Noch fühlt sich das Wetter an, als seien wir im Hochsommer. Und doch beginnt der Vogelzug und erinnert uns daran, dass der Herbst bald beginnt.
Und so war es eine große Freude gestern am Inn ca. 150 Große Brachvögel zu sehen, die dort rasten, bevor sie an die Küsten von West- und Südeuropa fliegen, um dort zu überwintern. Das leise melodische Trillern war von weitem zu hören. Auch einige Kiebitze waren unter ihnen zu sehen.
Als Brutvogel wird der Große Brachvogel in der Roten Liste Bayern als „vom Aussterben bedroht“ geführt. Als Zugvogel auf der Rast können wir ihn glücklicherweise noch in großen Trupps erleben.
Libellen im AuwaldNaturbeobachtungen machen glücklich
Naturbeobachtungen- September – Bad Birnbacher Kulturspatz
Our nature in September – Notre nature en septembre
Unsere Natur im September – Buntes Laub und Vogelzug – Mein Beitrag im Kulturspatz
Das Septemberlicht über den Rottaler Hügeln verwandelt jetzt die Landschaften in malerische Szenen. Es spiegelt sich in den Tautropfen, die auf den Spinnweben glitzern, und lässt das bunte Laub aufleuchten. Selbst wenn das Wetter nun wechselhafter wird, sind Spaziergänge und Wanderungen in der Region ganz besonders reizvoll.
In den Wäldern sprießen die ersten Pilze und erinnern daran, dass der Frühherbst beginnt. Während sich an der Rott Gebirgsstelze, Flussuferläufer und Eisvögel beobachten lassen, ist der Vogelzug in vollem Gange: Stare sammeln sich auf den Masten an der Rott und die Rauchschwalben fangen an, in den Süden zu fliegen. Es lohnt sich, einen Blick in den Himmel zu werfen: Vielleicht durchquert ihn gerade einer der Bad Birnbacher Störche? Oder zeigt sich etwa ein Mäusebussard auf der Jagd?
In den Rottaler Wäldern, beispielsweise der Lugenz oder in Aunham, locken jetzt lange Spaziergänge durch Wälder, in denen sich immer mehr Farbtöne zeigen. Immer wieder lassen sich nicht nur Blicke auf weite Landschaften erhaschen, sondern auch mit etwas Glück auf Feldhasen und Rehe. Das Rehwild wird im September nämlich aktiver und lässt sich nun öfter sehen.
Auch ein Spaziergang durch den Kurpark hat jetzt einen besonderen Reiz: Finken und Drosseln hüpfen durch das Gebüsch und laben sich an bunten Beeren. Bunte Stieglitze tummeln sich in den Wiesen und naschen an den Samen.
Wandern im Rottal ist immer schönDie Altstörche sind im September noch im Kurort zu sehen – Ob sie wieder hier überwintern?Der Große Feuerfalter – Leider sind in diesem Jahr weniger Schmetterlinge zu sehenAbendrot über dem Lugenzwald – Atemberaubend!
Ein traumhafter Tag im Nationalpark im Bayerisch-Tschechischen Grenzgebiet. Es gab viele Highlights. Ich liebe diese offenen Landschaften am und im Wald. Licht, tausend Pflanzen, Blüten, Flechten. Ein alter Friedhof im Sumava-Nationalpark war eine Offenbarung. Ein besonderes Erlebnis war auch das Heupferd, das sich unsterblich in Freundin Birgit verliebt hat.
Wilde Weiden im Nationalpark: Ein großes Plus für die Artenvielfalt
Ich gebe es ja zu: Ich liebe Kühe! Im Nationalpark Sumava fungieren große Herden auf extensiven Weiden als Landschaftspfleger, die die Artenvielfalt fördern. Mir macht der Anblick dieser großen Tiere in der Natur einfach glücklich. Die Bullen laufen in der Herde mit, die Kälber ruhen oder spielen miteinander.
Schöne Landschaften
Obwohl es sich beim Böhmerwald geologisch gesehen um ein einziges Gebirge handelt, wird er seit Beginn des 20. Jahrhunderts nach den politischen Grenzen unterteilt (Quelle: Wikipedia). Hier will ich aus einem Schild am Wegesrand zitieren, weil es den Unterschied in der Natur zwischen Bayerischem Wald und dem Nationalpark Sumava in Tschechien gut erklärt:
„Bewirtschaftung auf der tschechischen und der bayerischen Seite des Böhmerwaldes. Während auf bayerischer Seite die Bewirtschaftung ohne Unterbrechung weiterlief, wurde auf tschechischer Seite die Bevölkerung aus dem Grenzgebiet vertrieben. Die Dörfer und Siedlungen verschwanden und mit ihnen das menschliche Wirtschaften. Die Arten des Offenlands, die von der harten Arbeit der ehemaligen Bewohner profitiert hatten, begannen langsam zu schwinden. Auf bayerischer Seite hat sich die Landwirtschaft dagegen durch Düngung und Mechanisierung intensiviert. Dies hatte eine Abnahme der Artenvielfalt zur Folge.“
Unterschiede im BöhmerwaldAn der Grenze geht es über einen Bach„Nasse Grenze“Historisches Fotoalbum über verschwundene Dörfer
Im Rahmen des Projektes „Historisches Album“ wird die verschwundene Landschaft des Böhmerwaldes vorgestellt. So kann man sich vorstellen, wie die Menschen in der Gegend lebten, bevor sie 1946 vertrieben wurden. Es gibt 30 dieser Bücher im Nationalpark.
Ein alter Friedhof lädt zur Meditation einEine Heuschrecke hat uns eine Zeit lang treu begleitet.