
Explosive Natur in einer Auenlandschaft mit Reihern

Das Flussseeschwalben-Paar ist wieder an der Rott! Ich freue mich sehr, dass sie wieder hier sind. Denn Flussseeschwalben (Sterna hirundo) sind stark gefährdet und ich finde es toll, dass sie anscheinend jedes Jahr hier brüten. Ob sie jemals Bruterfolg hatten, weiß ich nicht. Auf dem Rottauensee gibt es ein kiesbeschichtetes Brutfloß, auf dem jedes Jahr Küken flügge werden. Denn sie brauchen eigentlich ungestörte Kies- und Schotterbänke an Flüssen und Seen, um dort auf dem Boden zu nisten.
FR: Le couple de sternes pierregarins est de retour sur la Rott, notre rivière ! Je suis très heureuxse de les revoir ici. En effet, les sternes pierregarins (Sterna hirundo) sont fortement menacées, et je trouve formidable qu’elles semblent nicher ici chaque année. Je ne sais pas si elles ont déjà réussi à élever des petits. Sur le lac Rottau, il y a un radeau de nidification recouvert de gravier, où des poussins prennent leur envol chaque année. Car elles ont normalement besoin de bancs de gravier et de galets préservés le long des rivières et des lacs pour nicher au sol.


Umschwirrt von Schmetterlingen und begleitet von den Rufen von Kuckuck und Pirol, schritten wir heute feierlich durch Glockenblumen und Lichtnelken, die sich uns – leise grüßend – zuneigten. Der Seidenreiher machte ein paar Tanzschritte dazu und so war es einfach perfekt in der Zauberwelt vor unserer Haustüre!


Im Frühlingswind, zwischen den blühenden Weißdornsträuchern – mamma mia, ist das schön!
Nur die Namen der Pflanzen und Tiere wirken geradezu fehl am Platz.
„Kriechender Günsel“ – das klingt doch eher wie ein unterwürfiger Tollpatsch. Und wie sieht er tatsächlich aus? Majestätisch, mit seinen seidig glänzenden, violett-blauen Blüten. Taubnessel – fast schon ein Schimpfwort, klingt wie ein „dumpfes Kraut“. Dabei ist sie wunderschön, fast wie eine Orchidee, wenn man genau hinschaut! Und das Landkärtchen? Ein verstaubtes Poster in einer alten Schule? Nein – es ist ein bezaubernder Schmetterling in lebhaften Orange- und Schwarztönen.
Vielleicht ist es ohnehin besser, die Namen beiseite zu lassen und einfach die Sinne sprechen zu lassen.



Und hier noch ein Video von all der Pracht:

Heute hat es sich mal wieder gelohnt, um die Ecke zu gehen. Im wunderschönen Septemberlicht zeigten sich Silberreiher, Flussuferläufer und Hauhechel-Bläuling. Eisvogel und Seidenreiher wollten nicht abgelichtet werden.
Nature in september in Lower Bavaria: Great egret, sandpiper and common blue butterfly (Polyommatus icarus)…





Das Septemberlicht über den Rottaler Hügeln verwandelt die Landschaft in malerische Szenen. Es spiegelt sich in den Tautropfen auf Spinnweben und lässt das bunte Laub leuchten. Selbst bei wechselhaftem Wetter sind Spaziergänge und Wanderungen in der Region besonders reizvoll.
Die Natur malt nun impressionistische Bilder mit dem Goldocker reifer Äpfel in den Streuobstwiesen, dem dunklen Violett der Schlehen und dem glänzenden Elfenbeinschwarz der Holunderfrüchte. In den Wäldern sprießen die ersten Pilze und erinnern daran, dass der Frühherbst beginnt.
Auch Tagfalter lassen sich im September beobachten. Insbesondere Admiral und Tagpfauenauge sind noch unterwegs; sie laben sich gern an Fallobst, am liebsten, wenn es schon zu gären anfängt und nach Alkohol riecht.
An der Rott lassen sich Gebirgsstelze, Flussuferläufer und Eisvögel beobachten; vielleicht lässt sich gar ein Seidenreiher erblicken. Der Vogelzug ist jetzt in vollem Gange: Stare sammeln sich auf den Masten und Rauchschwalben fliegen in den Süden.
In den Rottaler Wäldern locken lange Spaziergänge durch farbenfrohe Wälder. Mit etwas Glück kann man Feldhasen und Rehe sehen, die im September aktiver werden. Auch ein Spaziergang durch den Kurpark hat jetzt einen besonderen Reiz: Rotkehlchen und Drosseln hüpfen durch das Gebüsch und laben sich an bunten Beeren, während Grünfinken in den Wiesen an den Samen naschen.
Der Frühherbst bringt leuchtendes Licht und blühende Wildpflanzen wie Schafgarbe, wilde Möhre, Ackerwinde, Wegwarte und der cremig-weiße Mädesüß. Es ist einfach spannend, die Rottaler Flora und Fauna zu beobachten.





Septemberstimmung in den Rottauen bei Bad Birnbach