Lapwings in our region: two lapwing breeding pairs on a corn field this year. This is one of the young ones
Vanneaux huppés sur un champ de maïs en Bavière.
So, es ist wieder Zeit für ein Update: Zwei Kiebitzpaare haben auf einem Acker in Bad Birnbach gebrütet, die Jungvögel wachsen und sind schon flügge. Am 6. Mai sind die Jungvögel (Pullis) geschlüpft.
Der Kiebitz ist sowohl bayern- als auch deutschlandweit stark gefährdet; und Deutschland besitzt aufgrund seines großen Anteils der Weltpopulation eine nationale Verantwortung für die Art.
Hier ist der Pulli drei Tage altJunger Kiebitz am 9. Juni 2022 – Die hellen Punkte auf dem Gefieder weisen die Jungvögel ausUnd hier ein Bild vom 11. Juni – Sie wachsen schnell. An der kurzen Holle (Schopf) erkennt man den JungvogelEin adulter Vogel mit längerer Holle
Und hier noch ein Video über die Natur an der Rott:
FR : Pour la première fois j´ai vu des pluviers en Bavière
Goldregenpfeifer! Hier rasten sie im Rottal. Sie ziehen dann in den Norden, wo sie in Moorgebieten und Heiden brüten. Wie schön sie sind, sie schimmern tatsächlich golden.
Schon der bezaubernde Name weckt Neugierde, finde ich. Letztes Jahr sagte mir ein Kenner: „In den über das Rottal ziehenden Kiebitz-Trupps sind diesmal auch Goldregenpfeifer.“
Natürlich schaute ich mir gleich Bilder im Internet und in Büchern an. Dass ich sie in diesem Jahr sehen würde, das hatte ich nicht gewagt zu hoffen. Und heute habe ich sie doch gesehen! Sie ruhten auf einem Acker und flogen dann neben einem Kiebitzschwarm über die Wiesen. Wie schön sie sind, sie schimmern tatsächlich golden!
Sie ziehen in den Norden, wo sie in Moorgebieten und Heiden brüten, insbesondere in Island und Norwegen. In Mitteleuropa, Großbritannien und Nordeuropa gehen die Bestände seit längerem drastisch zurück. Mit nur noch wenigen Brutpaaren steht der Goldregenpfeifer als Brutvogel in Deutschland kurz vor dem Aussterben. Dies ist in der Regel eine Folge der Zerstörung der Moorgebiete. Immerhin können wir noch einen Blick auf die Durchzügler werfen.
Aufmerksam schauen sie aus dem Acker hervor
Heute noch gesehen: einen Waldwasserläufer, Kiebitze, die ersten Primeln und eine rosafarbene Pflanze mit dem lustigen Namen „Schuppenwurz“. Beeindruckend ist, dass die Schuppenwurz erst blüht, wenn sie schon mindestens 10 Jahre alt ist!
Waldwasserläufer (Tringa ochropus) an der RottZiehende Kiebitze (Vanellus vanellus)Gewöhnliche Schuppenwurz (Lathraea squamaria)
Der Kiebitz ist deutschlandweit, aber auch in Bayern stark gefährdet: Als Bodenbrüter hat er ein sehr gefährliches Leben: Landmaschinen, versiegelte Flächen, aber auch freilaufende Hunde sind seine Feinde. Im letzten Jahr wurden nur 24 geschlüpfte Kiebitzküken in unserem großen Landkreis gesichtet. Wenn das so weiter geht, wird er in unserer Region aussterben.
Um das zu verhindern, bietet nun der Landschaftspflegeverband Rottal-Inn interessierten Landwirten Förderprogramme und kostenlose Beratungsgespräche.
Es wäre sehr schön, wenn möglichst viele Landwirte die Maßnahmen umsetzen würden. Mehr dazu in diesem Link:
Von Einheimischen hört man oft „es gibt doch so viele Kiebitze!“ Was sie nicht bedenken ist, dass die Altvögel zwar immer wieder zum Brüten herkommen, sie ihre Jungen aber nicht flügge bekommen.
Und die Schwärme, die wir hier sehen, bestehen auch aus vielen Vögeln, die weiterziehen. Außerdem werden Kiebitze recht alt (über 10 Jahre). Man sieht dann lange die Altvögel, die zum Brüten kommen und bemerkt nicht, dass immer weniger Küken schlüpfen. Ich glaube aber, dass das Bewusstsein der Gefahren langsam wächst und dank der Maßnahmen des LPV und dem Verständnis der Hundehalter dürfen wir Hoffnung haben.
Schwarm von Kiebitzen und Staren im Rottal
Ein Schwarm Kiebitze hinter einem Starenschwarm. Es ist faszinierend zu beobachten, wie tänzerisch beide Schwärme immer wieder verschmelzen.
Die Störche sind zurück in Rottal-Inn! In Bad Birnbach und Pfarrkirchen!
Die Störche sind wieder da! Sowohl in Bad Birnbach als auch in Pfarrkirchen. Zuerst kommen die Storchen-Männchen zum altbekannten Horst zurück und werden die Nester ausbessern. Herzlich willkommen zurück, Störche, wir freuen uns jetzt schon auf Nachwuchs!
Der Horst auf dem alten Brauereikamin in Bad Birnbach wird schon seit vielen Jahren von Storchenpaaren angenommen. In Pfarrkirchen brütete im letzten Jahr erstmalig ein Storchenpaar, da eine Nisthilfe auf dem Turm des Gas-Speichers bei der Pfarrkirchner Kläranlage aufgebaut wurde. Der erste Jungstorch schlüpfte dort im Sommer 2021.
Der Pfarrkirchner Storch ist unterwegs – Er muss den Horst noch ausbessernBirnbacher Storchennest auf dem alten BrauereikaminStorch – rechts im Himmel – über Pfarrkirchen
Große Brachvögel – Eurasian Curlews – Courlis cendré (Numenius arquata)
YEAH!! Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich heute etwa 25 Große Brachvögel auf einer Wiese bei #Braunau in Oberösterreich gesehen. Ansonsten nur mal von ganz weitem auf dem Inn bei Ering. Hier waren sie ganz nah und ich konnte sie genau sehen. Wie elegant und schön sie doch sind! Mein Herz hat vor Freude schneller geschlagen!!
Leider sind sie so selten geworden, weil u.a. Grünlandbewirtschaftung immer intensiver betrieben wird. Inzwischen sind sie gar vom Aussterben bedroht…
EN: For the first time in my life I could observe these elegant birds on a meadow.
FR: Pour la première fois de ma vie, j´ai pu observer des courlis cendrés à proximité immédiate sur un pré !