Der Wald zwischen Borkenkäfer und Hagelsturm

Kahlflächen im Wald lassen neue Sichten entstehen. Hier der Lugenz-Wald.
Neue Sichten auf das Rottal entstehen im Lugenz-Wald

About the rapid changes in our forest – changes due to bark beetle and hail damage

Der Wald zwischen Borkenkäfer und Hagelsturm

Gestern waren wir im Lugenz-Wald. Wir sind im Juni 2016 ins Rottal gezogen. Inzwischen sieht der Wald ganz anders aus, manchmal erkenne ich unsere Wanderwege nicht wieder. Jetzt kam der Hagelsturm hinzu.

Damals – im Jahr 2016 – war der Wald noch ganz dicht, die Fichtenbestände noch scheinbar ohne Probleme. Inzwischen hat der Borkenkäferbefall, unterstützt von Hitze und Dürre, dazu geführt, dass ganze Wald-Abschnitte abgeholzt wurden. Ein seltsamer Anblick. Zunächst dachte man, nur Fichten seien betroffen. Der Borkenkäfer bevorzugt Nadelbäume. Ein Mischwald soll her. Inzwischen wird aber klarer, dass auch bestimmte Laubbäume unter dem Klimawandel leiden: Die Rinde vieler Buchen wird beispielsweise durch Sonnenbrand aufgerissen.

Weitere Überlegungen über den Borkenkäfer: Ist der Borkenkäfer ein natürliches Phänomen?

Hier entsteht ein neuer Wald

Aufgrund des Käferbefalls wurden viele Fichten gefällt. Hier und da entsteht somit ein regelrechter Kahlschlag. Fazit: Es entstehen im Wald ganz neue, weite Sichten auf angrenzende Landschaften. Bei aller Sorge um den Wald ist es schwierig, sich über diese Sichten zu ärgern. Denn sie sind einfach schön und voller Licht. Außerdem kann man auf vielen abgeholzten Flächen beobachten, wie der Wald wieder hochkommt, saftig grün. Insbesondere dort, wo wenig eingegriffen wird, entsteht aus dem Wirrwarr von Brombeeren und ersten Birken ein Teppich voller Jungbäume.

Einige geschwächte Fichten haben den kürzlichen Hagelsturm nicht überlebt

Forstwirte suchen nach „Zukunftsbäumen“, die sich dem Klimawandel anpassen können. Die Douglasie gilt als ein solcher Baum und wurde hier und da gepflanzt. Inzwischen ist diese Baumart schon sehr gewachsen und prägt bestimmte Wald-Abschnitte.

Vor wenigen Tagen gab es in der Gegend einen heftigen Hagelsturm. Dass auch Hagel den Wald verändern kann, war mir bisher gar nicht bewusst. Jedenfalls verändert auch dieser Sturm unseren „Hauswald“: der Waldboden war mit Blättern und Ästen übersät, manche Stämme regelrecht „angeschossen“, Baumspitzen zerfleddert. Einige wenige Bäume sind gar gebrochen oder vom Wind entwurzelt worden. Dies insbesondere in der Nähe von kahlen Flächen. Aus Studien, die Hagelschäden im Wald zum Thema haben, weiß ich, dass sich viele Bäume erstaunlich rasch erholen, weil die Wurzeln normalerweise voll leistungsfähig bleiben. Allerdings werden bereits geschwächte Pflanzen natürlich noch mehr gestresst.

Hagelschaden im Wald – Junge Triebe sind abgeknickt

Die Bilder zeigen neue Sichten, aber teilweise auch die Folgen des Hagels. Der Wald erscheint mir als ein Spiegel des Naturzustandes. Er verändert sich gerade sehr rasch. Ich glaube an die regenerative Kraft der Natur und denke, der Wald wird nicht sterben, sondern sich wandeln. Ganz egal, ob wir Menschen das so haben wollen oder nicht.

Die Rott-Quelle / Our river´s source

Cycling tour to our river´s source in Bavaria.

So, jetzt sind wir heute doch noch zur Rottquelle gefahren. Von Neumarkt Sankt Veit aus. Die Neugierde hat gesiegt und es war wunderschön. Die Rottalquelle hat eine mystische Atmosphäre und der junge Fluss erscheint romantisch. Schade, dass der Radweg (Rottalradweg) oftmals langweilig an der lauten Bundesstraße/ Landstraße– nicht an der Rott – entlang führt ; und zwar an Äckern und Feldern ohne Blühstreifen, ohne Hecken oder Streuobstwiesen. Trotzdem hat es sich gelohnt. Auch wegen der Begegnung mit einem ganz besonders sympathischen Hofhund namens Rex 😊

An der Rottquelle in Niederbayern

Spaziergang am Fluss / Walk along the river

Spaziergang an der Rott – Mit Buntspecht und Flussseeschwalbe – Der Buntspecht füttert seine Brut

Promenade le log du fleuve – Pic épeiche et terne – Le petit fleuve se trouve en Bavière

Wie schlägt ein Bärenherz?

Das Besucherzentrum Naturium am Inn in Ering ist endlich wieder geöffnet – Die Ausstellung ist sehr sehenswert!

Das Naturium am Inn in Ering ist endlich wieder für Besucher geöffnet (seit Donnerstag, dem 27. Mai). Das Naturium ist ein grenzübergreifendes Besucher-, Naturschutz- und Umweltbildungszentrum am Europareservat Unterer Inn.

Jetzt kann man also auch noch die Ausstellung „Die großen Vier“ besuchen. Das ist eine Wanderausstellung des BUND Naturschutz. Mit den „großen Vier“ sind gemeint: Bär, Wolf, Luchs und Mensch. Die Frage ist: Wie geht der Mensch mit den drei großen Säugetieren um und wie leben diese drei? Spannende Antworten gibt es nicht nur auf 14 Plakaten, sondern auch an interaktiven Stationen. Eine ganz tolle Sache auch für Kinder, die dabei spielerisch viel lernen können.

Wir waren heute dort und durften an den Stationen den Herzschlag von Bär und Murmeltier sowie das Heulen von Wölfen hören!

Außerdem blüht zurzeit viel am Inn-Damm – auch das Knabenkraut! Schaut einfach mal vorbei 😊

Hier mehr zum Naturium, Öffnungszeiten, Voraussetzung für den Besuch und mehr :

https://www.naturium-am-inn.eu/

Eine spannende Ausstellung über den Umgang Mensch – Bär – Wolf – Luchs
Das Knabenkraut blüht gerade am Inndamm
Und hier ein Film! Dann ist man gleich dabei!

Unsere Störche – Nos cigognes

Our storks are good parents – Nos cigognes améliorent leur nid

Unsere Störche heute: Das Nest wird weiter ausgepolstert und die Eltern wechseln sich im Nest ab. Vermutlich sind die Kleinen schon geschlüpft und hoffentlich bald sichtbar

Störche Bad Birnbach Nadia Baumgart
Wachablösung