe. Das Rehwild wird im September nämlich aktiver und lässt sich nun öfter sehen.

Auch ein Spaziergang durch den Kurpark hat jetzt einen besonderen Reiz: Finken und Drosseln hüpfen durch das Gebüsch und laben sich an bunten Beeren. Bunte Stieglitze tummeln sich in den Wiesen und naschen an den Samen.

Wandern im Rottal ist immer schön
Die Altstörche sind im September noch im Kurort zu sehen – Ob sie wieder hier überwintern?
Der Große Feuerfalter – Leider sind in diesem Jahr weniger Schmetterlinge zu sehen
Abendrot über dem Lugenzwald – Atemberaubend!

Und hier noch ein kurzes Video zum Thema:

Japanischer Eichenseidenspinner in Bad Birnbach

Japanischer Eichenseidenspinner // Saturnie du Chêne du Japon // Japanese Oak Silkmoth // Antheraea yamamai)

Dieser prächtige Falter ist ein Japanischer Eichenseidenspinner, der zu den größten Schmetterlingen Europas gehört. Er hat gelbbraune Flügel mit auffälligen Augenflecken, die ihn vor Fressfeinden schützen sollen. Seine Raupen ernähren sich von Eichenblättern und spinnen seidige Kokons, aus denen die Falter schlüpfen. Der Japanische Eichenseidenspinner stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde im 19. Jahrhundert zur Seidenzucht nach Slowenien gebracht. Inzwischen ist er auch in Niederbayern zu sehen und kann manchmal an warmen Sommerabenden beobachtet werden. Dieses schöne Exemplar wurde bei Bad Birnbach fotografiert.

Eigentlich wollten wir im Wald Schwammerl suchen. Erfolglos. Dafür kamen wir mit diesem schönen Naturerlebnis zurück.

Antheraea yamamai

Und hier in Aktion: