Good News: Die Kraniche, die Glücksvögel, sind da und ziehen über Bad Birnbach! Tausende sind zurzeit auf dem Flug in die Winterquartiere. Üblicherweise überqueren die ruffreudigen Vögel dabei vor allem NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz. Seit einigen Jahren auch Bayern, wie man hier sieht.
Naturerlebnisse sind gerade jetzt in der Lockdown-Zeit besonders wertvoll, finde ich. War schön, die beeindruckenden V-Formationen zu beobachten und zu wissen, auch sie halten zusammen 🙂
Les grues sont passées au-dessus de ma tête aujourd’hui. Quel spectacle impressionnant qui m´a redonné espoir: on dit que les grues portent bonheur. On en y besoin en ces temps-ci…
Nun ist es soweit: Wir wissen, dass ab Dienstag der zweite Lockdown in unserem Landkreis stattfindet. Heute habe ich noch einen Cappuccino im Rathauscafe getrunken. Den letzten vor dem zweiten Lockdown! Den ersten Cappuccino nach dem ersten Lockdown habe ich dort auch getrunken.
Ich wünsche allen Wirten der Region Durchhaltevermögen und Geduld: Den ersten Cappuccino nach dem zweiten Lockdown wird es hoffentlich ganz bald geben! Ich freue mich jetzt schon darauf. Danke, dass Ihr immer für uns da seid!
Das Springkraut ist eine tolle Pflanze! Und schön obendrein.
Wie eine kostbare Orchidee blüht das wunderschöne Drüsige Springkraut in der Oktobersonne!
Leider wird es als „Neophyt“ verteufelt. Manche Leute reißen es raus oder trampeln es nieder, weil es anscheinend nicht hierhergehört, dieses „invasive und gebietsfremde“ Kraut. Dabei sieht es toll aus, bietet unseren Hummeln und Bienen bis in den Herbst hinein Nektar, man kann daraus leckere Gelees machen und inzwischen ist auch klar: Das Herausreißen erzeugt möglicherweise mehr Schaden als Nutzen!
Die Natur verändert sich eben, es siedeln sich neue Arten an, andere verschwinden. Und, nicht vergessen: Auch Kartoffeln und Tulpen sind bei uns eigentlich „gebietsfremd“. Sind wir Menschen für die Erde nicht auch irgendwie eine „invasive Art“? Ich freue mich jedenfalls über die späte Blütenpracht. Und wünsche mir mehr Toleranz der Schöpfung gegenüber. Weniger Schwarz-Weiß-Denken!
Letztens fragte mich eine selbsternannte „Natur-Expertin“: „Was hast Du denn für eine Strategie gegen das schlimme Springkraut? Ich reiße es immer raus!“ Meine Antwort: „Ich BEWUNDERE es!“ Und freue mich daran. Und bin gegen Schwarz-Weiß-Denken.
Inzwischen wird auch der Japanische Staudenknöterich stark bekämpft. Dabei kann er anscheinend zur Sanierung verseuchter Böden eingesetzt werden und scheint Vögeln hervorragende Nistmöglichkeiten zu bieten:
Aus Wikipedia:
„Bis 2019 wurden in Europa erst in vier Fällen wissenschaftliche Untersuchungen publiziert über die Nutzung von Staudenknöterich als Neststandort von Singvögeln. In Staudenknöterich wurden Nester von Sumpfrohrsänger, Teichrohrsänger, Heckenbraunelle, Bluthänfling, Neuntöter, Goldammer, Amsel, Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke gefunden. In einem Sumpfrohrsänger-Nest in Staudenknöterich fand man einen jungen Kuckuck.“