Wanderung am Schwarzen Regen

Der Schwarze Regen im Sommer

Wanderung am Schwarzen Regen
Randonnée le long d´une rivière en forêt
Hiking along a river in Lower Bavaria

Blühender Wasserhahnenfuß (Ranunculus aquatilis L.)

Endlich haben wir eine Tour mit der viel beworbenen Waldbahn unternommen. Gestern sind wir am Regen zwischen Viechtach und Teisnach gewandert. Schon die Fahrt mit der Waldbahn war besonders, das Erkunden der Gegend umso mehr.


Nicht umsonst heißt der Fluss „Schwarzer Regen“: seine Farbe ist tatsächlich sehr dunkel, das liegt an eisenhaltigem Gestein und Huminstoffen aus Mooren und Wäldern. Darin zeichnet zurzeit Wasserhahnenfuß lange grüne und blühende Schlangenlinien. Faszinierend schön! Manche blühende Abschnitte dieser Unterwasserpflanze waren regelrecht von Prachtlibellen umschwirrt. Das Licht hat alles bezaubert.


Einige Abschnitte sind FFH-Gebiete und gerade aus naturschutzgründen gesperrt. Gut so! Da geht man dann stückweise oberhalb durch den Wald.

Wandern am Schwarzen Regen

Hier noch einige Eindrücke:

Und hier noch die Wanderung im Video. In der zweiten Hälfte des Films sind die Eindrücke der Fahrt mit der Waldbahn zu sehen:

Wanderung am Schwarzen Regen – Entspannend und zauberhaft

Kunst in Ostbayern – Wald, Ziegen, Morgensuppe, Geselchtes…

Frau mit Ziege – Bernhard Hönig – Linolschnitt

Was für eine schöne Entdeckung: Gestern war Museumswetter, und so haben wir die Kunstsammlung Ostbayern im Spital Hengersberg besucht.

Manchmal tendiert man dazu, in der sogenannten „Provinz“ nur Kitsch zu vermuten. Umso mehr überrascht das kleine Museum, in dessen stimmungsvollen Räumen so viele interessante Werke zu finden sind.

Die Anzahl der Künstler (es sollen etwa 100 sein), deren Werke hier gezeigt werden, aber auch die Vielseitigkeit der Lebenswege, Techniken und Stile sind beeindruckend.

Die ältesten Werke stammen aus den 20er Jahren, die neuesten aus unserer Zeit (bis ca 2015). Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Lebensläufe: Viele Karrieren wurden vom Krieg unterbrochen oder verändert. Einige Künstler wurden verwundet, andere vertrieben. So kommt es auch dazu, dass einige Maler Autodidakten waren, andere etwas ganz anderes gelernt hatten (z.B. eine Mechaniklehre), während manche an der Kunstgewerbeschule Breslau (Willi Ulfig), an der Kunstakademie Berlin (Herrmann Erbe-Vogel) oder an der Universität Wien (Franz Kaindl) studiert hatten.

Man sieht schon: Die künstlerische Bildung der Maler ist heterogen. Auch die Techniken sind recht unterschiedlich: Ölbilder, Tuschezeichnungen, Holz- und Linolschnitte, Aquarelle, Radierungen und Collagen, da kommt keine Langeweile auf!

Kunst Reinhold Koeppel - An der Morgensuppe, Öl, 1925, Museum Hengersberg
Reinhold Koeppel – An der Morgensuppe, Öl, 1925

Was diese Künstler trotz verschiedener Lebensläufe und Geburtsorte verband, war wahrscheinlich auch die Liebe zur Region. Viele gehörten der Donau-Wald-Gruppe an, andere dem Bayerwaldkreis (der von 1966 bis 1997 bestand).

Auch mehrere Malerinnen werden ausgestellt – Die zarten floralen Motive von Erica Steppes und die expressionistischen Bayerwaldlandschaften von Friedrike Pröbiuss (eine Freundin von Alfred Kubin) haben mir besonders gefallen. Das Museum ist nur am Wochenende geöffnet. Den Besuch an einem verregneten (oder auch sonnigen) Sonntag kann ich nur empfehlen. Man kommt auf jeden Fall mit dem Kopf voller Bilder und einem Lächeln auf den Lippen heraus.

Herrmann Eller. Geselchtes, Öl, 2000
Ölbild Karl Alexander Flügel Museum Hengersberg
Karl Alexander Flügel
Waldinneres

Wildes Wasser im Wald

Rauschendes, wildes Wasser im Bayerischen Wald

Heute waren wir wieder im Bayerischen Wald und sind zu einem Wasserfall gewandert. So viel Schönheit und Wildheit!

Une cascade dans la nature sauvage de la Foret Bavaroise // Wild waterfall in the Bavarian Forest

Kleine Pause mitten im Wald
Augen zu…macht nix

Und hier im Video:

Einfach fliegen

Schöne Aquarelle von Künstlerin Nadia Baumgart - der Kranich
The crane – Der Kranich – Aquarelle – Watercolorpainting